2025 war für den „Katalog der Ordensbibliotheken” (KOBi) ein ereignisreiches Jahr: Seit dem Ende des Jahres ist KOBi in den Virtuellen Katalog Theologie und Kirche (VThK) eingebunden. Damit ist für KOBi nach fünf Jahren seines Bestehens ein wichtiger Schritt gelungen, der die Zusammenarbeit zwischen den kirchlichen Bibliotheken sowie die Sichtbarkeit und Besonderheit ihrer Bestände stärkt. Fast zeitgleich hat KOBi Ende 2025 einen weiteren Meilenstein erreicht: Mit über 200.000 Titeldatensätzen verfügt der Verbund inzwischen über eine eindrucksvolle Kataloggröße.
Von 12. bis 13. März 2026 findet die Jahrestagung der kirchlichen Bibliotheken im Benediktinerstift Lambach in Oberösterreich statt. Das Tagungsthema lautet: „Brücken bauen – Chancen durch Netzwerke und Kooperationen“. Eingeladen sind alle Bibliothekarinnen und Bibliothekare in kirchlichen Orden und Diözesen sowie Mitarbeitende von Einrichtungen mit theologischen Buchbestand in Österreich. Ziel der Tagung ist es, jene Möglichkeiten, die sich durch Kooperationen ergeben, von verschiedenen Seiten zu beleuchten sowie neue Handlungswege für die Zukunft auszuloten.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Katja Maierhofer aus der wissenschaftlichen Abteilung des Stifts Admont zog daher Bilanz über das Jahr in Archiv und Bibliothek und gab einen Ausblick auf kommende Projekte. Den Text dürfen wir hier übernehmen.
Kleine Schätze aus dem Archiv der Redemptoristen Wien
In der Archivarbeit bekommt man manche kleinen Schätze in die Hand. Auch wenn sie materiell nichts besonders wertvoll sind, wird Geschichte durch sie lebendig.
Die Kongregation der Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis in Vorau (Vorauer Marienschwestern) in der Steiermark sucht für den ehestmöglichen Beginn eine Archivarin/einen Archivar – vorzugsweise auch mit Interesse an der Mitarbeit in der Betreuung der Bibliothek und dem Aufbau eines Schaudepots.
Die vierte Ausgabe der Fachtage Klosterkultur fand unter dem Titel "Zwischen Himmel und Erde – Musik im Kloster" von 10. bis 13. September 2025 in St. Gallen (CH) statt. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland kamen zusammen, um klösterliche Musikkultur in Vergangenheit und Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.
Sprechen Sie Zimbrisch? Und wie schaut es mit Ihrem Okzitanisch aus? Oder mit dem guten alten, österreichischen Windisch? In der Stiftsbibliothek Melk werden seit Jahrhunderten Bücher über alle möglichen Sprachen gesammelt, auch über solche, die mittlerweile als bedroht oder ausgestorben gelten. So bleibt das Wissen über sie gesichert und ihr Erbe lebendig.
Die weltgrößte Klosterbibliothek im steirischen Stift Admont ist von der renommierten Instagram-Community „1000libraries“ mit über 1,1 Millionen Followern zu einer der fünf schönsten Bibliotheken der Welt gewählt worden. Der Account zählt zu den bedeutendsten internationalen Kulturplattformen für historische Bibliotheksarchitektur.
Gleich mehrere Neubesetzungen gibt es im Augustiner-Chorherrenstift St. Florian. Nach dem pensionsbedingten Abschied von Friedrich Buchmayr, der jahrzehntelang in Bibliothek, Archiv, Musikarchiv und Sammlungen tätig war, wurden die Bereiche nun nachbesetzt. Egbert Bernauer übernimmt die Bibliothek, Konstantin Putz das Archiv und Propst Klaus Sonnleitner das Musikarchiv.
In den Sommermonaten öffnet das Stift Admont seine barocke Bibliothek zu einer besonderen Uhrzeit: „Bibliothek bei Nacht“ – Spezialführungen durch den größten klösterlichen Bibliotheksraum der Welt – bieten Besucherinnen und Besuchern ein eindrucksvolles Kulturerlebnis in außergewöhnlicher Atmosphäre, wie das Stift am 30. Juli 2025 in einer Aussendung mitteilte.
Im Rahmen des Projekts „Libri Stamsenses“ wurden an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol mittelalterliche Codices im und aus dem Stift Stams digitalisiert und erschlossen. Etwa 400 Handschriften stehen nun über den österreichischen Kulturpool und das Portal manuscripta.at online zur Verfügung.