Die Zentralbibliothek der Minoriten und ihr Archiv in Wien verfügen über einen außergewöhnlich umfangreichen historischen Buchbestand. Die ältesten Handschriften stammen aus der Zeit um 1300! Um Schäden, die über die Jahrhunderte entstanden sind, zu beseitigen, ging der Orden eine Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste ein. Studierende konnten so ihr theoretisches Wissen an Originalbeständen der Zentralbibliothek und des Archivs in die Praxis umsetzen.
Historische Klosterbibliotheken sind weit mehr als bloße Buchbestände – sie sind lebendige Zeugnisse von Geistesgeschichte, persönlicher Gelehrsamkeit und ordenseigener Sammelkultur. Wie viel verborgenes Potenzial in diesen Sammlungen steckt, zeigt ein aktuelles Forschungsprojekt im Stift Klosterneuburg, das einen faszinierenden Blick auf die Lesekultur des 19. Jahrhunderts wirft.
Die 400-jährige Geschichte von Barnabiten und Salvatorianern in Wien stand im Mittelpunkt des Symposions „Geteiltes Erbe“, das am 13. Juni 2026 im Salvatorianerkloster St. Michael in Wien stattfand. Eine Führung durch die historischen Gebäude, die Präsentation eines neuen Buches sowie wissenschaftliche Vorträge beleuchteten die gemeinsame Geschichte und das geistliche Erbe beider Ordensgemeinschaften.
Das Prämonstratenser Chorherrenstift in Innsbruck sucht eine engagierte und erfahrene Person zur Mitarbeit im Team Archiv, Bibliothek und Kunstsammlung im Ausmaß von ca. 30 Wochenstunden.
Mit großer Dankbarkeit nimmt das Stift Schlägl Abschied von Konsistorialrat Prof. Dr. Isfried Hermann Pichler, der am 3. Juni 2026 im 90. Lebensjahr zum Herrn heimgegangen ist.
Wie erzählen Klöster ihre eigene Geschichte? Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt PREMISES – Pre-Modern Inscriptions and the Shaping of Self-Conception and Self-Representation. Am Beispiel des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg untersucht das Projekt, welche Rolle Inschriften für die Konstruktion, Vermittlung und Bewahrung klösterlicher Identität spielten.
In der Salzburger Universitätsbibliothek fand vor kurzem ein Vortrag von Bernhard Fügenschuh, dem Rektor der Universität Salzburg, statt. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand ein Mann, dessen Lebensbild ebenso kontrastreich wie faszinierend ist: Pater Julius Gremblich (1851–1905) – Franziskaner, Lehrer und leidenschaftlicher Geologe. Der Vortrag bot faszinierende Einblicke in ein fast vergessenes Kapitel der regionalen Wissenschaftsgeschichte.
Mit Freude und Stolz blickt das Benediktinerstift Admont auf den diesjährigen Eurovision Song Contest 2026 zurück: Die bulgarische Sängerin DARA gewann mit ihrem Beitrag nicht nur Europas bedeutendsten Musikwettbewerb, sondern brachte dabei auch die weltberühmte Bibliothek des Stiftes Admont auf die große internationale Bühne.
Zu zwei Frauenorden, die mit ihren Krankenhäusern wesentliche Beiträge für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung leisten, liegen seit kurzem neue Festschriften vor: „200 Jahre Barmherzige Schwestern von Zams“ und „Zum Heil und Trost der Kranken. 150 Jahre Marienkrankenhaus Vorau“ wurden kürzlich im Rahmen von Festakten in Zams bzw. Vorau vorgestellt.
Mit einer Kuratoriumssitzung ist am 22. April 2026 die fünfte Etappe der Restaurierung der Bibliothek im Stift Melk offiziell gestartet. Diese konzentriert sich auf die barocken Prunkräume, die das Zentrum der rund 300 Jahre alten Stiftsbibliothek Melk bilden.
Am 23. April ist Welttag des Buches – ein willkommener Anlass, um bei einem Blick in die Welt der Ordensbibliotheken so manche Überraschung zu erleben. In der Stiftsbibliothek Lambach kann zum Beispiel ein „Bücherrad“ aus der Barockzeit bestaunt werden, das den Benediktinermönchen von damals wertvolle Hilfe leistete. Es ermöglichte ihnen, bis zu acht schwere Bücher gleichzeitig zu öffnen und deren Inhalte miteinander zu vergleichen – ähnlich wie heute beim Arbeiten am PC mit mehreren gleichzeitig geöffneten Browserfenstern.
Die Stiftsbibliothek Melk beherbergt eine Vielzahl an Büchern. Zwei davon fielen Bibliothekarin Bernadette Kalteis vor Ostern in die Hände: der „Poetische Nachlass“ von Katharina Koch und der berühmte Roman „Onkel Toms Hütte“ von Harriet Beecher Stowe. Sie stellte die beiden Bücher im Hinblick auf Ostern im Oster-Newsletter der Stiftsbibliothek Melk vor: