Wir freuen uns, dass die neueste Ausgabe unseres Jahresjournals, die „Mitteilungen des Referats für Kulturgüter“ - kurz MiRKO genannt - pünktlich zur Herbsttagung fertiggeworden ist! Das Heft 4 (2019) umfasst 19 Beiträge aus allen Fachbereichen (Ordensarchive, Ordensbibliotheken, Kunst und Denkmalpflege sowie der Kirchenpädagogik).
Ein aktuelles Forschungsprojekt im Stift Klosterneuburg beleuchtet einen fast vergessenen Aspekt der eigenen Geschichte: Bis zum Jahr 1568 befand sich auf dem Gelände des Stifts auch ein Augustiner-Chorfrauenstift.
Das Stift Kremsmünster beherbergt eines der kostbarsten liturgischen Gefäße des frühen Mittelalters: einen überreich verzierten und prunkvoll beschrifteten Abendmahlskelch, gestiftet von Bayernherzog Tassilo III. und seiner Gemahlin, der Langobardenprinzessin Liutpirc.
Gleich zwei neue Gesichter präsentierte Propst Petrus für das Stiftsarchiv des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg in Niederösterreich. Mag. H. Quirinus C. Greiwe Can. Reg. hat das Offizium des Stiftsarchivars übernommen. Er wird bei diesen Aufgaben von Mag. Susanne Barabas unterstützt.
Viel Veränderung bedarf viel Aufarbeitung – in diesem Sinne startete Iris Forster, gebürtige Vorarlbergerin und Archivarin, im November 2019 ihre Tätigkeit bei der Superiorenkonferenz (SK), der Vereinigung der Frauenorden Österreichs (VFÖ) und der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs (VOSÖ).
Das Stift Klosterneuburg hat zu allen Zeiten seines Bestehens sakrale Kunst in Auftrag gegeben, erworben und gesammelt. Die 2013 ins Leben gerufene Galerie der Moderne im Stiftsmuseum will diese Tradition aufgreifen und zielgerichtet fortsetzen. Die Basis der Galerie ruht auf mehreren Säulen.
Mit 1. September 2019 hat der ausgebildete Bibliothekar und Theologe Stefan Dorninger die Leitung der „Zentralbibliothek und Archiv der Minoriten Wien“ im achten Wiener Gemeindebezirk übernommen.
Die wertvolle Kunstsammlung des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg ist jetzt auch im Internet zu besichtigen. Bereits im Dezember 2018 wurde mit einem innovativen Projekt gestartet. Mit Fördermitteln des Landes Niederösterreich werden Abbildungen und Erläuterungen zu Kunstwerken aus Gotik, Renaissance, Barock und Moderne auf der Website des Stiftes zugänglich gemacht.
Die grosse Wandinstallation „remember 2“ von Künstler Gerd Paulicke erschliesst sich erst im langsamen Herangehen voll. Sie behandelt das endgültige Verschwinden eines Menschen. Der Mensch lebt auch nach seinem körperlichen Tod in Erinnerung derer, die ihn gekannt haben weiter. Doch je länger es dauert, desto unschärfer wird das Bild von Ihm. Nach und nach sterben auch die, die ihn noch persönlich kannten und der Mensch verschwindet endgültig aus der Welt. Dies wird durch die abbröckelnden Bauklötze symbolisiert.1
Eine Bildinstallation aus mehr als 5700 unterschiedlich langen Vierkanthölzern stellt ein verpixeltes Abbild dar. Beim betrachten ist das Bild eher unscharf und wird schärfer durch mehr Abstand oder durch Verkleinerung. Durch ein Foto mittels Smartphone wird das Bild schärfer. Auch verstärken sich die Details der Arbeit bei dunklen Lichtverhältnissen. Je schlechter die Sichtverhältnisse desto schärfer die Details der Arbeit. Diese Erkenntnis sollte auch philosophisch verstanden werden. Ereignisse der Gegenwart werden in Schrift, in Symbolen wie Bilder und Statuen etc. zur Erinnerung oder Mahnung festgehalten. Doch irgendwann fragmentieren diese Erinnerungen, verschwinden von der Bildfläche, werden trüb. Wahrheiten werden mit Unwahrheiten vermischt. Mythen entstehen oder die Ereignisse werden ganz vergessen. Irgendwann vielleicht wieder entdeckt in Archiven oder bei Ausgrabungen. Baustein um Baustein wieder versucht die Ereignisse zu rekonstruieren. Mal erfolgreich mal weniger. Aus der geschichtlichen Unschärfe eine möglichst fokussierte Darstellung der Ereignisse zu erstellen. Doch wie genau diese Wiedergabe ist weiss niemand.2
„remember 2“, Galerie der Moderne in Stift Klosterneuburg. Maße: 340 cm x 210 cm x 65 cm, Material: Stahl / Holz / Elektroinstallation