Stift Altenburg: P. Albert Groiß zum neuen Administrator gewählt

P. Albert Groiß wurde vom Konvent zum Administrator des Stifts Altenburg gewählt. (c) Pfarre Horn
P. Albert Groiß stimmte der Wahl, die unter dem Vorsitz von Abtpräses Johannes Perkmann stattfand, nach Angaben des Stiftes nach einer Bedenkzeit zu. Am 12. März 2026 übernimmt er sein Amt mit der Schlüsselübergabe aus der Hand des Abtpräses offiziell. Dabei wird auch seinem Vorgänger Abt Thomas Renner Dank für seinen Dienst in den vergangenen zwölf Jahren ausgesprochen.
„Als neue Herausforderungen erwarten mich nun wirtschaftliche Fragestellungen und die Festigung der Klostergemeinschaft, damit wieder neue junge Mitglieder andocken können und Leben in die alten, durchbeteten Klostermauern einhauchen. ‚Begeistert glauben – miteinander wachsen‘ lautet die Vision des Pfarrverbandes, sie gilt auch selbstverständlich für die Klostergemeinschaft“, sagte der neue Administrator, der Pfarrer von Horn und Moderator des Pfarrverbandes im Horner Becken ist, in einer ersten Reaktion.
Zur Person
P. Albert Groiß trat 1985 in die Gemeinschaft der Benediktiner von Altenburg ein und empfing 2011 die Priesterweihe. Zuvor hatte er unter anderem die Aufgaben des Priors, Novizenmeisters, Gastpaters, Erziehers bei den Altenburger Sängerknaben und Leitung des Tourismus inne, während der Generalsanierung des Stiftes war er auch Baudirektor. In den vergangenen zwölf Jahren hatte er im Kloster die Aufgabe des Kantors bei der Stundenliturgie inne und war Bibliothekar und Archivar.
2014 übernahm P. Albert Groiß als Pfarrer die Seelsorge in Horn, kurz darauf auch in Mödring. Seit 2020 ist er Moderator des neugegründeten „Pfarrverbandes im Horner Becken“, der acht Pfarren umfasst, darunter die Altenburger Stiftspfarren Strögen-Frauenhofen, Röhrenbach, St. Marein, die Diözesanpfarre Dietmannsdorf und die Titularpfarren des Stiftes Klosterneuburg St. Bernhard und Neukirchen. Dabei unterstützen ihn P. Clemens Hainzl als Vikar, P. Shyne Kurian als Kaplan und Christian Zeitlberger als Pastoralassistent.
Stift Altenburg
Stift Altenburg wurde 1144 von Gräfin Hildburg von Poigen und ihrem Sohn Hermann von Benediktinern aus St. Lambrecht gegründet. In der Gotik entstand eine bedeutende Klosteranlage mit Basilika. Trotz Zerstörungen, etwa in den Hussitenkriegen, blieb das klösterliche Leben bestehen, wovon der mittelalterliche Kreuzgang zeugt. Im 18. Jahrhundert erhielt das Stift unter Abt Placidus Much seine barocke Prägung. Mit Baumeister Josef Munggenast und Maler Paul Troger entstand ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Fresken und Stuck. Nach der Aufhebung 1940 und Jahren der Nutzung durch die Besatzungsmacht begann 1947 der Wiederaufbau.
Heute ist das Stift ein beliebtes Ausflugsziel und verfügt über rund 400 Hektar Landwirtschaft und 2.800 Hektar Wald, die nachhaltig bewirtschaftet werden. Das traditionsreiche Stiftsweingut im Weinviertel besteht seit dem 18. Jahrhundert und kooperiert heute mit dem Bio-Weingut Gruber. Die Benediktinergemeinschaft, die P. Albert Groiß künftig als Administrator leiten wird, umfasst derzeit neun Mönche.
Quellen: Stift Altenburg, kathpress