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19. Mai 2026

Die Schatzkammern der Basilika Mariazell

Die Schatzkammern von Mariazell, einem Benediktiner-Superiorat mit Mutterkloster St. Lambrecht, sind der Aufbewahrungsort zahlreicher Votivgaben, Votivbilder und Mirakelbilder, die von der jüngsten Vergangenheit bis in das Mittelalter zurückreichen. Über die Jahrhunderte hat sich am bedeutendsten Wallfahrtsort Mitteleuropas ein beachtlicher Bestand angesammelt, der seit dem 14. Jahrhundert gesammelt und heute in der Nord- und Südschatzkammer, den Galerien, Nord- und Südempore sowie der Westempore gezeigt wird.

Mittelpunkt der Nordschatzkammer ist der beeindruckende Schatzkammeraltar.

Mittelpunkt der Nordschatzkammer ist der beeindruckende Schatzkammeraltar. (c) Basilika Mariazell

 

Votivgaben sind Zeugnisse des Glaubens und der öffentlich gezeigten Gottesverehrung. Sie wurden in Mariazell über Jahrhunderte hindurch, aber vor allem in der Barockzeit – aus Dankbarkeit oder mit der Bitte um Hilfe in bestimmten Anliegen – in den verschiedensten Formen dargebracht. Durch das kanonische Recht kommt diesen Objekten ein besonderer Schutz zu. Die Basilika, bzw. die Verantwortlichen, sind zu deren Bewahrung und Erhaltung verpflichtet. Keinesfalls dürfen sie veräußert werden. Die Bandbreite der Objekte reicht etwa von Erinnerungsstücken und persönlichen Andenken, über Kleinplastiken, Rosenkränze und Taufmedaillen bis hin zu Hausaltären, Monstranzen, Kreuze und Kronen. Sie alle führen den Besucher:innen individuelle Schicksale vor Augen und bieten authentische Einblicke in vergangene Lebenswelten.

 

Schatzkammeraltar als Mittelpunkt der Nordschatzkammer

Bereits 1359 wird in Urkunden ein Hüter des Kirchenschatzes erwähnt und 1584 ist von einem eigenen Raum für die Votivgaben die Rede. Im Zuge des barocken Umbaus der Kirche errichtete man über der Sakristei eine Schatzkammer, die 1675 von Kaiser Leopold I. (*1640, †1705) eröffnet und mit verglasten Schränken ausgestattet wurde (Nordschatzkammer). Mittelpunkt der Nordschatzkammer ist der beeindruckende Schatzkammeraltar, der 1621 erstmals genannt wird und auf dem das von König Ludwig I. von Ungarn (*1326, †1382) gestiftete und als Gnadenbild verehrte Marienbild angebracht ist. Es ist 1350/60 entstanden und wird Andrea Vanni zugeschrieben. Der Strahlenkranz mit den Engeln ist eine jüngere Zutat aus dem Barock. Der gesamte Altar wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder adaptiert und verändert.

 

Die Sammlung der Kastenbilder ziert die Wände der Emporengänge.

Die Sammlung der Kastenbilder ziert die Wände der Emporengänge. (c) ÖOK/es

 

Seit 1967 werden kunsthistorisch besonders herausragende Objekte auch in der – zuvor als Paramentenkammer verwendeten – sogenannten „Südschatzkammer“ aufbewahrt. Besonders prunkvoll erscheinen beispielsweise die seit dem Spätmittelalter bezeugten, teilweise vergoldeten und mit Steinen besetzten Kronen der Gnadenstatue, die ehemals immer paarweise gespendet wurden – eine größere für Maria und eine kleinere für das Jesuskind. Aufgrund eines Einbruchs in die Schatzkammer im Jahre 1988 und auch aufgrund der Kirchenschatzablieferungen im 18. Jahrhundert, fehlen heute die meisten kleinen Kronen für das Jesuskind.

 

Umfassende Sammlung von Votivbildern

In den Räumlichkeiten finden sich auch weniger auffällige Objekte, wie ein kleines Herz aus Glas, das einst Kaiserin Elisabeth gehörte und eine Locke ihrer im Alter von zwei Jahren verstorbenen Tochter Sophie (†1857) enthält. Besonders umfassend zeigt sich die Sammlung der Votivbilder, welche die Wände der Turmaufgänge zieren. Qualität und Ausführung unterscheiden sich hier sehr stark. Es gibt Marmortafeln, Collagen, Grafiken, Fotos oder Stickereibilder, aber auch verglaste Holzkästchen, die mit diversen Votivgaben (Haaren, Textilien, o.ä.) bestückt wurden und als „Kastenbilder“ bezeichnet werden. Viele Votivbilder des 19. Jahrhunderts sind mit Silberfiguren gestaltet, ein häufiger Anlass war die gut überstandene Geburt eines Kindes, wie jenes aus dem Jahr 1885. Manche Bilder tragen auch sichtbare Widmungsinschriften, andere wurden auf der Rückseite beschrieben.

 

In den Schatzkammern findet sich auch ein kleines Herz aus Glas, das einst Kaiserin Elisabeth gehörte und eine Locke ihrer im Alter von zwei Jahren verstorbenen Tochter Sophie (†1857) enthält.

In den Schatzkammern findet sich auch ein kleines Herz aus Glas, das einst Kaiserin Elisabeth gehörte und eine Locke ihrer im Alter von zwei Jahren verstorbenen Tochter Sophie (†1857) enthält. (c) Basilika Mariazell

 

Südliche Turmkammer beherbergt Reliquien

Die südliche Turmkammer dient seit 1999 als Reliquienkammer. Darin werden Überreste der Körper von Märtyrern, Heiligen und Seligen aufbewahrt, die verstärkt ab dem späten 16. Jahrhundert gesammelt und verehrt wurden. Für sie wurden aufwendig gestaltete Schreine und Tabernakel geschaffen.

 

Geöffnet sind die Schatzkammern von Anfang Mai bis Ende Oktober. Die Besucher:innen können sie selbstständig erkunden, es werden aber auch Gruppenführungen ab 15 Personen gegen Voranmeldung angeboten.

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Weiterlesen:

Schatzkammern Mariazell

Website des Stifts St. Lambrecht

Stift St. Lambrecht (Ordens-Wiki)

 

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