Salesianer Don Boscos: Spendenaufruf nach Zyklon in Madagaskar

Der Zyklon „Gezani“ hat in Madagaskar schwere Verwüstungen angerichtet. Auch die Einrichtungen der Salesianer Don Boscos erlitten schwere Schäden. (c) SDB-Toamasina
Das Küstenviertel Ampanalana wurde nahezu vollständig zerstört. Von rund 900 erfassten Häusern blieben nur wenige Dutzend, hauptsächlich massiv gebaute Gebäude, unbeschädigt. Die meisten Häuser, oft aus Blech oder Ravinala-Blättern errichtet, wurden von den Böen weggeblasen. Nach Behördenangaben wurden mehr als 30 Menschen getötet, mehrere Personen sind vermisst. Auch die Einrichtungen der Salesianer Don Boscos erlitten schwere Schäden: Dächer wurden abgetragen, Gebäude und wichtige Infrastrukturen stark beschädigt.
Schäden an Einrichtungen der Salesianer Don Boscos
„Wir sind seit mehr als zehn Jahren in Toamasina tätig. Wir haben ein Gemeinschaftshaus errichtet, eine Schule für 140 arme und besonders gefährdete Jugendliche aufgebaut sowie eine Pfarre, ein Jugendzentrum und ein Projekt zur Förderung von Frauen gegründet, das dieses Jahr abgeschlossen wurde. Der Bau eines Berufsbildungszentrums steht kurz vor dem Beginn“, erklärte „Jugend Eine Welt“-Projektpartner P. Berthin. „Nun sind 90 Prozent der Dächer unserer Einrichtungen vom Sturm weggerissen worden. Wasser ist in die Gebäude eingedrungen. Unser Lebensmittellager und die Schulkantine sind nicht mehr nutzbar und müssen neu aufgebaut werden.“
Die Schulkantine der Salesianer Don Boscos in Toamasina ist nicht mehr nutzbar. (c) Don Bosco Mission Austria
Dennoch begannen die Salesianer Don Boscos neben der Reparatur ihrer Infrastruktur bereits mit ersten Hilfsmaßnahmen in der Bevölkerung: Sie versorgen betroffene Familien mit dem Nötigsten, organisieren Notunterkünfte und koordinieren Aufräumarbeiten. Parallel dazu wird das genaue Schadensausmaß erhoben, um den Wiederaufbau gezielt planen zu können. „Dieses Projekt ist eine lebenswichtige Soforthilfe, aber auch ein Schritt in Richtung nachhaltiger Wiederherstellung“, betont P. Innocent Bizimana. Ziel sei es, neben der akuten Hilfe auch widerstandsfähige Strukturen zu schaffen, um zukünftigen Naturkatastrophen besser begegnen zu können.
Dringender Spendenaufruf
Don Bosco Mission Austria ruft daher dringend zu Spenden auf, um rasch und unbürokratisch helfen zu können. „Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Eine Naturkatastrophe trifft die Menschen hier besonders hart. Jetzt geht es darum, schnell zu helfen und neue Perspektiven zu schaffen. Jede Spende zählt“, sagt Br. Günter Mayer, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Austria.
Auch „Jugend Eine Welt“-Geschäftsführer Reinhard Heiserer bittet: „Der Zyklon traf die Menschen auf Madagaskar mitten ins Herz. Der Wiederaufbau geht nur mit Ihrer Hilfe, bitte spenden Sie.“
Quellen: Don Bosco Mission Austria, Jugend Eine Welt