Stift Admont: Altabt Bruno Hubl verstorben

Der Altabt des Stifts Admont, Bruno Hubl, verstarb am 27. Februar 2026 im 79. Lebensjahr. (c) Stefan Leitner
„Sein Leben war geprägt von tiefer Glaubenskraft, benediktinischer Treue und verantwortungsvollem Einsatz für Kirche und Gesellschaft“, ist auf der Website des Stifts Admont zu lesen. Altabt Bruno Hubl verstarb im Landeskrankenhaus Rottenmann an akutem Nierenversagen. Er war infolge eines Bruchs des Oberschenkelhalses im Krankenhaus. Wie das Stift mitteilte, findet die Totenwache für den emeritierten Abt am 6. März 2026 um 17 Uhr in der Stiftskirche statt, das Requiem am 7. März um 13 Uhr mit der anschließenden Beisetzung in der Äbtegruft der Pfarr- und Wallfahrtskirche Frauenberg an der Enns.
Abt Bruno Hubl wurde am 17. März 1947 in Kirchdorf an der Krems (OÖ) geboren, erhielt den Taufnamen Franz und wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Magdalenaberg bei Pettenbach auf. Über Vermittlung des damaligen Pfarrers, Abt Koloman Holzinger, kam er in das Internat und später ins Juvenat des Stiftes Admont. Gleich nach der Matura trat er in das Noviziat ein, war Zeremoniär des Abtes und studierte in Salzburg Theologie. 1969 legte er die feierliche Profess ab und wurde 1971 in der Stiftskirche Admont zum Priester geweiht.
1996 zum Abt gewählt
Während seiner Kaplanszeit in Admont (1971-1983) wurde der spätere Abt 1977 Novizenmeister und schon im Folgejahr Prior des Stiftes. Von 1982 bis 1995 war er Pfarradministrator von Selzthal, 1996 wurde er als 41-Jähriger zum 67. Abt gewählt und behielt diese Funktion bis zu seiner Emeritierung 2017. Als Seelsorger wirkte er weiterhin als Pfarrer in Admont (1995-1996) und später unter anderem in St. Gallen, Altenmarkt, Unterlaussa sowie als Vikar in Frauenberg und Hall (2020-2022). Hubl engagierte sich auch außerhalb des Klosters in kirchlichen und wirtschaftlichen Gremien. Er war Mitglied des Kongregationspräsidiums (1999-2009) und Aufsichtsratsmitglied der GRAWE AG (1999-2019).
Seitens des Klosters wird der frühere Abt als väterliche Figur beschrieben. Das Stift teilte mit, dass er stets bemüht war, „es allen irgendwie recht zu machen“, mit einem von Güte und Milde bestimmten Stil, Humor, schallendem Lachen und Interesse an Menschen, bekannt zudem für Großherzigkeit und Großzügigkeit. Auch als äußerst gefragter und „beinahe exzessiver Firmspender“ kannte man ihn, mit großer Liebe zur feierlichen Liturgie, zudem als leidenschaftlichen Prediger und als „sehr leutseligen, offenherzigen und nahen Priester“. Zu seiner Herkunftsfamilie lebte er bis zuletzt in enger Verbindung.
„Konsequente Treue zum Chorgebet“
Abt Bruno Hubls Amtszeit war weiters von einer „personellen Fluktuation in der Gemeinschaft“ geprägt, wobei sich der Abt über jeden Klostereintritt freute und über jeden Weggang aus ihr litt. „Diese Emotionen aufzuarbeiten hat er, der als Zehnjähriger in ein strenges Internat kam, allerdings nie richtig gelernt“, heißt es in der Parte. Ihn zeichnete „konsequente Treue zum Chorgebet, zur Feier der Eucharistie und zur klösterlichen Gemeinschaft“ aus, selbst als er zuletzt aufgrund einer rapid voranschreitenden Alzheimer-Erkrankung und einiger körperlicher Gebrechen auf eine begleitende Pflegerin angewiesen war.
Quelle: kathpress