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Zur Hölle mit dem Himmel? Die Geschichte der Seuchen – zwischen Furcht und Hoffnung

22.05.2021 bis 31.10.2021
 

Am Samstag vor Pfingsten öffnet das Benediktinerstift St. Paul seine diesjährige Ausstellung, die mit einem brandaktuellen Thema aufwartet.

Zur Hölle mit dem Himmel? Die Geschichte der Seuchen – zwischen Furcht und Hoffnung

Die Geschichte der Menschheit kennt zahlreiche Zeiten von Seuchen und Krankheiten, die ganze Landstriche leerfegten. Sie kennt aber auch das stete Ringen um Heilung und die Erkenntnisse der Naturwissenschaft und Medizin. Kriege, Hungersnöte und Naturkatastrophen gelten als Nährboden heimtückischer Krankheiten, die als Pandemien den gesamten Planeten heimsuchten und kaum ein Land verschont ließen. Großes Elend prägte Generationen und führte zu drückender Angst unter den Menschen.
Paracelsus, der Schüler an der nahegelegenen Domschule zu St. Andrä gewesen ist, gewann durchbrechende Erfahrungen im Bekämpfen der Pest und gilt als einer der großen Pioniere medizinischer Forschung in Europa. Später folgten bedeutende Ärzte wie Robert Koch, Alexander Fleming oder Emil von Behring. Sie alle widmeten sich mit Hingabe dem Kampf gegen die großen Epidemien. Die Angst vor den Seuchen führte vor allem im Mittelalter zu gewaltigen Pilgerbewegungen, die teilweise bis heute lebendig sind. Wo die Medizin an ihre Grenzen stieß, wurde der Ruf nach Gott laut. Heiligen wurde Heilkraft zugesprochen und bedeutende Gnadenorte zogen Millionen von Wallfahrern an. Das stockende Blut des Januarius, so glaubte man, kündete Unheil (Cholera) für die Stadt Neapel an und die Heilige Corona wurde als Helferin bei Pandemien angerufen. Gegenwärtig plagt die Erde Covid19. Die Geschichte zeigt aber, dass nach dem Abklingen der Seuchen das Leben wieder hochgehalten wurde und alle zur Erkenntnis gelangten: Das Leben ist ein Fest!
Ein spannender Streifzug durch die Geschichte der Seuchen zeigt, dass trotz allem mit ihnen verbundenen Leids diese zum Leben gehören und stete Begleiter des Menschen sind, dass sich die Menschheit aber niemals durch sie vernichten ließ, sondern immer wieder zu neuer Lebensfreude erwachte.

Benediktinerstift St. Paul, 23. Mai bis 1. November 2021
Mittwoch bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr

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