Kultur & Dokumentation

Klosterbibliotheken beim Deutschen Bibliothekartag

Ein Workshop zum Thema Klosterbibliotheken fand am 12. März 2013 im Rahmen des Deutschen Bibliothekartages in Leipzig statt. Veranstaltet wurde er von der Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken (AKThB) und vom Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB). Das Thema erfreute sich großen Interesses und der Vortragsraum war überfüllt.

Die Referate boten einen sehr guten Überblick über die Klosterbibliothekslandschaft und über die Herausforderungen, die durch kleiner werdende Gemeinschaften und dadurch bedingte Bibliotheksauflösungen in der Katholischen Kirche entstehen. Die evangelischen Klöster, die es vor allem in Niedersachsen recht zahlreich gibt, und ihre Bibliotheken sind dagegen stabil. Weitere Informationen bietet die Website des Bibliothekartages, Die Vorträge von Referenten können online nachgelesen werden, und zwar hier. Den Beitrag von Helga Penz über die Österreichischen Klosterbibliotheken gibt es auch hier:

RDA-Workshop

Mit dem neuen Katalogisierungsregelwerk der Bibliotheken RDA beschäftigte sich am 4.3.2013 eine Gruppe von 27 österreichischen Archivarinnen und Archivaren. Der Berufsverband hatte zu einem Workshop eingeladen. Es referierten Veronika Schaffner vom Österreichischen Bibliothekenverbund und Roswitha Müller von der Bibliothek der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die Vernetzung von Erschließungsdaten in gemeinsamen Internetportalen von Archiven, Bibliotheken und Museen haben die Diskussion um universell anwendbare Metadatenstandards beschleunigt. Die RDA (Resource Description and Access) sind ganz besonders auf die Bedürfnisse des digitalen Zeitalters abgestimmt und berücksichtigen die Erschließung elektronischer Publikationen. Die Erneuerung der Bibliothekskataloge ist kundenorientiert: der Katalog wird weit mehr als nur ein Hilfsmittel zum Auffinden zum Büchern, er soll vielmehr ein umfangreiches Informationsretrieval ermöglichen.

Die Referentinnen stellten ausführlich die Entstehungsgeschichte der RDA und dessen Prinzipien dar. Die großen Unterschiede zum archivischen Regelwerk ISAD (International Standard Archival Description) wurden diskutiert. Berührungspunkte wurden insbesondere in Bereich der Normdaten gesehen, da sowohl Bibliotheken wie Archive Körperschaften, Familien und Personen in der Erschließung beschreiben.

Vortrag über Records Management

Dr. Leopold Kammerhofer, Archivar der Internationalen Atomenergiebehörde, hält am Freitag, den 8. März 2013 am Institut für Österreichische Geschichtsforschung in Wien einen Vortrag über Records Management. Er wird sich insbesondere mit der elektronischen Schriftgutverwaltung auseinandersetzen und fragt: „Will die Archivwissenschaft wieder zurück in die Registratur?“ Weitere Informationen erhalten Sie im Download.

Jahrestagung ARGE Ordensarchive 2013

Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive Österreichs findet am 22./23. April 2013 in Wien, im Salvatorianerkolleg St. Michael, statt. Den Eröffnungsvortrag wird der neue Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, Herr Univ.Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner halten. Frau Dr. Oboth aus Essen referiert über den Wandel der Frauenorden im 20. Jahrhundert. Martin van Oers von der Unitas Solidaris wird sich mit der Schriftgutverwaltung in Rechtsabteilungen und Wirtschaftsstellen von Klöstern befassen. Außerdem wird die Archiverung von E-Mails und von Digitalfotos erörtert werden.
P. Peter von Meijl, der Provinzarchivar der Salvatorianer, wird über die Anfänge seiner Ordensgemeinschaft in Wien in der Zwischenkriegszeit und die Übernahme eines sehr alten Klosters durch einen sehr jungen Orden sprechen. Exkursionen führen durch die Michaelerkirche, die berühmte Gruft sowie die sehenswerten Archive im Kolleg. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am Time Travel Vienna.

Einführung in die Sammlungspflege

Am 14./15. März 2013 bietet das Referat für die Kulturgüter der Orden gemeinsam mit dem Seminarprogramm „Fortbildung Kirchenpflege“ des Kunstreferats der Diözese Linz ein Seminar zur Einführung in den Umgang mit Kulturgütern und Sammlungen in Ordensgemeinschaften an.

Folgende Themen werden behandelt werden: Was sind aufhebenswerte Kulturgüter? Wie pflegt man eine Sammlung? Was ist beim Verleihen von Kunstobjekten an Ausstellungen zu bedenken? Wie inventarisiert man Bilder, Plastiken, Textilien oder historische Objekte?

Es referieren unter anderem der Diözesankonservator der Diözese Linz Hubert Nitsch, der Diözesankonservator und Leiter des Diözesanmuseums in Graz Heimo Kaindl sowie der Direktor des Stiftsmuseums Klosterneuburg Wolfgang Huber. Die praktischen Übungen werden im Depot des Kunstreferats Linz stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie im Programmfolder:

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