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09. Januar 2026

800 Jahre Dominikaner in Wien – Eine persönliche Annäherung an das Jubiläumsjahr 2026

Die älteste urkundliche Erwähnung des Wiener Dominikanerklosters ist datiert auf das Jahr 1226. Daher wird im Jahr 2026 der 800. Geburtstag des Klosters S. Maria Rotunda gefeiert. Es ist bekanntermaßen das weltweit am drittlängsten durchgehend von den Dominikanern bewohnte Kloster. Nur Krakau (1222) und Dubrovnik (1225) haben noch mehr Jahre in ihrer Chronik stehen. Wie ist es so, an einem Ort zu leben, an dem die Predigerbrüder seit Jahrhunderten durchgängig präsent sind? Prior P. Markus Langer gibt für „kontakt“ einen persönlichen Einblick in das Leben hinter den jahrhundertealten Mauern. Den Text dürfen wir hier übernehmen. 

Initiale aus dem sogenannten Heuner-Missale (angefertigt 1476/1477), die den Ordensgründer der Dominikaner wahrscheinlich vor der alten gotischen Wiener Dominikanerkirche darstellt.

Initiale aus dem sogenannten Heuner-Missale (angefertigt 1476/1477), die den Ordensgründer der Dominikaner wahrscheinlich vor der alten gotischen Wiener Dominikanerkirche darstellt. (c) Dominikanerkonvent Wien

 

Nun, im Alltag spielt die bereits Jahrhunderte währende Präsenz der Dominikaner an diesem Ort eigentlich kaum eine Rolle. Die pastorale Arbeit läuft, egal, wie alt die ausgetretenen Stufen sind. Und auch das Kommunitätsleben, das Studieren, das gemeinsame und private Beten ist zunächst einmal nicht abhängig vom Alter der Steine, die uns umgeben. Einerseits. Andererseits aber sind da auch diese gewissen Impulse, die uns die Architektur der Jahrhunderte mitgibt – manchmal inspirierend, manchmal irritierend.

 

Großzügig: herrlich weite Räume

 

Inspirierend: Ja, es ist schön in Räumen leben zu dürfen, die bereits über Jahrhunderte von Mitbrüdern bewohnt und belebt werden. Manchmal denke ich mir zum Beispiel, was wohl alles in unseren großen Gängen geschehen sein mag, in früheren Jahrhunderten, als noch mehr Brüder unsere Mauern ihr Zuhause nannten. Manchmal sind diese Gänge vielleicht auch für handwerkliche Arbeiten genutzt worden. Vielleicht so, wie wir es während der Renovierung des Innenhofes von 2023 bis 2024 erlebt haben. Da hobelte und bohrte im großen Kreuzgang und in den langen Fluren zeitweise eine ganze Schar von Handwerkern an unseren alten, zum Teil barocken, Fensterrahmen. Ja, wir reihen uns sozusagen ein in eine lange Schlange von Brüdern, die tagtäglich von ihren Zimmern in die Kirche gepilgert sind. Das imposante Totenbuch des Konventes, das bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, erinnert an die Hunderte von Brüdern, die hier gebetet, studiert, gepredigt, beraten, geistlich begleitet, Sakramente gespendet und sonst wie gearbeitet haben. Sie haben uns herrlich weite Räume hinterlassen, die uns Luft und Raum geben. Großzügig. Konzipiert hin auf ein gemeinschaftliches klösterliches Leben. Das ist oft sehr angenehm. Auch ermöglicht es uns, in einem gewissen Maß gastfreundlich zu sein.

 

Aber auch: eine ständige Aufgabe

Andererseits aber sind uns diese Räume, die im Laufe der Jahrhunderte gewachsen sind – im Kloster wie in der Kirche – auch eine ständige Aufgabe. Nicht wenige Überlegungen, Zeit und Geld fließen in den Erhalt der Gebäude und Anlagen. Können wir unser Gebäude besser dämmen? Können wir Photovoltaik nutzen? Können wir die Kirche endlich barrierefrei machen? Müssen wir vorsorgen, dass keine Mauer einstürzt? Wo kommt der heruntergefallene Dachziegel her? Wie verfahren wir mit dieser und jener kunsthistorischen Rarität? Und, und, und.

 

P. Markus Langer ist seit 2024 Prior der Wiener Dominikaner. Er gibt einen persönlichen Einblick in das Leben hinter den jahrhundertealten Mauern.

P. Markus Langer ist seit 2024 Prior der Wiener Dominikaner. Er gibt einen persönlichen Einblick in das Leben hinter den jahrhundertealten Mauern. (c) Dominikanerkonvent Wien

 

Festwochenende und Briefmarke mit Initiale

Im Jubiläumsjahr 2026 wird es verschiedene Veranstaltungen geben, die den ehrwürdigen Geburtstag ein wenig herausheben wollen. Manche Veranstaltung, die allemal standfinden würde, wird in das Licht des Jubiläums getaucht sein. Doch als Höhepunkt ist geplant ein Festwochenende vom 12. bis zum 14. Juni 2026.

 

Die Österreichische Post wird zu diesem Datum eine Briefmarke veröffentlichen, auf der unser Ordensgründer vor dem Hintergrund einer Darstellung der alten gotischen Wiener Dominikanerkirche steht. Von dieser früheren gotischen Kirche, die im 15. Jhd. die zweitgrößte Kirche Wiens war, gibt es nur sehr wenige künstlerische Abbildungen. Unsere heutige frühbarocke Kirche markiert mit ihrem Weihedatum 1634 ja nur die zweite Hälfte unserer Geschichte. Und so verweist die abgebildete gotische Kirche auf die ersten vierhundert Jahre. Die Darstellung zeigt eine Initiale, die dem sogenannten Heuner-Missale entnommen ist. Das Heuner-Missale ist ein Messbuch, das 1476/1477 extra für unser Kloster angefertigt wurde und sich in unserer Handschriftenbibliothek befindet. In diesem kleinen Kunstwerk ist sehr wahrscheinlich der Hochchor unserer gotischen Dominikanerkirche dargestellt; mit Stadtmauer davor und linkerhand das Stubentor. Diese gotische Kirche gibt es nun schon lange nicht mehr. Doch der Geist des Heiligen Dominikus weht weiter durch die Zeit. Auch heute.

 

P. Markus Langer

P. Markus Langer, geboren und aufgewachsen in Bremen, lebt seit 2019 im Wiener Dominikanerkonvent S. Maria Rotunda, dem er seit April 2024 als Prior vorsteht.

 

Die Wiener Dominikaner laden herzlich ein, das Jubiläumsjahr mit ihnen zu feiern. Die verschiedenen Veranstaltungen werden auf der Website des Klosters angekündigt.

 

Quelle: kontakt. Freundesgabe der Dominikaner in Deutschland und Österreich, Nr. 53 (2025/26). Dominikanerprovinz des Hl. Albert in Deutschland und Österreich (Hg.)

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Weiterlesen:

Website der Wiener Dominikaner

Dominikaner (Ordens-Wiki)

Dominikaner starten neuen Beta-Glaubenskurs

 

[teresa bruckner]


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