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24. February 2026

Vier Jahre Krieg in der Ukraine: Brief von Sr. Alfonsa Karapata MSsR

Heute, am 24. Februar 2026, jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal. Sr. Alfonsa Karapata hat einen Brief verfasst, in dem sie über den Krieg schreibt. Sie ist Provinzoberin der Missionsschwestern vom heiligsten Erlöser in der Ukraine und absolviert derzeit den Lehrgang „Verantwortung in religiösen Gemeinschaften“ im Kardinal König Haus.

Sr. Alfonsa Karapata, Provinzoberin der Missionsschwestern vom heiligsten Erlöser in der Ukraine, hat einen Brief zum Krieg in der Ukraine geschrieben.

Sr. Alfonsa Karapata, Provinzoberin der Missionsschwestern vom heiligsten Erlöser in der Ukraine, hat einen Brief zum Krieg in der Ukraine geschrieben. (c) ÖOK/rs

 

Liebe Freunde, Schwestern und Brüder,

 

Nur wenige Stunden trennen uns von jenem schmerzvollen Morgen, der das Leben der Ukrainer und die Welt unwiderruflich verändert hat. Genau diese Zeit möchte ich nutzen, um an jene Ereignisse zu erinnern, die der Beginn unseres gemeinsamen Leids, aber auch unserer gemeinsamen Standhaftigkeit waren.

 

Am 24. Februar 2022 um 03.40 Uhr Kiewer Zeit überquerten die ersten kilometerlangen Kolonnen russischer Panzertechnik die Staatsgrenze der Ukraine aus mehreren Richtungen: von Norden, Osten und Süden. Um 04:50 Uhr verkündete der russische Diktator den Beginn der sogenannten „militärischen Spezialoperation“. Bereits um 05.00 Uhr erschütterten die ersten Raketeneinschläge und Explosionen friedliche Städte. Um 06.45 Uhr nahm Präsident Wolodymyr Selenskyj seine erste Videobotschaft auf, in der er das Kriegsrecht verkündete. Die Ukraine erwachte unter dem Geheul der Sirenen, dem Dröhnen der Explosionen und in einem Zustand vollkommener Ungewissheit.

 

Westliche Geheimdienste schätzten die Invasionskräfte auf 175.000 bis 190.000 Soldaten. In jener Nacht drangen 3.000 Panzer und über 7.000 gepanzerte Kampffahrzeuge in die Ukraine ein. Die Menschen in den Grenzdörfern fanden sich fast augenblicklich in der Besatzung wieder. Schwere Militärkolonnen rollten überheblich an ihren Häusern vorbei, sodass die Fenster und Türen in unseren Wohnungen bebten. Doch trotz der Lähmung durch die Angst fanden die Ukrainer die bewundernswerte Kraft, dem bewaffneten Feind entgegenzutreten und Widerstand zu leisten – durch ihre Haltung, ihr Wort und ihr unerschütterliches Verlangen nach Freiheit.

 

Wenn Sie heute Morgen Ihren Kaffee trinken, versuchen Sie bitte für einen Moment, in die Erfahrung von Millionen von Ukrainern einzutauchen. Stellen Sie sich diesen kurzen, aber vernichtenden Satz vor: „Wach auf, es ist Krieg.“ Er ist so kurz und zerstört doch augenblicklich jede gewohnte Lebensperspektive. In einem einzigen Moment begreift man, dass der Terminkalender mit Plänen für Monate im Voraus, mit Missionen oder Exerzitien, keinen Sinn mehr hat. Von nun an lebt man in kleinen Schritten – von einem Schluck Kaffee zum nächsten, von Minute zu Minute. Und selbst wenn wir nach außen hin versuchen zu lächeln, bleibt uns das Grauen über die Gegenwart des Bösen stets vor Augen.

 

Auf eine solche Nachricht kann man sich nicht vorbereiten. Mich erreichte sie um 05.30 Uhr vor dem Spiegel in meiner Zelle, als ich mich wie gewohnt und routinemäßig auf den neuen Tag vorbereitete. Manche wurden von Sirenen geweckt, andere von Explosionen… Ich gestehe, diese Nachricht hat mein Gebet radikal verändert: Jedes Wort wurde nicht mehr nur aufmerksam, sondern flehend. Schließlich verwandelten sich unsere Tage und Nächte in ein unaufhörliches Gebet, das bis heute andauert.

 

Wir glauben, dass der Herr in der Dunkelheit dieser Kriegsnacht bei uns ist. Er ist an der Seite unserer Verteidiger im Schlamm und in der Nässe der Schützengräben; Er ist in den Phantomschmerzen derer, die Gliedmaßen verloren haben; Er ist im Leid derer, die den Verlust ihrer Angehörigen beklagen, und in den Zellen der Gefangenen, die unsagbare Qualen erleiden. In diesen Zeiten entdecken wir ein neues Bild Gottes: Jener, der das Kreuz nicht erklärt, sondern selbst an ihm hängt.

 

Jeder meiner Mitbrüder und jede meiner Mitschwestern hat seine eigene Geschichte vom Morgen des 24. Februars. Diese Erinnerung werden Millionen von Ukrainern wie Stigmata durch die Jahre tragen.

 

Das vierte Jahr der umfassenden Invasion Russlands in der Ukraine hat bereits begonnen. Dies sind 1461 Tage eines harten Kampfes um das Recht, ein souveräner, unabhängiger Staat zu sein – das Recht, Ukrainer und Herren im eigenen Land zu bleiben. Heute um 03.40 Uhr morgens wird in vielen unserer Kirchen die Heilige Liturgie für einen gerechten Frieden und den Sieg gefeiert. Wir gedenken mit Ehrfurcht und Dankbarkeit der Hunderttausenden, die ihr Leben für unsere Freiheit gegeben haben. Und wir danken jedem von Ihnen aufrichtig, der mit uns mitfühlt, täglich betet und uns hilft standzuhalten.

 

Die Realität, in der wir leben

Es ist die Wahrheit, dass dieser vierjährige Krieg zehrt. Dieser Winter mit strengem Frost bis zu -28 Grad war eine echte Prüfung für unsere Verteidiger und Millionen von Ukrainern. Durch die russischen Angriffe auf Kraftwerke haben die Menschen erneut Licht und Wärme verloren. In den letzten Wochen greift der Feind täglich die Hauptstadt und andere Städte an. Laut Statistik haben allein in diesem kurzen Zeitraum bis zu 600.000 Einwohner Kiew verlassen. In der Hauptstadt blieben die Menschen mehrere Tage, manchmal sogar Wochen, ohne Strom. Die gleiche kritische Situation herrscht im Süden und Norden der Ukraine, insbesondere in Tschernihiw, wo unsere Brüder und Schwestern tätig sind. Im Westen hingegen erreicht der Strommangel derzeit 17 Stunden pro Tag.

 

Der Preis der Freiheit in Zahlen

Unter den 60 großen bewaffneten Konflikten der Moderne ist der Krieg in der Ukraine gemessen an der Zahl der Opfer der blutigste. Hinter diesen Zahlen stehen lebendige Schicksale:

Über 150.000 ukrainische Soldaten und Zivilisten sind seit 2022 ums Leben gekommen (darunter etwa 1.000 Kinder). Über eine halbe Million Menschen gelten als vermisst – unter ihnen sind unsere Angehörigen und Bekannten. Mehrere hunderttausend Menschen wurden durch den Krieg verwundet und verstümmelt.

 

Bis zu 8.000 Militärangehörige und bis zu 16.000 Zivilisten befinden sich in russischer Gefangenschaft, wo sie Folter und manchmal den Tod erleiden.

 

Über 20.000 Kinder wurden entführt und illegal in die Russische Föderation deportiert.

 

Diese Zahlen sind nicht bloß Statistik, sondern ein Zeugnis für den unglaublichen Preis unserer Unabhängigkeit. Ihre Unterstützung bleibt entscheidend für das Überleben von Millionen von Menschen. Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch Jahre andauern kann. Seine Ursache sind nicht die von Russland verbreiteten propagandistischen Mythen über eine „Annäherung der NATO“ oder den „Schutz russischsprachiger Menschen“. Das Ziel des Aggressors ist die vollständige Vernichtung der Ukraine als solche: unserer Identität, Kultur, Subjektivität, Staatlichkeit und freien Religionsausübung.

 

Unser Widerstand

Heute befinden sich über 700.000 Besatzungstruppen auf unserem Territorium. Tägliche Zerstörungen, Drohnenangriffe und Terroranschläge (der jüngste erschütterte erst vor wenigen Tagen Lwiw) beweisen: Der Krieg wird so lange andauern, wie Russland die Ressourcen hat, ihn zu führen. Wir verstehen: Wenn wir aufhören uns zu verteidigen, werden wir als Volk einfach aufhören zu existieren, und das Schicksal Europas wird in Gefahr sein. Deshalb leisten wir weiterhin Widerstand und kämpfen für unsere und Ihre Freiheit. Wir glauben, dass die Zeit kommen wird, in der der Krieg endet und ein gerechter Friede einkehrt, den sich jeder Ukrainer von ganzem Herzen wünscht.

 

Wir danken jedem von Ihnen, der uns während dieser vier Jahre des umfassenden Krieges unermüdlich zur Seite gestanden hat: durch das Gebet, durch aufrichtiges Mitgefühl und durch konkrete Hilfe. Ihre Solidarität in dieser schwierigen Zeit ist uns eine große Stütze. Dass Sie uns nicht vergessen, ist eine notwendige Bedingung für das Kommen des Friedens. Wir danken Gott für Sie alle und vertrauen uns Ihren Gebeten an.

 

Der Brief zum Download

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Weiterlesen:

Website der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser

Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser (Ordens-Wiki)

Steyler Missionar in der Ukraine: Wenn die Sirene den Trauerzug ankündigt

Vier Jahre Ukraine-Krieg: Salesianer Don Boscos in ständigem Hilfseinsatz

 

[teresa bruckner]


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