Am 4. Februar 2026 fand in Wien eine Grundschulung zur Kunstdatenbank der Österreichischen Ordenskonferenz statt. Ordensleute, Mitarbeitende aus Ordenshäusern sowie Kunsthistoriker:innen nahmen daran teil, um die Software zur Erfassung und Verwaltung von Inventardaten kennenzulernen und in der Praxis anzuwenden.
ICOM Österreich, das Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), das Bundesdenkmalamt (BDA), das Österreichische Bundesheer (ÖBH), die Österreichische UNESCO-Kommission (ÖUK) und das Österreichische Nationalkomitee Blue Shield stellen mit dieser Publikation Museen und anderen Kulturerbe-Institutionen einen Leitfaden zum Notfallmanagement zur Verfügung.
Die bereits online verfügbare Sammlung praxisnaher Methodenblätter für interaktive Führungen in sakralen Räumen wurde erweitert und aktualisiert. Die Methoden basieren auf den Thesen der Kirchenpädagogik und richten sich an die für Kulturvermittlung zuständigen Verantwortlichen in Klöstern und Ordensgemeinschaften in Österreich sowie an alle, die in diesem Bereich tätig sind und ihr methodisches Repertoire vertiefen möchten.
Die Klosterkirche der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) in der Kaiserstraße im 7. Wiener Gemeindebezirk blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens fand bereits im Oktober des vergangenen Jahres ein feierlicher Festgottesdienst statt, dem der damals designierte neue Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, vorstand.
Am 25. Jänner 2026 fand in der Klosterkirche Thurnfeld in Hall der letzte Sonntagsgottesdienst statt. Zelebriert wurde er vom Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler. Nun beginnen die konkreten Planungsarbeiten für die zukünftige Nutzung des Klosters.
Die Österreichische Ordenskonferenz ist der Zusammenschluss der männlichen und weiblichen Ordensgemeinschaften in Österreich mit Sitz in Wien. Wir suchen eine:n Mitarbeiter:in (20 Wochenstunden) im Bereich Kultur und Dokumentation.
2025 war für den „Katalog der Ordensbibliotheken” (KOBi) ein ereignisreiches Jahr: Seit dem Ende des Jahres ist KOBi in den Virtuellen Katalog Theologie und Kirche (VThK) eingebunden. Damit ist für KOBi nach fünf Jahren seines Bestehens ein wichtiger Schritt gelungen, der die Zusammenarbeit zwischen den kirchlichen Bibliotheken sowie die Sichtbarkeit und Besonderheit ihrer Bestände stärkt. Fast zeitgleich hat KOBi Ende 2025 einen weiteren Meilenstein erreicht: Mit über 200.000 Titeldatensätzen verfügt der Verbund inzwischen über eine eindrucksvolle Kataloggröße.
Am 26. Jänner 2026 fand im Kardinal-Schwarzenberg-Haus in Salzburg der jährliche Studientag der kirchlichen Archive statt. Das Thema war diesmal „Forschen Willkommen! Zugänge zum Archiv gestalten“ – rund 70 Teilnehmer:innen waren dabei.
Die Ordensgemeinschaft der Schwestern Oblatinnen des heiligen Franz von Sales lebt im Geist des heiligen Franz von Sales. Die Schwestern der Niederlassung Linz-Urfahr verbinden mit ihm darüber hinaus ein besonderes Ereignis: den Schutz in der Zeit des Nationalsozialismus. Zum Gedenktag des Heiligen am 24. Jänner erzählt Sr. Maria-Brigitte Kaltseis darüber.
Von 12. bis 13. März 2026 findet die Jahrestagung der kirchlichen Bibliotheken im Benediktinerstift Lambach in Oberösterreich statt. Das Tagungsthema lautet: „Brücken bauen – Chancen durch Netzwerke und Kooperationen“. Eingeladen sind alle Bibliothekarinnen und Bibliothekare in kirchlichen Orden und Diözesen sowie Mitarbeitende von Einrichtungen mit theologischen Buchbestand in Österreich. Ziel der Tagung ist es, jene Möglichkeiten, die sich durch Kooperationen ergeben, von verschiedenen Seiten zu beleuchten sowie neue Handlungswege für die Zukunft auszuloten.
Das Stift Kremsmünster trauert um den Benediktinerpater und Sternwartendirektor Amand Kraml. Er starb am 17. Jänner 2026 überraschend im 74. Lebensjahr. Der aus Waldkirchen am Wesen stammende Priester und Wissenschafter leitete seit 1995 die Sternwarte des Stifts und hat zu den „Informatikern der ersten Stunde“ gezählt.
Der Jesuit und Nazi-Gegner P. Alfred Delp (1907-1945) könnte eine neue Ehrung innerhalb der katholischen Kirche erhalten. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, wird am 2. Februar 2026 das Seligsprechungsverfahren für den Widerstandskämpfer eröffnen. In dem Festgottesdienst werden auch die Mitglieder des kirchlichen Gerichtshofs, der das Verfahren leiten wird, ernannt.
Die Kapelle im Krankenhaus der Elisabethinen Graz wurde mit einem Lehm-Holz-Konzept – einem Gesamtkunstwerk, das Architektur und religiöse Symbolik in besonderer Weise verbindet – neu gestaltet und im September 2025 feierlich gesegnet. Die künstlerische Gestaltung übernahm Anna Thaller. In der aktuellen Ausgabe des Elisabethinen Magazins führt die Künstlerin aus ihrer Sicht durch die Kapelle. Den Text dürfen wir hier übernehmen.
Auch im Jahr 2026 werden in vielen Ordensgemeinschaften wieder besondere Jubiläen und Gedenktage gefeiert. Wir haben sie gesichtet und aufgelistet. Hier eine Übersicht der wichtigsten Ordensjubiläen des heurigen Jahres.
Die älteste urkundliche Erwähnung des Wiener Dominikanerklosters ist datiert auf das Jahr 1226. Daher wird im Jahr 2026 der 800. Geburtstag des Klosters S. Maria Rotunda gefeiert. Es ist bekanntermaßen das weltweit am drittlängsten durchgehend von den Dominikanern bewohnte Kloster. Nur Krakau (1222) und Dubrovnik (1225) haben noch mehr Jahre in ihrer Chronik stehen. Wie ist es so, an einem Ort zu leben, an dem die Predigerbrüder seit Jahrhunderten durchgängig präsent sind? Prior P. Markus Langer gibt für „kontakt“ einen persönlichen Einblick in das Leben hinter den jahrhundertealten Mauern. Den Text dürfen wir hier übernehmen.
Ein interessantes Kapitel der österreichischen Bildungs- und Ordensgeschichte ist ab sofort digital für die Öffentlichkeit zugänglich: Im Benediktinerstift Seitenstetten befinden sich insgesamt 22 handschriftliche Vorlesungsmitschriften jesuitischer Lehrveranstaltungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ergänzt wird dieser Bestand durch eine weitere Vorlesungsmitschrift des Jesuitenpaters Hieronymus Noldin SJ aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Manuskripte geben einen seltenen Einblick in die akademische Lehrpraxis der Jesuiten über mehrere Jahrhunderte hinweg.