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23. Dezember 2025

Neue Erkenntnisse zum Göttweiger Heiligenkalender

Seit fast 300 Jahren zählt der sogenannte Göttweiger Email- oder Heiligenkalender zu den bekanntesten und bedeutendsten Objekten der Kunstsammlungen im Stift Göttweig. Ein Blick ins Stiftsarchiv ermöglicht neue Erkenntnisse.

Der Göttweiger Heiligenkalender in der Sonderausstellung 2025.

Der Göttweiger Heiligenkalender in der Sonderausstellung 2025. (c) Bernhard Rameder

 

Der Kalender war bereits 1983 eines der Spitzenstücke der damaligen Ausstellung zum 900jährigen Stiftsjubiläum. Auch heuer ist der Kalender in der laufenden Sonderausstellung zum Heiligen Jahr 2025 mit dem Titel „Heilige Zeiten – Heilige Vielfalt: Göttweiger Heiligenverehrung seit mehr als 900 Jahren“ im Museum im Kaisertrakt zu sehen.

 

Es handelt sich beim Göttweiger Heiligenkalender um sechs in Buchform montierte und mit Nussholz furnierte Holztafeln (60 x 32 cm), die auf zwölf Monatsseiten sämtliche Tagesheilige des Kirchenjahres enthalten. Die Heiligen sind in Form von kleinen Emailmedaillons als Halbfiguren dargestellt. Diese hochovalen Medaillons (jeweils ca. 3,1 x 2,6 cm) sind in vergoldeten Blechrahmen auf einem rötlichen Seidenuntergrund montiert. Heute fehlen von den ursprünglichen 365 Emaildarstellungen fünf Stück.

 

Typische Göttweiger Heilige fehlen

Der Kalender wurde vermutlich nicht explizit für das Stift Göttweig produziert. So fehlen etwa typische Göttweiger Heilige, wie der Klostergründer Altmann von Passau. Als Vorlage für die einzelnen Heiligendarstellungen dienten dem ausführenden Künstler Druckgrafiken.

 

Das Göttweiger Naturalien- und Kunstkabinett, Kupferstich 1744.

Das Göttweiger Naturalien- und Kunstkabinett, Kupferstich 1744. (c) Stift Göttweig

 

Bei der Datierung kann ein Blick ins Göttweiger Stiftsarchiv helfen. Die dort erhaltenen Abrechnungen des Stiftstischlers Johann Heinrich Holdermann (1697 – 1739) für die Jahre 1730 und 1731 zeigen, dass der Tischler im direkten Auftrag des Abtes Gottfried Bessel die hölzernen Teile des Kalenders anfertigte. Die einzelnen Emailminiaturen wurden zuvor vermutlich in losem Zustand angekauft und in Göttweig anschließend in das hölzerne Buch montiert.

 

Unterschiedliche Ansichten zum Zweck

Zum Zweck des Heiligenkalenders gibt es unterschiedliche Ansichten. In der Vergangenheit wurde in der Forschung davon ausgegangen, dass der Kalender auch für die tägliche Liturgie verwendet wurde. Die Stiftsinventare des 18. und 19. Jahrhunderts zeigen aber, dass der Kalender immer im Naturalien- und Kunstkabinett als eines der wertvollsten Stücke dieser Sammlung aufbewahrt und auch immer wieder Gästen gezeigt wurde. Zudem wurden bei einigen Monaten Heiligendarstellungen irrtümlich vertauscht montiert. Wäre der Kalender im liturgischen Gebrauch gestanden, hätte man diese Fehler wohl bald korrigiert.

 

Der Email- oder Heiligenkalender zählt zu den Spitzenstücken der Göttweiger Kunstsammlungen und ist zudem als Heiligenkalender in dieser Form ein Unikat.

 

Neuer Beitrag zum Göttweiger Heiligenkalender

Im Dezember 2025 erscheint ein aktueller Beitrag von Bernhard Rameder zum Göttweiger Heiligenkalender in der Zeitschrift „Hippolytus Neue Folge St. Pöltner Hefte zur Diözesankunde“. Die Zeitschrift kann über das Diözesanarchiv St. Pölten bezogen werden: https://www.dasp.at/produkt-kategorie/hippolytus/

 

Quelle: Bernhard Rameder/Stift Göttweig

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Weiterlesen:

Website des Stifts Göttweig

Stift Göttweig (Ordens-Wiki)

 

[teresa bruckner]


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