06. Dezember 2018

Gedächtnis der Provinz

In der Ausgabe des Magazins der Don Bosco Schwestern „Mariam. Von Frau zu Frau“ (6/2018) ist ein Beitrag über das Archiv der deutschsprachigen Provinz der Don Bosco Schwestern in München erschienen.

03. Dezember 2018

Biologische Schädlingsbekämpfung

Im Archiv der Erzdiözese Salzburg fand von 30. Jänner bis 1. Februar 2019 ein Workshop über Schädlingsbekämpfung in Museen, Bibliotheken oder Depoträumen statt. Angeboten wurde der Kurs von Pascal Querner, der eine biologische Art der Schädlingsbekämpfung in Kultureinrichtungen vorstellte, die ohne den Einsatz von Pestiziden auskommt. Er nennt sie ""Integrierte Schädlingsbekämpfung"" (im Englischen: Integrated Pest Management oder kurz IPM). Bei der Integrierten Schädlingsbekämpfung setzt man auf Prävention (dichte Gebäudehülle, reguliertes Klima, Reinigung und Quarantäne), Monitoring (regelmäßige Kontrolle zur frühzeitigen Erkennung eines Befalls, Lokalisierung von Eintrittsstelle oder Befallsherd) und alternative Bekämpfungsmaßnahmen. Querner hat unter anderem auch bei der Bekämpfung des Schädlingsbefalls in der Stiftsbiblikothek Admont mitgearbeitet.

Beim Kurs in Salzburg lernten die TeilnehmerInnen, Schadbilder zur erkennen, Schädlinge zu bestimmen, vorbeugende Maßnahmen zu treffen und Schädlingsbefall wirksam zu bekämpfen. Nähere Informationen gibt es im Informationsfolder:

14. November 2018

Erschließungsprojekt im Archiv der Kapuziner Wien

Mein Name ist Iris Forster und seit Anfang Oktober darf ich für ein Jahr das Kapuzinerarchiv in Wien betreuen.
Begonnen habe ich 2010 mit meinem Bachelorstudium der Geschichte an der Universität Innsbruck, welches ich 2013 abgeschlossen habe. Während meiner Studienzeit durfte ich im Rahmen eines Praktikums im Stadtarchiv Hall und im Ferdinandeum in Innsbruck erste Erfahrungen im Bereich der Archivtätigkeit machen. Durch diese Praktika festigte sich mein Berufswunsch, Archivarin zu werden, weshalb ich von 2013 bis 2017 den Masterstudiengang der Archivwissenschaften am Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien absolvierte. Während des Masterstudiums habe ich ein Praktikum im Provinzarchiv der Kapuziner Österreich-Südtirol in Innsbruck und im Archiv des Schottenstiftes Wien gemacht und begann mich auf die Arbeit als Archivarin im klerikalen Bereich zu fokussieren.
Die Aufgabe bei den Kapuzinern in Wien ist für mich eine große und freudige Herausforderung. In erster Linie werde ich das historische Provinzarchiv (1604-1921) erschließen und durch die Archivdatenbank archivispro ein elektronisches Findbuch erstellen. Das Archiv ist insofern erschlossen, als dass für jedes einzelne Blatt der ehemaligen Österreich-Ungarischen Kapuzinerprovinz ein Eintrag in einem Findbuch besteht. Leider ist die Ordnung chronologisch, sodass man nicht nach Themen o.Ä. suchen kann und eine gewöhnliche Archivrecherche sich teilweise von vornherein als zu umfangreich gestaltet.
Natürlich erhalten die Akten auch eine fachgerechte Verpackung. Auch werde ich mich in diesem Jahr um die Anfragen von Forschenden kümmern und Benutzer vor Ort betreuen.
Ziel ist es, der Provinzarchivarin Miriam Trojer, die ihren Sitz in Innsbruck hat und alle Archive der Provinz betreut, vorzuarbeiten, sodass eine anschließende Betreuung durch die „virtuelle Vereinigung der Provinzarchive“ in der heutigen Kapuzinerprovinz von Österreich-Südtirol im archivispro logistisch leichter möglich sein wird.
Kontakt für Anfragen und Einsichtnahme (mit Terminvereinbarung):
Iris Forster, MA
archiv-wien@kapuziner.at
Tel.: +43 (0)1 5126853-29
https://archiv.kapuziner.at

14. November 2018

Sammlungspräsentationen in Stift Heiligenkreuz

Am Nationalfeiertag 2018, dem 26. Oktober, gab P. Roman Nägele, Kustos des Stiftes Heiligenkreuz, wie schon letztes Jahr auch heuer wieder Einblicke in den Bestand und die Entwicklungen diverser Sammlungen. Vorgestellt wurde die Restaurierung der sogenannten Lentner-Krippe, die schon lange nicht mehr im Stift zu sehen gewesen ist. Von den insgesamt 90 Figuren sind die Verkündigung an die Hirten, Maria und Josef mit dem Engelschor und der Zug der Heiligen drei Könige zum Großteil fertiggestellt. Sophie Krachler und Caroline Göllner haben begeistert von ihrer Arbeit bei der Restaurierung berichtet: von der ersten Sichtung über die Arbeit an den Wachsköpfen, Holzgliedmaßen, am Drahtgestell, Kleidung und Augen bis hin zur Fertigstellung und zum heiklen Rücktransport nach Heiligenkreuz.

Seit kurzem ist das Stift auch in Besitz der Entwurfszeichnungen für die um 1900 neu einzusetzenden Glasfenster des Heiligenkreuzer Kreuzganges. Sie stammen aus der Hand von Wolfgang H. Klaus aus dem Atelier von Rudolf Geyling. 2017 waren sie im Dorotheum zur Versteigerung ausgeschrieben, der Käufer konsultierte den Sammlungskustos P. Roman und hat schließlich die Zeichnungen dem Stift geschenkt. Die angehende Restauratorin Angela Vorhofer informierte, wie sie in den vorangegangenen Monaten Sprünge und ausgebrochene Teile in zwei Glasfenstern restaurierte. Die Vorher-Nachher-Bilder zeigten die faszinierenden Ergebnisse dieser umfassenden Sanierungsarbeit. Angela Vorhofer studiert an der Universität für angewandte Kunst, Institut für Konservierung und Restaurierung. Die Leiterin des Instituts Gabriela Krist betonte in ihrem Grußwort, wie wertvoll die Zusammenarbeit mit dem Stift Heiligenkreuz ist, da die Studierenden so praxisnah an Projekten arbeiten können. P. Roman kündigte eine Fortsetzung im nächsten Jahr am Nationalfeiertag an – wieder mit anderen Themen und neuen Entwicklungen.
(Zusammenfassung eines Berichts von P. Roman Nägele)