Das Wiener Dominikanerkloster S. Maria Rotunda feiert 2026 sein 800-jähriges Bestehen. Das 1225/1226 gegründete Dominikanerkloster in Wien gehört zu den ältesten im deutschen Sprachraum und ist einer der wenigen Konvente weltweit, der seit der Errichtung des Predigerordens ununterbrochen existiert. Es ist der am drittlängsten durchgehend bewohnte Konvent des Predigerordens. Nun ist die Jubiläumsfestschrift mit dem Titel „Wortgewandt, kunstsinnig und standhaft – 800 Jahre Dominikaner in Wien“ erschienen. Sie ist ein beeindruckender Sammelband, der aus den spannenden wissenschaftlichen Vorträgen über den Wiener Konvent aus kirchen- und kunsthistorischer Sicht 2024 im Rahmen des „5. Isnard-Wilhelm-Frank-Kolloquiums“ entstand.
Eine 1277 ausgestellte Urkunde von König Rudolf I. von Habsburg, ein Hirtenstab von Kaiser Karl I. und Erinnerungen an Kaiserin Maria Theresia und Marie Louise: Stift Lilienfeld bewahrt zahlreiche Zeugnisse der Habsburger. Seit Ende 2024 ist das niederösterreichische Zisterzienserstift Station der Kulturroute „Via Habsburg“. Eine Spezialführung der Reihe „Stiftsgeheimnisse“ widmete sich am 11. August 2026 den Spuren des Herrscherhauses, an der sich auch mehrere Nachfahren von Kaiser Karl und Kaiserin Zita beteiligten.
Der kanadische Bassbariton Philippe Sly griff in der Vorbereitung auf die Titelrolle in Olivier Messiaens Oper Saint François d'Assise im Rahmen der Salzburger Festspiele auf ungewöhnliche Methoden zurück: Er zog für zweieinhalb Monate ins Salzburger Kapuzinerkloster. Ihre Premiere feierte die Neuinszenierung am 4. August 2026.
Mittelalterliche Handschriften sind weit mehr als Träger alter Texte. Farbenprächtige Initialen, feine Federzeichnungen und kunstvolle Ornamente geben Aufschluss darüber, wo ein Buch entstanden ist. Das Forschungsprojekt PeuAFleu im Stift Klosterneuburg nützt künstliche Intelligenz, um diese Spuren zu entschlüsseln – und eröffnet damit neue Möglichkeiten, schwer erkennbare Verbindungen zwischen Büchern, Künstlern, Werkstätten und historischen Institutionen sichtbar zu machen.
Etwas von der „LebensKunst“ des Heiligen Franz von Assisi täte auch der heutigen Gesellschaft gut. Das hat Reinhard Gratz, Kurator der Ausstellung „LebensKunst. 800 Jahre Franz von Assisi“, die aktuell im Dommuseum Salzburg zu sehen ist, im Interview mit dem „Sonntagsblatt für Steiermark“ erklärt.
Das Benediktinerstift Kremsmünster sucht eine engagierte und fachlich qualifizierte Person für die Bibliothek und das Stiftsarchiv von min. 20 Wochenstunden.
Nach 65 Jahren verstummen die Stimmen der Altenburger Sängerknaben. Nachdem der traditionsreiche Knabenchor bereits mit Schulschluss 2026 seinen Betrieb eingestellt hatte, wurde nun auch der Verein „Freunde der Altenburger Sängerknaben“ im Rahmen seiner Generalversammlung aufgelöst.
Die im burgenländischen Seewinkel gelegene zweitürmige Basilika Frauenkirchen, auch „Kirche Unserer Lieben Frau“, ist Schauplatz einer Ausstellung, die sich der Geschichte der Wallfahrt, der Basilika und den Franziskanern widmet. Der Titel der Ausstellung, „Bollwerk des Glaubens“, verweist auf die wechselvolle Geschichte der Kirche, die zweimal zerstört und von Grund auf wieder neu errichtet wurde.
Das steirische Benediktinerstift Admont nimmt mit zwei Kommunikationsprojekten beim „PR-Panther“ teil. Der von der WKO Steiermark vergebene Landespreis zeichnet in verschiedenen Kategorien herausragende steirische Kommunikationsprojekte und Kampagnen aus und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen der Branche.
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan (Kärnten) entstand die Festschrift „Chroniken eines Werks christlicher Nächstenliebe“. Sie dokumentiert die Entwicklung des Hauses von seiner Gründung im Jahr 1876 bis in die Gegenwart und verbindet historische Fakten mit persönlichen Geschichten und Zeitzeugnissen.
Frater Norbertus Boccius war fürstlicher Leibarzt, Lehrer, Prior und Provinzial. Bekannt ist der Barmherzige Bruder aber bis heute – 220 Jahre nach seinem Tod – durch zwei botanische Werke.
Nach einer fünfjährigen Projektphase von der ersten Beratung bis zur finalen Umsetzung feierten die Karmeliten in Wien Döbling am 4. Juli 2026 die feierliche Eröffnung ihres neuen Ausstellungs- und Depotraums für die Kunstgüter des Ordens. Das Großprojekt sichert wertvolle sakrale Schätze und macht sie zugleich für die Forschung und Öffentlichkeit zugänglich.
Unmittelbar vor seinem 100. Geburtstag fand am 10. und 11. Juli im Stift Kremsmünster ein zweitägiges Kolloquium mit Br. David Steindl-Rast statt. Höhepunkte waren ein Gespräch des Benediktinermönchs mit dem Wiener Moraltheologen, Mediziner und Pharmazeuten Prof. Matthias Beck, eine Diskussionsrunde, an der u.a. Dr. Wolfgang Schüssel und Abt Bernhard Eckerstorfer teilnahmen, und die abschließende Festmesse unter der Leitung des Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl.
Die Zentralbibliothek der Minoriten und ihr Archiv in Wien verfügen über einen außergewöhnlich umfangreichen historischen Buchbestand. Die ältesten Handschriften stammen aus der Zeit um 1300! Um Schäden, die über die Jahrhunderte entstanden sind, zu beseitigen, ging der Orden eine Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste ein. Studierende konnten so ihr theoretisches Wissen an Originalbeständen der Zentralbibliothek und des Archivs in die Praxis umsetzen.
Mit einem Dankesfest in der Romanischen Kapelle des Wiener Schottenstifts feierte das Institut Österreichischer Orden (IÖO) am Freitag, 10. Juli 2026, sein zehnjähriges Bestehen. Was vor einem Jahrzehnt aus der Notwendigkeit entstand, die Zukunft der Ordenswerke nachhaltig abzusichern, hat sich zu einem europaweit – wahrscheinlich sogar weltweit – einzigartigen Kooperationsmodell entwickelt.
Viele der österreichischen Pilgerwege führen zu Ordensgemeinschaften oder folgen den Lebensspuren großer Heiliger. Das neue Portal „pilgern.at“ macht diese geistlichen Wege erstmals auf einer gemeinsamen Plattform sichtbar und lädt dazu ein, Österreich als Land der Orden und des Pilgerns neu zu entdecken.