Am 9. Juni wird weltweit der „Internationale Tag der Archive“ gefeiert. An diesem Tag wurde im Jahr 1948 unter der Schirmherrschaft der UNESCO der „Internationale Archivrat“ (ICA) gegründet. Anlässlich dieses Tages präsentiert die Österreichische Ordenskonferenz auch im Jahr 2026 wieder Videos, in denen die Besonderheiten zweier Ordensarchive – diesmal jene der Vorauer Marienschwestern und des Benediktinerstifts Admont – vorgestellt werden.
Wie erzählen Klöster ihre eigene Geschichte? Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt PREMISES – Pre-Modern Inscriptions and the Shaping of Self-Conception and Self-Representation. Am Beispiel des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg untersucht das Projekt, welche Rolle Inschriften für die Konstruktion, Vermittlung und Bewahrung klösterlicher Identität spielten.
In der Salzburger Universitätsbibliothek fand vor kurzem ein Vortrag von Bernhard Fügenschuh, dem Rektor der Universität Salzburg, statt. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand ein Mann, dessen Lebensbild ebenso kontrastreich wie faszinierend ist: Pater Julius Gremblich (1851–1905) – Franziskaner, Lehrer und leidenschaftlicher Geologe. Der Vortrag bot faszinierende Einblicke in ein fast vergessenes Kapitel der regionalen Wissenschaftsgeschichte.
Das Kolleg St. Benedikt in Salzburg feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen. Das Kollegsfest am 30. April 2026 bot daher ein abwechslungsreiches Programm ganz im Zeichen des Jubiläums, das in einem Festakt samt Präsentation einer Festschrift mündete.
„SCHWESTER“ ist ein fotografischer Essay über Frauen, Care-Arbeit und Unsichtbarkeit von der Wiener Fotografin Teresa Novotny. Die Arbeit macht sichtbar, was sonst gesellschaftlich oft im Schatten liegt. Teresa Novotny verbrachte im Sommer 2024 eine Woche im Kloster Wernberg bei den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut. Sie dokumentierte das Leben, Arbeiten und die Care-Arbeit der Ordensfrauen. Mit Hilfe von Crowdfunding soll ein Buch über das Fotoprojekt entstehen. Im Interview mit dem Medienbüro gibt Teresa Novotny Einblicke in ihre Beweggründe, die Arbeit vor Ort und was das Projekt auch mit ihr gemacht hat.
Seine Kunst beginnt dort, wo andere wegschauen: im Abgefallenen, Beschädigten, scheinbar Unschönen. P. Raphael Statt, Künstler und Zisterziensermönch im Stift Heiligenkreuz, findet in der verwundeten Schöpfung eine eigene Form von Schönheit – und gießt sie in Bronze.
Das südlich der Pfarrkirche von Amstetten gelegene vierflügelige Klosterareal der Kongregation der Schulschwestern vom Dritten Orden des heiligen Franziskus ist seit dem 19. Jahrhundert nicht nur Lebensraum für die Schwestern, sondern auch ein wichtiges Bildungszentrum mit einer bewegten Geschichte. Im Sommer 2025 wurde auf Initiative von Generaloberin Sr. Franziska Bruckner ein umfassendes Projekt zur Inventarisierung gestartet, in dessen Rahmen kunsthistorisch oder kulturell bedeutsame Objekte, aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit Ordensbezug erfasst wurden. Das fertige Inventar wurde am 6. Mai offiziell an Sr. Franziska Bruckner übergeben.
Von 18. bis 20. Mai kamen Expertinnen und Experten aus zahlreichen europäischen Ländern in Wien zur 4. Konferenz der Europäischen Kirchenarchivare zusammen, die unter dem Thema „Kirchenarchive in einer sich wandelnden Welt – Herausforderungen und Chancen“ stand. In Round Tables setzten sich unter anderem auch Vortragende aus den Ordensgemeinschaften mit den aktuellen Entwicklungen und ihren Auswirkungen für kirchliche Archive auseinander.
Die Österreichische Ordenskonferenz hat die SUMMA 2025 veröffentlicht. Unter dem Leitthema „Unterwegs“ dokumentiert der Jahresbericht das lebendige und vielfältige Wirken von Ordensgemeinschaften in ganz Österreich.
Von 18. bis 20. Mai 2026 trafen sich 40 Leitungsverantwortliche der Arbeitsgemeinschaft kirchlicher Museen und Schatzkammern des deutschsprachigen Raumes in Stift Heiligenkreuz. Im Mittelpunkt der jährlichen Tagung stand das Thema „Notfallplanung“, das angesichts wachsender Herausforderungen für den Schutz kirchlichen Kulturgutes zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Am 3. Oktober 2026 jährt sich der Todestag des heiligen Franz von Assisi zum 800. Mal. Aus diesem Anlass widmet das DomQuartier Salzburg dem Wirken des Heiligen und der franziskanischen Gemeinschaften eine große Sonderausstellung. Unter dem Titel „LebensKunst“ wird von 24. Mai bis 2. November 2026 die Geschichte und Gegenwart franziskanischen Lebens in den Blick genommen.
Die Schatzkammern von Mariazell, einem Benediktiner-Superiorat mit Mutterkloster St. Lambrecht, sind der Aufbewahrungsort zahlreicher Votivgaben, Votivbilder und Mirakelbilder, die von der jüngsten Vergangenheit bis in das Mittelalter zurückreichen. Über die Jahrhunderte hat sich am bedeutendsten Wallfahrtsort Mitteleuropas ein beachtlicher Bestand angesammelt, der seit dem 14. Jahrhundert gesammelt und heute in der Nord- und Südschatzkammer, den Galerien, Nord- und Südempore sowie der Westempore gezeigt wird.
In der aktuellen Ausgabe von „Orden on air“ ist der Jesuit, Künstlerseelsorger und Rektor der Jesuitenkirche Wien, P. Gustav Schörghofer, zu Gast. Im Gespräch erzählt er von seinem Weg zwischen Kunst und Glauben, von Zweifeln, Berufung und der Frage, warum Spiritualität heute oft in „energetischen Steinen“ gesucht wird, Erlösung dort aber nicht zu finden ist.
Mit Freude und Stolz blickt das Benediktinerstift Admont auf den diesjährigen Eurovision Song Contest 2026 zurück: Die bulgarische Sängerin DARA gewann mit ihrem Beitrag nicht nur Europas bedeutendsten Musikwettbewerb, sondern brachte dabei auch die weltberühmte Bibliothek des Stiftes Admont auf die große internationale Bühne.
Zu zwei Frauenorden, die mit ihren Krankenhäusern wesentliche Beiträge für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung leisten, liegen seit kurzem neue Festschriften vor: „200 Jahre Barmherzige Schwestern von Zams“ und „Zum Heil und Trost der Kranken. 150 Jahre Marienkrankenhaus Vorau“ wurden kürzlich im Rahmen von Festakten in Zams bzw. Vorau vorgestellt.
Am 18. Mai rücken Museen rund um den Globus in den Fokus der Aufmerksamkeit: Der Internationale Museumstag steht heuer unter dem Motto „Museen – Brückenbauerinnen in einer gespaltenen Welt“ und will in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung eine zentrale Aufgabe von Museen betonen: Sie schaffen Räume für Dialog, Verständnis und Begegnung. Besonders eindrucksvoll kommt das in den 116 österreichischen Ordensmuseen und Sammlungen zum Ausdruck, die seit jeher Brücken zwischen Jahrhunderten, Kulturen und Lebenswelten schlugen.