Im Stadtarchiv Krems entdeckte Inventare der Zwettler Klosterapotheke sind nach vielen Jahren wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückgekehrt. Vermutlich gelangten sie im Zuge der Auflösung des Stiftsmuseums nach Krems. Auch wenn ihr materieller Wert gering erscheint, ist ihre Rückkehr für das Stift Zwettl von großer Bedeutung.
Bei einem sammlungswissenschaftlichen Fachgespräch, das Ende März 2026 im Benediktinerstift Seitenstetten stattfand, trafen internationale Fachleute sowie Vertreter:innen aus den österreichischen Benediktinerstiften zusammen. Im Mittelpunkt steht das Naturalienkabinett als historischer Sammlungsraum, für den Austausch zu einem spezifischen Ort zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Am 24. April 2026 feierte die Kongregation der Barmherzigen Schwestern von Zams ihr 200-Jahr-Jubiläum. Bei einem Gottesdienst mit dem Bischof der Diözese Innsbruck, Hermann Glettler, einem Festakt, der Präsentation einer Festschrift sowie der Eröffnung einer Ausstellung wurden die Ordensgeschichte und ihre prägenden Persönlichkeiten hervorgehoben.
Zum 950-Jahr-Jubiläum des Stiftes St. Lambrecht wurde das Herzstück des Museums des steirischen Benediktinerstiftes, die kunsthistorische Sammlung, umfassend neugestaltet. Am 24. April 2026 wurde das Museum im Rahmen eines Festaktes der Öffentlichkeit präsentiert.
Mit einer Kuratoriumssitzung ist am 22. April 2026 die fünfte Etappe der Restaurierung der Bibliothek im Stift Melk offiziell gestartet. Diese konzentriert sich auf die barocken Prunkräume, die das Zentrum der rund 300 Jahre alten Stiftsbibliothek Melk bilden.
Anlässlich der Feier des 200-Jahr-Jubiläums der Barmherzigen Schwestern von Zams am 24. April gab Generaloberin Sr. Barbara Flad der Nachrichtenagentur „Kathpress“ ein Interview, in dem sie über den Gründungsauftrag, die aktuellen Herausforderungen und die Zukunftsperspektiven ihrer Ordensgemeinschaft sprach.
Das Österreichische Dokumentenerberegister „Memory of Austria“ würdigt Dokumente und Sammlungen von historischer Bedeutung und herausragender Wichtigkeit für das österreichische kulturelle Gedächtnis. Das Register wird alle zwei Jahre vom österreichischen Memory of the World-Nationalkomitee, das als Fachbeirat der Österreichischen UNESCO-Kommission fungiert, erweitert. Bis 30. Juni 2026 können Vorschläge für die Nominierungen eingebracht werden.
Der neue Wilheringer Pilgerweg „Von der Donau bis zur Moldau“ führt über 132 Kilometer durch elf Gemeinden in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Linz-Land bis über die Grenze ins tschechische Südböhmen. Er verbindet dabei das Stift Wilhering mit seiner ehemaligen Tochtergründung, dem Stift Hohenfurth (Vyssi Brod) in Südböhmen, sowie mit allen Kirchen des Wilheringer Seelsorgeraums. Am Sonntag, dem 19. April 2026, wurde er im Stift Wilhering feierlich eröffnet.
Am 23. April ist Welttag des Buches – ein willkommener Anlass, um bei einem Blick in die Welt der Ordensbibliotheken so manche Überraschung zu erleben. In der Stiftsbibliothek Lambach kann zum Beispiel ein „Bücherrad“ aus der Barockzeit bestaunt werden, das den Benediktinermönchen von damals wertvolle Hilfe leistete. Es ermöglichte ihnen, bis zu acht schwere Bücher gleichzeitig zu öffnen und deren Inhalte miteinander zu vergleichen – ähnlich wie heute beim Arbeiten am PC mit mehreren gleichzeitig geöffneten Browserfenstern.
Der Pavillon des Vatikans auf der diesjährigen Biennale in Venedig ist der heiligen Hildegard von Bingen (1098-1179) gewidmet. Wie die Vatikanbehörde für Kultur und Bildung mitteilte, hat das Leben und Wirken der mittelalterlichen Benediktinerin und Kirchenlehrerin den Beitrag zur bekannten Ausstellung zeitgenössischer Kunst inspiriert.
Die Stiftsbibliothek Melk beherbergt eine Vielzahl an Büchern. Zwei davon fielen Bibliothekarin Bernadette Kalteis vor Ostern in die Hände: der „Poetische Nachlass“ von Katharina Koch und der berühmte Roman „Onkel Toms Hütte“ von Harriet Beecher Stowe. Sie stellte die beiden Bücher im Hinblick auf Ostern im Oster-Newsletter der Stiftsbibliothek Melk vor:
Im Hausarchiv eines Ordens sammelt sich im Laufe der Jahre eine große Vielfalt an Materialien an, die gesichtet, bewertet und systematisch geordnet werden müssen. Dabei kommt es häufig zu Vermischungen unterschiedlicher Bestände. Wechselnde Zuständigkeiten in der Archivbetreuung führen zudem nicht selten zu uneinheitlichen und schwer nachvollziehbaren Strukturen. Hinzu kommt, dass geeignete Findmittel und Inventare vielfach fehlen oder im Laufe der Zeit verloren gegangen sind.
Das steirische Stift St. Lambrecht begeht 2026 sein 950-Jahr-Jubiläum. Den Festgottesdienst am Ostersonntag feierte der Grazer Weihbischof Johannes Freitag mit den Benediktinern und den Gläubigen von St. Lambrecht. Er stellte seine Osterpredigt ganz ins Zeichen des Stiftsjubiläums.
Die Erzdiözese Wien hat erste Schritte zum Seligsprechungsverfahren für den Salvatorianer Pater Titus Helde in die Wege geleitet. Der Ordensmann wurde am 22. April 1945 in Mistelbach ermordet, als er sich schützend vor eine Gruppe Frauen stellte, um sie vor Gewalt zu bewahren. Bereits kurz nach seinem Tod wurde der Salvatorianer als Märtyrer verehrt.
Am 18. und 19. Juni 2026 findet in Graz die Jahrestagung Kulturvermittlung unter dem Titel „Rose – Taube – Weintraube: Symbolik und ihre Aussage“ statt. Die Veranstaltung des Bereichs Kultur und Dokumentation der Österreichischen Ordenskonferenz findet in Kooperation mit dem Diözesanmuseum Graz und Kirchen Kultur Graz statt.
Die Stadt und das Stift Klosterneuburg machen ein schwieriges Erbe öffentlich sichtbar. In der Stiftsbasilika und bei Straßennamen im öffentlichen Raum wurden Zusatztafeln angebracht, die Hinweise auf antisemitische Hintergründe geben.