Jubiläumsjahr für Ordensgemeinschaften

Im Jahr 2012 blicken einige weibliche Gemeinschaften auf ihr langjähriges Bestehen zurück:

140 Jahre Don Bosco Schwestern

Drei Jahre vor dem großen 200-Jahr Jubiläum des Ordensgründers feiern die Don Bosco Schwestern ihr 140jähriges Bestehen. Don Bosco, der sich vor allem für junge Menschen einsetzte, gründet 1872 gemeinsam mit der hl. Maria Dominica Mazzarello einen weiblichen Zweig der Salesianer Don Boscos. Die Kongregation der ""Töchter Mariä Hilfe der Christen"" ist im deutschen Sprachraum als „Don Bosco Schwestern“ bekannt und war besonders für die Mädchenerziehung gegründet worden. In Österreich nahmen die ersten Don Bosco Schwestern ihre Tätigkeit 1928 in Jagdberg in Vorarlberg auf. Heute existieren in Österreich fünf Niederlassungen, an denen 74 Schwestern tätig sind. Weitere Informationen zu der Gemeinschaft erhalten Sie hier.

130 Jahre Dominikanerinnenkloster des hl. Rosenkranzes

Im Jahr 1882 gründete Pater Anselmi, der Prior der Dominikaner in Graz, einen Frauenkonvent in Gleisdorf bei Graz. Die Gründung baute auf eine Stiftung der Hofdame Therese Hoyos, Gräfin von Sprinzenstein, auf, die nach ihrem Eintritt in den Augsburger Dominikanerinnenkonvent den Namen Sr. Aquinate annahm. Nach einem mehr als 100jährigen Bestehen musste das Kloster des hl. Rosenkranzes den Standort in Gleisdorf aufgeben und in den Dominikanerkonvent Graz übersiedeln. 1968 schloss sich die Gemeinschaft mit anderen Dominikanerinnen zur „Union der Dominikanerinnen“ zusammen. Dieses Jahr feiern die Schwestern des Grazer Konvents ihr 130jähriges Bestehen.

120 Jahre Schwestern von der Schmerzhaften Mutter in Wien

Die Gründerin der Gemeinschaft, Franziska Streitel, war ursprünglich Franziskanerin und später Karmelitin in Würzburg, bevor sie von Pater Johann Baptist Jordan, dem Gründer der Salvatorianer, nach Rom eingeladen wurde, um dort seinen Orden um einen weiblichen Zweig zu erweitern. Es kam jedoch zu unterschiedlichen Ansätzen und Schwester Franziska unterstellte ihre Gemeinschaft Georg Jacquemin, dem Rektor der Anima, der deutschen Nationalstiftung in Rom. Nach dem Ausarbeiten eigener Statuten erfolgte die päpstliche Anerkennung und ein schnelles Anwachsen der Kongregation in Europa und den USA. 1904 wurde die Gemeinschaft an den Franziskanerorden angegliedert. Die erste Niederlassung in Österreich wurde vor 120 Jahren 1892 in Wien errichtet. Weitere Informationen zur Gemeinschaft erhalten Sie hier.

800 Jahre Klarissen

Auf eine besonders lange Tradition blicken heuer weltweit die Klarissen zurück. Im Jahr 1212 verließ die damals kaum 20jährige Klara das wohlhabende Elternhaus und gelobte ein Leben in Armut. Die päpstliche Anerkennung wurde ihr lange verwehrt, erst kurz vor ihrem Tod 1253 wurde die Ordensregel von Papst Innozenz IV. bestätigt. Am 11. August, dem Sterbetag der hl. Klara, feierten auch die österreichischen Klarissen ihr 800jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums sei noch auf folgende Publikation verwiesen: Martina Kreidler-Kos / Ancilla Röttger OSC, Gewagtes Leben. 800 Jahre Klara und ihre Schwestern, Herder Verlag 2011.