Das JAHR DER ORDEN 2015 – Gott geweiht und ganz für die Menschen da

2014 09 23 pk jdo 120Am 23. September 2014 präsentierten die Ordensgemeinschaften Österreich und die Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Säkularinstitute ihre Aktionen und Initiativen anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen JAHR DER ORDEN 2015. Ziel ist es, dieses Themenjahr einerseits als Selbstreflexion nach innen zu nutzen und anderseits das Ordensleben nach außen als Gemeinschaftsleben erfahrbar zu machen.

„Der Glaube ist eine Symphonie und in diesem Jahr soll das geweihte Leben zum Klingen gebracht werden“, stellt die Präsidentin der Frauenorden Sr. Beatrix Mayrhofer über das JAHR DER ORDEN 2015: „Das Ordensleben, die Hingabe an Gott und den Menschen soll besonders zum Durchscheinen gebracht werden. Den Menschen heute soll auf breiter und unterschiedlichster Weise die Frage beantwortet werden: Was bedeutet geweihtes Leben?“ Angesprochen auf die abnehmende Zahl von Ordensfrauen meinte Mayrhofer: „Es ist nicht die erste Frage, wie viel wir sind, sondern ist unser Anliegen, unsere Aufgabe und gibt es Menschen, die sich von dieser Aufgabe infizieren lassen. Denn: Gott geweiht heißt ganz für die Menschen da sein.“

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„Es gab auf den Vorschlag von Papst Franziskus – ein Schwerpunktjahr zum geweihten Leben 2015 zu begehen – eine große Einhelligkeit unter uns Ordensleuten, das als besondere Chance zu sehen,“ hob der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden, Abtpräses Christian Haidinger, hervor: „Damit können neue Akzente gesetzt werden. Es geht uns nicht nur um den Blick nach innen, sondern wir wollen bewusst in die Öffentlichkeit gehen, in der Öffentlichkeit agieren. Es geht darum, Menschen in ihrer Gottsuche zu begleiten durch und in unseren Gemeinschaften. Das heißt auch, dass wir an den Rand gehen und genau dort mit den Menschen die Probleme angehen. Oft Altes und Bewährtes wird so mit den Nöten unserer Tage in Verbindung gebracht.“ Haidinger stellte vor allem die Aktion „Mitten im Leben. Mitten in der Woche. Mittwoch ist Ordenstag“ hervor: „Mit diesen vielen kleinen Aktionen und Aktivitäten der 200 Ordensgemeinschaften und der Säkularinstitute am Mittwoch jeder Woche soll eine prägende Kraft für das persönliche und gesellschaftliche Leben ausgehen.“

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„Sie sehen uns nicht und wir sind am ersten Blick nicht erkennbar als Menschen, die im Alltag und in der Arbeit ein Gott geweihtes Leben führen“, überraschte Dr. Elisabeth Plach, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Säkularinstitute Österreichs, gegenüber den anwesenden JournalistInnen: „Wir freuen uns deshalb über die Kooperation in diesem Schwerpunktjahr und hoffen, dass damit die Säkularinstitute selber, ihre Mitglieder und ihre gesellschaftliche Aufgabe sichtbarer werden. Es geht uns um die Heiligung des Ortes in der Welt. Wir stellen uns dort den Herausforderungen, weil wir spüren, dass uns genau das fördert.“ Plach erinnert an Papst Franziskus, der den Zugang des „Hinausgehens“ in den Mittelpunkt rückt und meint: „Nicht nur des Hinausgehens, sondern des Mitten-Hineingehens, dorthin, wo alles sich entscheidet: in die Politik, in die Wirtschaft, in die Erziehung, die Familie - dorthin!“

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„Das JAHR DER ORDEN 2015 ist als offener und partizipativer Prozess angelegt und geprägt von Vielfalt und Regionalität“, erläutert der Leiter des Medienbüros und Koordinator Ferdinand Kaineder: „Brücken schlagen, Türen öffnen, mitten im Leben dabei sein und mitleben werden das Jahr charakterisieren.“ Kaineder präsentiert neben „Mittwoch ist Ordenstag“ noch weitere Aktionen, die derzeit entwickelt werden. „sie BITTEN, wir BETEN“ stellt die spirituelle und betende Kraft der Gemeinschaften zu Verfügung. Ein spezieller „Ordenskalender 2015“ mit allen Festen und Gedenktagen aller Orden wird es ab Ende November geben. Ein „ON-Sonderheft“ zur Videoreihe „viel mehr wesentlich weniger“ stellt sechs Gespräche zwischen Prominenten und Ordensleuten auf DVD zur Verfügung. Ein eigener „Video-Award“ soll junge Menschen einladen, sich auf ihre Weise mit ihrem Lebensraum und Orden auseinanderzusetzen. Mit zwei Sozialprojekten (Solwodi, freiwillige Sozialdienste) soll der soziale Aspekt nicht zu kurz kommen. „Die Wort-Bild-Marke soll sie wie eine Wegmarkierung durch vielfältige Ordenswelt ziehen und Menschen neugierig machen“, erhofft sich Kaineder.

JAHR DER ORDEN 2015

2015 wurde von Papst Franziskus persönlich als „Jahr des geweihten Lebens“ ausgerufen. Das Ordensleben hat durch den neuen Papst eine besondere öffentliche positive Aufmerksamkeit bekommen. Die Vereinigung der Frauenorden und die Superiorenkonferenz der Männerorden gibt daher diesem Anliegen eine sehr hohe Priorität. Das Ordensleben in seiner Vielfalt der Spiritualität, der Werke und Lebensformen genießt in Österreich ein hohes Vertrauen. Eine in diese Richtung „sensibilisierte Öffentlichkeit“ ist für jede einzelne Gemeinschaft eine große Chance.

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Start: 25. November 2014

Beim Ordenstag 2014 am 25. November wird im Rahmen des Gottesdienstes das Schwerpunktjahr begonnen. Es endet mit dem Ordenstag 2015 Ende November.

Die Pressefotos zum Downloaden finden Sie hier.

Statement von Sr. Beatrix Mayrhofer als PDF
Statement von Dr. Elisabeth Plach als PDF
Statement von Abtpräses Christian Haidinger als PDF

[rs]

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