Mit der vorliegenden Handreichung wollen die Autoren dazu beitragen, dass die Vorgaben der Richtlinien unter Berücksichtigung der Erkenntnisse des II. vatikanischen Symposiums zur Ordensvermögensverwaltung im November 2016 in den Ordensgemeinschaften und ihren Werken in Österreich und Deutschland umgesetzt werden können.
Der Beginn des neuen Arbeitsjahres ist immer auch eine reiche Tagungszeit. Auch heuer haben die österreichischen Klöster und Orden wieder interessante Fachtagungen zu Geschichte, Kultur- und Kunstgeschichte - und darüber hinaus - anzubieten.
Am 15. und 16. Oktober 2017 gedenkt man im Zisterzienserstift Schlierbach des Abtes Alois Wiesinger und seines 100. Geburtstags. Thema einer kleinen Tagung ist Wiesingers Herzensanliegen, die Mission. Es werden Vorträge über Abt Wiesinger und die Missionsidee im Zisterzienserorden zu hören sein. Der Generalsekretär der Superiorenkonferenz, P. Franz Helm (Steyler Missionare) spricht über ""Mission 100 Jahre nach Wiesinger"".
Am 17. und 18. Oktober 2017 setzt man sich im Stift Heiligenkreuz mit Religiöser Volkskunde der österreichischen Prälatenklöster in der Frühen Neuzeit auseinander. Der Stiftsarchivar P. Alkuin Schachenmayr wird einen Vortrag über ""Semidramatisches in barocken Prälatenklöstern: Visitatorenempfang, Fußwaschung, Lateinunterricht"" halten. Weitere Themen sind Stadthöfe, Wallfahrten, repräsentative Klosteransichten und Zisterzienser als Gelehrte in der Res publica litteraria.
Am 21. Oktober lädt der Hospitalorden vom Hl. Johannes von Gott, besser bekannt als die Barmherzigen Brüder zu einer kleinen, aber dichten Tagung über die Geschichte ihres Ordens in Österreich und den habsburgischen Kronländern. und zwar am 21.10.2017 in Linz, im Krankenhaus & Konvent der Barmherzigen Brüder. Mit Vorträgen zur Geschichte der Ordensklöster in Graz und Linz (Dozent Mag. Dr. Carlos Watzka, Universität Graz), das kulturhistorische Erbe des Ordensklosters in Feldsberg (Mag. Petr Arijcuk, Denkmalschutzamt Josefov), die Ordensapotheken und die staatlichen Rechtsnormen (Mag. Ladislav Svatoš, Pharmazeutisches Museum Kuks), das kulturhistorische Erbe der Klöster der Barmherzigen Brüder in Wien und Graz (MMag. Dr. Mónika Lipp, Kulturministerium Budapest), die Krankenprotokolle der Klöster in Feldsberg, Graz und Linz (Mag. Dr. Petr Jelínek, Wien), das kulturhistorische Erbe des Ordensklosters in Linz (Mag. Beate Dandler, Schärding) und anderes.
Der Deutsche Orden lädt am 26. und 27. Oktober 2017 zu einer Tagung mit dem Thema Musik an geistlichen Höfen in der Frühen Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung des Deutschen Ordens. Getagt wird im Deutschordenshaus in der Wiener Singerstraße. Zu hören sind Vorträge zur Musikgeschichte des Deutschen Ordens und des Stiftes Melk. Die musikwissenschaftlichen Beiträge sind eingebunden in Darstellungen der geistlichen Höfe vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Am Ende der Tagung bietet P. Frank Bayard OT eine Führung durch das bedeutende Zenralarchiv des Deutschen Ordens an.
mit beiliegendem Programm laden wir Sie herzlich zur wissenschaftlichen Fachtagung des Arbeitsksreises Ordensgeschichte 19./ 20. Jahrhundert vom 2. – 4. Februar 2018 nach Vallendar ein.
Ein paar Einblicke in das wunderschöne Stift Herzogenburg, kurz vor Beginn der Jahrestagung der kirchlichen Bibliotheken Österreichs am 22. Mai 2017. Ein Film von Helga Penz.
ArchivarInnen sind nicht nur Spezialisten der Vergangenheit, sie sind vor allem ZukunftsarbeiterInnen: Sie kümmern sich darum, dass von unseren heutigen Erfahrungen und Entscheidungen auch zukünftige Generationen wissen und profitieren können. Wie wichtig das ist, aber auch mit welchen großen Herausforderungen verbunden, darüber sprachen die kirchlichen ArchivarInnen Österreichs bei ihrer Jahrestagung von 12. bis 14. Juni 2017 in Innsbruck - vor der herrlichen Bergkulisse Tirols.
Es war eine gemeinsame Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Diözesanarchive und der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive. Gastgeber war die Diözese Innsbruck und Diözesanarchivar Martin Kapferer hat das Treffen der rund 40 ArchivarInnen hervorragend und liebevoll vorbereitet. Insbesondere die Exkursion nach Hall in Tirol mit Besuchen im Stadtarchiv Hall, einem der ältesten und größten Kommunalarchive Österreichs, im ehemaligen Damenstift Hall und bei den Salesianerinnen in Thurnfeld war sehr eindrucksvoll. Die Vorträge und Workshops gaben viele interessante Impulse für die Arbeit in den Archiven, es wurde viel und angeregt diskutiert. Einige Vorträge, darunter von Martin Kapferer über die Innsbrucker Diözesangeschichte, von Miriam Trojer über die Auswirkungen von Klosteraufhebungen auf die Archive und von Eva Pflanzelter über Oral history wird man im Herbst in den Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden nachlesen können.
Eines der ältesten Frauenklöster Wiens feiert sein 300-jähriges Jubiläum. Am 13. Mai 1717 fand die Grundsteinlegung für die großzügige Klosteranlage statt. Gestiftet wurde das Kloster von Kaiserin Amalia Wilhelmina, Gemahlin Kaiser Josephs I. Das Jubiläumsbuch würdigt die reiche Geschichte und das kostbare kulturelle Erbe der Wiener Salesianerinnen.
Johannes Staupitz war Generaloberer der Augustiner Eremiten, als Martin Luther dort Mönch wurde. Staupitz wurde zu Luthers Lehrer, Beichtvater und väterlichem Freund - und blieb es bis zum Ende seines Lebens, das er als Abt der Benediktinerabtei St. Peter in Salzburg beschloss. Aus Anlass des Jubiläums 500 Jahre Reformation widmete sich eine Fachtagung in der Erzabtei St. Peter der Person von Johannes Staupitz.
Am internationalen Tag des Buches, dem 23. April, präsentierte das Provinzarchiv der Jesuiten sein jüngstes Projekt: die Do-it-yourself-Bücherrestaurierung. Über 7.000 Bücher aus dem 16.-18. Jahrhundert bewahrt die Archivbibliothek des Jesuitenarchivs, viele davon von Jesuiten aus der Alten Gesellschaft geschrieben, als die Österreichische Provinz von Passau bis Rumänien und von Nordböhmen bis an die Adria reichte. Die wertvollsten dieser Bände, wie die handgeschriebene Historia domus des Wiener Profeßhauses, die die ersten hundert Jahre der Hauschronik und die Geschichte der Jesuiten seit ihrer Ankunft in Wien ab 1550 verzeichnet, wurden in den letzten Jahren bereits fachmännisch und aufwändig restauriert. Die überwältigende Mehrheit der alten Bücher aber ist weniger auserlesen und dennoch reparaturbedürftig: Ausgerissene Lagen, lose Buchrücken, hängende Buchblöcke, abgestoßene Kanten, sich zersetzendes Leder und Schimmelbefall schaffen unübersehbar Handlungsbedarf. Mit professioneller Unterstützung ist es jedoch möglich, Schäden wie diese auch kostengünstig in Eigenregie zu beheben: In jeweils dreitägigen Workshops stellt dabei Frau Mag. Ilse Mühlbacher, eine langjährige Mitarbeiterin des Instituts für Restaurierung der Österreichischen Nationalbibliothek, nicht nur ihr reiches Wissen sondern auch den benötigten Fundus an Werkmaterial, Papieren und Klebstoffen zur Verfügung. Großformatige Gerätschaften einer Buchbinderwerkstatt wie Spindelpressen und Papierschneidemaschinen sind im gastgebenden Wiener Papieratelier Papierwespe vorhanden. Mitzubringen sind außer beschädigten Büchern nur ein wenig handwerkliches Geschick und die eigene Arbeitskraft. Ein wenig Liebhaberei scheint dabei freilich nicht zu schaden. Die ersten Bücher der Archivbibliothek sind so bereits wieder Instand gesetzt worden, langfristig soll der gesamte Buchbestand auf diese Art und Weise erhalten und für die Zukunft bewahrt werden.
Frau Mühlbacher gibt regelmäßig Kurse zur Buchrestaurierung in Stift Schlierbach, in Stift Geras und in Papierwespe-Werkstatt für Buch- und Papierkünstlerinnen. Auf Anfrage bietet sie auch Kurse in ihrer eigenen Werkstatt an.""
Bericht von Dr. Martina Lehner, Provinzarchivarin der Gesellschaft Jesu