Frauenorden

Missionarinnen der Nächstenliebe

Mariahilfergürtel 11
1150 Wien

Tel.: 01/8934279

 

Kurzbeschreibung:

Die Missionarinnen der Nächstenliebe entwickelten sich aus kleinen Anfängen. Die Gemeinschaft entsprang aus einer einfachen Antwort auf die Leiden der Menschen in einer großen Stadt. Zuerst ging eine Frau, Mutter Teresa, auf die Straßen Kalkuttas, dann eine kleine Gruppe junger Helfer. Eine Million Flüchtlinge drängten sich in der Stadt, in der es an Nahrung, Obdach und allen Hilfsmitteln für sie fehlte. Schon vorher hatte eine Hungersnot das Leben in Kalkutta und in der sie umgebenden Provinz Bengalen zerrüttet. Mutter Teresa begann 1948 mit einer Slum-Schule für die Kinder der Armen. Als Sr. Teresa, eine Loretoschwestern, war Mutter Teresa 20 Jahre lang Lehrerin gewesen. 1949 schlossen sich ihr einige ihrer ehemaligen Schülerinnen an. Wenn sie Männer, Frauen und Kinder sterbend auf den Straßen fanden, brachten sie sie zu Krankenhäusern, manchmal in Schubkarren. Als die schon überfüllten Krankenhäuser sie zurückweisen mussten, mietete die Gruppe einen Raum sodass sie für hilflose Menschen sorgen konnten, die sonst in der Gosse hätten sterben müssen. „In der Wahl der Tätigkeiten“, erklärte Mutter Teresa, „gab es weder ein Planen noch vorgefasste Ideen. Wir begannen unser Werk so, wie das Leiden der Menschen uns rief. Gott zeigte uns, was wir tun sollten“. 1950 wurde die Gruppe von der Kirche als diözesane Kongregation der Diözese von Kalkutta anerkannt. Sie wurde bekannt als Missionarinnen der Nächstenliebe. Ihr geistiges Ideal war, Jesus in jeder Person zu sehen, in der deprimierenden Verkleidung besonders der ärmsten Person, der Person, die in der Gosse liegt oder an Lepra leidet. Die Schwestern legten zusätzlich zu den drei Gelübden der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams noch ein viertes ab: aus ganzem Herzen den Ärmsten der Armen unentgeltlich zu dienen. Um die Armen verstehen zu können, wählen die Schwestern die Armut, die, wie Mutter Teresa sagt, ihre Freiheit, ihre Freude und Stärke geworden ist.

Schulen wurden eröffnet, um Kindern von der Straße und aus den Slums freien Unterricht zu geben. Ein Heim für Sterbende wurde 1952 eröffnet in einem Raum, den die Stadtverwaltung von Kalkutta zur Verfügung stellte: in der Pilgerhalle des Tempels der Kali. Kurz darauf wurde ein Heim für Kinder gegründet, die man verlassen und sterbend fand. Bald gab es genug Schwestern,, um Kliniken für Mutter und Kind zu eröffnen, dazu eine fahrende Ambulanz für die Leprakranken.

Die Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe wurde 1965 vom Vatikan als Päpstliche Kongregation anerkannt. Nun konnten die Schwestern ihre Arbeit außerhalb Indiens beginnen. Sie hatten schon Niederlassungen in den meisten Großstädten Indiens. Aufforderungen, für die Armen zu arbeiten, kamen aus Notstandsgebieten in der ganzen Welt. Nur wenn die Einladung vom Ortsbischof kam, konnten die Schwestern darauf eingehen. Gruppen von Missionarinnen der Nächstenliebe gingen zu den Kranken, Notleidenden und Unerwünschten in über 160 Ländern in Asien, Australien, Afrika, Latein-, Mittel- und Nordamerika sowie Europa, Russland, Japan usw. Die 1963 gegründete Brüdergemeinschaft arbeitet in Kalkutta und anderen Städten Indiens, dazu in mehreren Ländern in Übersee. Die Mitarbeiter Mutter Teresas wurden 1969 den Missionarinnen der Nächstenliebe angegliedert. Die gleiche Verpflichtung erleuchtet die Arbeit der Schwestern und Brüder überall in der Welt, nämlich: Christus zu lieben in ungeteilter Liebe in Ehelosigkeit, in der Freiheit der Armut, in gänzlicher Hingebung im Gehorsam und in unbezahltem Dienst für die Ärmsten der Armen.

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