Ein beeindruckendes Altarbild aus dem Besitz der Kongregation der Dienerinnen des Heiligsten Herzens Jesu konnte jüngst kunsthistorisch verortet werden. Das großformatige Gemälde, das die Offenbarung des Heiligsten Herzens Jesu an die hl. Margareta Maria Alacoque zeigt, schmückte ursprünglich den Hochaltar der Kapelle der ersten österreichischen Niederlassung der Herz-Jesu-Schwestern in der Rudolfstiftung in Wien – der heutigen Klinik Landstraße.
Die Stadt Salzburg ist weltweit bekannt für ihre barocken Prachtbauten und die glanzvolle Geschichte der Fürsterzbischöfe. Doch abseits der repräsentativen Fassaden wirkten über Jahrhunderte Frauen, deren Engagement das soziale, kulturelle und spirituelle Leben der Region entscheidend prägte – oft im Verborgenen. Mit der Ausstellung „Salzburgs vergessene Ordensfrauen“ rückt die Universitätsbibliothek Salzburg diese beeindruckenden Persönlichkeiten ins Licht der Öffentlichkeit.
Im Jahr 2025 ist in der Abteilung für Archiv, Bibliothek und Sammlungen des Prämonstratenserstifts Wilten ein neues Arbeitsmotto eingezogen: Besenstrich für Besenstrich. Warum ein Motto? „Weil unser Arbeitsalltag manchmal aussieht wie eine Mischung aus Museum, Labor, Großraumbüro und Improvisationstheater“, meint Miriam Trojer, Archiv- und Bibliotheksleiterin des Prämonstratenserstiftes Wilten. „An einem Tag klickt man sich stundenlang durch Excel-Listen, am nächsten trägt man Schutzanzug an der Werkbank – nur um kurz darauf denselben Anzug gegen einen Blazer zu tauschen, weil eine Führung wartet. Und bevor man sich versieht, beugt man sich wieder über eine Lupe und fragt sich, ob das Insekt gerade wirklich zugewunken hat.“ In einem Artikel in der Zeitschrift „Stift Wilten Aktuell“ stellt Miriam Trojer ihren Jahresrückblick 2025 daher unter das oben angeführte Motto und zählt Besenstriche...
Die Wiederentdeckung des Fastentuchs von Bartolomeo Altomonte im Linzer Karmelitenkloster macht eindrucksvoll sichtbar, welche zentrale Rolle Ordensgemeinschaften bei der Bewahrung, Erforschung und Weitergabe von Kulturgut spielen. Klöster sind nicht nur spirituelle Orte, sondern auch historische Gedächtnisräume, in denen über Jahrhunderte Kunstwerke geschaffen, genutzt, aufbewahrt – und mitunter auch vergessen – wurden.
Anlässlich des 800. Todesjahres des heiligen Franz von Assisi lud der Wiener Franziskanerkonvent am 10. Februar 2026 zu einem kulturhistorisch wie spirituell bemerkenswerten Vortragsabend in das historische Refektorium des Franziskanerklosters Wien ein. Unter dem Titel „Macht, Pracht, Stille“ wurde eine bislang wenig erforschte Facette der habsburgischen Hofkultur beleuchtet: die tief verwurzelte Nähe des Wiener Kaiserhofes zur franziskanischen Spiritualität.