Wohl kaum eine andere Publikation repräsentiert die Bedeutung der Wallfahrt nach Maria Taferl so nachdrücklich wie das ab 1723 in vielen Auflagen erschienene Mirakel- und Legendenbuch „Oesterreichischer Myrrhen-Berg […]“. Ein seltenes Exemplar der zweiten Auflage aus dem Jahr 1735 ist in der historischen Bibliothek der Mary Ward Schulen in St. Pölten vorhanden. Es wurde im Zuge der derzeit laufenden Katalogisierung der geschichtsträchtigen Bibliothek in KOBi dort „wieder-entdeckt“.
Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Stiftsbibliothek lädt das Stift Admont am 13. November 2026 junge Talente, Schreibbegeisterte und Wortkünstler:innen zu einem außergewöhnlichen Literaturfest ein. Einreichungen sind bis 3. November möglich.
Eine neue „Erlebnis Österreich“-Dokumentation des ORF zeigt, wie Klöster und Stifte in Niederösterreich ihre wertvollen Bibliotheken, Sammlungen und historischen Gebäude mit moderner Technologie erschließen und für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Sendung kann online auf ORF ON nachgesehen werden.
Ob Ordensgewand oder Alltagskleidung – Textilien waren in religiösen Gemeinschaften weit mehr als eine praktische Notwendigkeit: Sie machten Zugehörigkeit, Hierarchie und Geschlecht sichtbar. Ein aktuell laufendes, von der Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich gefördertes Dissertationsprojekt am IMAREAL Krems und der Forschungsstelle FoKuS des Stiftes Klosterneuburg geht dieser Frage nun erstmals systematisch für drei sogenannte Doppelklöster des frühen 16. Jahrhunderts nach – eng miteinander verbundene Männer- und Frauenkonvente unter gemeinsamer Leitung. Anhand von Rechnungsbüchern und normativen Texten wird untersucht, wie sich soziale Ordnung und gelebte Praxis in Kleidung und Wearables der beiden Konvente widerspiegelten.
Am 19. September 2026 wurde wieder ein „Tag der Astronomie“ gefeiert. Zu diesem Anlass nahm Bernadette Kalteis aus der Stiftsbibliothek Melk ein ganz spezielles Buch aus der Bibliothek genauer unter die Lupe: „Aufblick zu den Sternen-Welten“. Wir dürfen den Text hier dankenswerterweise übernehmen.
Vom 8. bis 9. September 2026 traf sich der „Freundeskreis Kapuzinergeschichte“ in Salzburg. Der Freundeskreis bietet eine Plattform für historisch interessierte Kapuzinerbrüder, Laien sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung der Kulturgütereinrichtungen des Ordens, um sich auszutauschen. Auch Studierende, die für ihre wissenschaftlichen Arbeiten auf die Bestände der Kapuziner zurückgreifen, erhalten hier die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. Der Freundeskreis sieht in der eigenen Ordensgeschichte den wesentlichen Schlüssel für das Verständnis der Gegenwart und für künftige Handlungsoptionen.
Herzliche Einladung zum Kulturtag im Rahmen der Ordenstagungen am Mittwoch, 25. November 2026! Die Veranstaltung findet von 9.00–15.30 Uhr im Kardinal König Haus in Wien statt.
Die Stiftsbibliothek Admont zählt laut einer aktuellen internationalen Studie zu den Top 20 der schönsten Innenräume der Welt. Damit reihe sich die Bibliothek in eine Auswahl außergewöhnlicher Kultur- und Architekturstätten aus aller Welt ein, wie das Stift am 26. August 2026 in einer Aussendung mitteilte. Angeführt wird das Ranking von der Stiftsbibliothek St. Gallen in der Schweiz, gefolgt vom Mysore-Palast in Indien und dem Budapester Parlament. Die Admonter Stiftsbibliothek rangiert auf Platz 17.
Mittelalterliche Handschriften sind weit mehr als Träger alter Texte. Farbenprächtige Initialen, feine Federzeichnungen und kunstvolle Ornamente geben Aufschluss darüber, wo ein Buch entstanden ist. Das Forschungsprojekt PeuAFleu untersucht die sogenannten Fleuronnée-Verzierungen in den mittelalterlichen Handschriften des Stiftes Klosterneuburg. Dabei treffen kunsthistorische Forschung und modernste Methoden der künstlichen Intelligenz aufeinander.
Das Benediktinerstift Kremsmünster sucht eine engagierte und fachlich qualifizierte Person für die Bibliothek und das Stiftsarchiv von min. 20 Wochenstunden.
Die Zentralbibliothek der Minoriten und ihr Archiv in Wien verfügen über einen außergewöhnlich umfangreichen historischen Buchbestand. Die ältesten Handschriften stammen aus der Zeit um 1300! Um Schäden, die über die Jahrhunderte entstanden sind, zu beseitigen, ging der Orden eine Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste ein. Studierende konnten so ihr theoretisches Wissen an Originalbeständen der Zentralbibliothek und des Archivs in die Praxis umsetzen.
Historische Klosterbibliotheken sind weit mehr als bloße Buchbestände – sie sind lebendige Zeugnisse von Geistesgeschichte, persönlicher Gelehrsamkeit und ordenseigener Sammelkultur. Wie viel verborgenes Potenzial in diesen Sammlungen steckt, zeigt ein aktuelles Forschungsprojekt im Stift Klosterneuburg, das einen faszinierenden Blick auf die Lesekultur des 19. Jahrhunderts wirft.