07. Juli 2012

Zwei Hefte der Ordensnachrichten zum Thema Ordensarchive

Im Rahmen der Herbsttagung der Orden 2005 fand am 22. November dieses Jahres die 1. Informationstagung der „ARGE Ordensarchive“ statt. In diesem Zusammenhang wurde ein eigenes Themenheft der Ordensnachrichten zum Thema „Tradition konkret – Österreichs Ordensarchive“ (Ordensnachrichten 2/2006) gestaltet.

Im Jahr 2009 fand anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Superiorenkonferenz“ die erste gemeinsame Tagung der „ARGE Ordensarchive Österreichs“ statt. Die Vorträge der Fachtagung von 27. bis 30. April 2009 im Kardinal-König-Haus in Wien wurden im Jubiläumsheft der Ordensnachrichten (Ordensnachrichten 5+6/2009) publiziert.

10. Mai 2012

Jahrestagung der Ordensarchive 2012

Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ordensarchive (AGOA) und die ARGE Ordensarchive Österreichs veranstalteten von 16. – 18. April 2012 ihre zweite gemeinsame Jahrestagung in Freising. Im Rahmen der Tagung erfolgte auch die Neuwahl des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Ordensarchive, dazu mehr hier.

Das Tagungsprogramm bot folgende Vorträge:
Margit Ksoll-Marcon,  Generaldirektorin der Staatlichen Archive Bayerns: „Das Archivwesen in Bayern – Herausforderungen und Zukunftsperspektiven.""
Helga Penz, Referat für die Kulturgüter der Orden: „Internationale Erschließungsstandards“.
Heinz Dopsch, emeritierter Professor für Vergleichende Landesgeschichte der Universität Salzburg: „Salzburg als Metropole der Kirchenprovinz Bayern.“
Annemarie Fenzl, Diözesanarchiv Wien: „Die Konzilsakten von Kardinal Franz König.“
Guido Treffler, Erzbischöfliches Archiv München: „Die Konzilsakten von Kardinal Julius Döpfner.“
Peter Pfister, Archiv und Bibliothek des Erzbistums Freising und München: „Schimmelschock in der Freisinger Dombibliothek.“
Gerhard Fürmetz, Referat Bestandserhaltung im Bayerisches Hauptstaatsarchiv: „Schadensbilder im Archiv: Erkennen, Bewerten, Maßnahmen.“
Einen ausführlichen Bericht über die Tagung finden Sie auf der Website der AGOA.
Den Vortrag von Helga Penz können Sie hier herunterladen.

20. April 2012

Neuer Vorstand der ARGE Ordensarchive 2012

Am 18. April 2012 erfolgte im Rahmen der Jahrestagung der Ordensarchive in Freising die Neuwahl des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Ordensarchive. Diesem gehören nunmehr als gewählte Mitglieder an:  P. Dr. Peter van Meijl (Provinzarchiv der Salvatorianer, Wien), Sr. Illuminata Blümelhuber (Provinzarchiv der Kreuzschwestern, Wels), Dr. Christoph Stöttinger (Stiftsarchiv Lambach), Dr. Gerald Hirtner (Archiv der Erzabtei St. Peter). Zur Kooptierung bereit erklärt hat sich erneut Frau Dr. Christine Schneider, Historikerin.

Nach zwei Amtsperioden im Vorstand verabschieden wir uns von Sr. Dr. Christine Öhlinger (Provinzarchiv des Sacré Coeur, Bregenz), der wir ein unermüdliches Mitwirken zu verdanken haben, das uns Achtung und Respekt abgerungen hat, ein immer wieder neues Nachgehen und Vorantreiben, dem wir viele Fortschritte in der Teamarbeit schulden, und eine große und tiefe Begeisterung für das Anliegen der Ordensarchive, die uns inspiriert hat. Liebe Sr. Christl – ein herzliches Dankeschön!

11. April 2012

P. Benedikt Wagner (1929–2012)

Am 6. April 2012 wurde P. Dr. Benedikt Wagner, seit 1969 Archivar des niederösterreichischen Benediktinerstiftes Seitenstetten, mit 83 Jahren abberufen. Mit ihm verliert die Archiv- und Forschungswelt eine markante Persönlichkeit.
P. Benedikt Wagner (Taufname: Franz) erblickte am 17. März 1929 in Sonntagberg, Bezirk Amstetten, auf dem Hof in der „Kleinen Wolföd“ das Licht der Welt. Schon in jungen Jahren kam er in Kontakt mit dem Superior der Wallfahrtskirche am Sonntagberg P. Bonifaz Hoinigg. P. Bonifaz gab auch den Anstoß, den schon 16jährigen, kränkelnden jungen Mann zum Studium in das Stift Seitenstetten zu senden, wo er 1951 maturierte. Der junge Sonntagberger trat im gleichen Jahr in das Stift ein und erhielt den Namen des Ordensgründers Benedikt von Nursia.
Der begabte junge P. Benedikt Wagner wurde zum Studium an die Universität Salzburg entsandt, wo er Theologie und Philosophie belegte. 1957 empfing er in Seitenstetten die Priesterweihe und übernahm die Stiftspfarre Aschbach ein Jahr als Kaplan, bevor P. Benedikt vom Stift an die Universität Wien entsandt wurde um Latein und Griechisch für das Lehramt zu studieren. In den Jahren 1962/63 amtierte der junge Geistliche auch aushilfsweise als Präfekt der Juvenisten. Im folgenden Jahr verfasste P. Benedikt seine erste große wissenschaftliche Arbeit, eine in Latein gehaltene Abhandlung über die Wallfahrtskirche am Sonntagberg – Ziel war die Erhebung zur „basilica minor“, was auch im Jahre 1964 gelang. Im Jahr 1965 arbeitete er als Aushilfe auf dem Sonntagberg und trat im gleichen Jahr in das Lehrerkollegium des Stiftes ein (Lehramtsprüfung 1968). Im gleichen Jahr reichte P. Benedikt seine Dissertation ein (Thema: „Isokrates und der Mythos“) und promovierte zum Dr. phil.
Ab dem Jahr 1969 begann P. Benedikt sich intensiv um die Geschichte seines Hauses und der Heimatkunde des nö. Mostviertels zu kümmern. In seine Aufgabenbereiche  fielen neben der Seelsorge die Leitung des Stiftsgymnasiums, das Archiv und auch die Stiftsbibliothek. Zahlreiche Publikationen belegen den enormen Fleiß P. Benedikts u.a. die erstmals 1980 herausgegebene Geschichte des Stiftes „Seitenstetten – Udalschalks Erbe im Wandel der Zeit“. Daneben bearbeitete er viele Urkunden seines Hauses und schrieb dazu die Regesten.
Mit 65 Jahren nahm P. Benedikt Wagner Abschied vom Schuldienst, doch ging seine Forschertätigkeit daneben unermüdlich weiter. Im Jahre 2003 erfuhr er von seinem Krebsleiden, das ihm seine Arbeit immer mehr erschwerte und ihn sichtlich zeichnete. Am 6. April dieses Jahres wurde er endgültig von dieser Welt abberufen. Am 13. April 2012 geleiteten ihn seine Brüder, Kollegen und viele Trauernde in Seitenstetten zur ewigen Ruhe.
In Erinnerung wird P. Benedikt Wagner der Fachwelt als fleißiger, energischer, hochprofessioneller und sehr genauer Forscher und Archivar bleiben. Sein wissenschaftliches Werk prägte die Geschichtsforschung des westlichen Niederösterreichs entscheidend, das von ihm betreute Stiftsarchiv in Seitenstetten gibt davon beredtes Zeugnis.

Nachruf von Martin Prieschl

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02. April 2012

Urkundenfund im Schottenstift

Im Archiv des Schottenstiftes wurde Ende 2011 eine Originalurkunde Kaiser Friedrichs II. (1212–1250) gefunden. Es handelt sich dabei um ein Stück, das 1889 in Paris versteigert wurde und dessen Verbleib seitdem unbekannt war. Die äußere Form der Urkunde ist recht schlicht und entspricht der einfachen Ausfertigung der staufischen Diplome.

05. Dezember 2011

Herbsttagung 2011: Bestandserhaltung

Im Rahmen der alljährlichen Herbsttagung des österreichischen Ordensgemeinschaften fand am 23. November 2011 die Informationstagung des Referats für die Kulturgüter der Orden statt, an der rund 50 Ordensleute bzw. ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilgenommen haben. Die Stimmung war sehr gut, die Diskussion sehr lebhaft.

Thema war die Handhabung und Pflege von Kulturgut in Archiven, Bibliotheken und Sammlungen.

Ilse Entlesberger, Restauratorin im Niederösterreichischen Landesarchiv, referierte über die richtige Archiveinrichtung, Lagerung und Verpackung von Archivalien.

Susanne Fröhlich aus dem Österreichischen Staatsarchiv behandelte in ihrem Vortrag das Projekt der digitalien Langzeitarchivierung.

Die Mitarbeiter von P. Peter van Meijl, Provinzarchiver der Salvatorianer, Doris Fries und Robert Passini, berichteten über die Inventarisierung und Identifizierung von Fotos von Ordensleuten.

Eva Voglhuber vom Kunstreferat der Diözese Linz gab praktische Hinweise zur richtigen Aufbewahrung und Pflege von Bildern, Statuen, Paramenten und liturgischem Gerät. Zu diesem Thema wird sie ausführlicher auch beim Seminar ""Einführung in die Sammlungspflege"" am 22-23. März 2012 in Linz sprechen.

Anton Knoll von der Österreichischen Nationalbibliothek behandelte das Thema ""Bücher im Gebrauch - Bibliotheksbestand fit machen für die Benützung.""

 

 

14. Februar 2011

Rechtsfragen zu beweglichen Denkmalen

Am 22. November 2010 hat Univ. Prof. Dr. Wolfang Wieshaider vom Institut für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht im Rahmen der Herbsttagung der Ordensgemeinschaften einen Vortrag über die Bestimmungen des Denkmalschutzes betreffend die Kulturgüter, also die „beweglichen Dankmale“,  gehalten und dabei Fragen der Veränderungen von Kulturgütern durch Restaurierungen, rechtliche Aspekte von Transporten und Verlagerungen sowie von Eigentümerwechseln erläutert. Der Vortrag ist eine nützliche Interpretationshilfe zu den Bestimmungen des Österreichischen Denkmalschutzgesetzes.
Der Vortrag ist in den „Ordensnachrichten“ 1/2011, S. 35-41 erschienen.