Kultur & Dokumentation

RDA und Semantic Web

RDA und Semantic Web – Standardisierung im Bibliotheksbereich von Bedeutung für Archive? Ein Vortrag von Roswitha Müller und Verena Schaffner gehalten am Workshop des Verbands Österreichischer Archivarinnen und Archivare, ÖAW , 4. März 2013.


 

Ausstellungssaison 2013

Für viele österreichische Klöster beginnt mit dem Osterfest wieder die Besuchszeit. Gäste sind zum Rundgang durch die Klöster und den Besuch der Stiftsmuseen eingeladen.

Sonderausstellungen zeigen folgende Stifte:

Das Zisterzienserstift Schlierbach präsentiert Fotographien und Originaldokumente aus dem Stiftsarchiv zum Thema „NS-Zeit“ aus Anlass des Gedenkjahrs 75 Jahre „Anschluss“.

Das Augustiner-Chorherrenstift Vorau eröffnet anlässlich seines 850-Jahr-Jubiläums die Sonderschau Ein Gang durch die Zeit und zeigt aus seinem reichen kulturellen Erbe Exponate aus den Bereichen Liturgie, Wissenschaft und Kunst.

Das Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten zeigt anlässlich seines 875-jährigen Jubiläums im neurestaurierten, 44 Meter langen ""Schneidergang"" die Ausstellung ""Der Weg des Prämonstratensers"".

Das Museum des Benediktinerstiftes Admont eröffnet neben seiner Sonderausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Stiftsmuseums auch eine Ausstellung mit dem Titel Bibliotheca universalis. Der Stiftsarchivar und –bibliothekar Johann Tomaschek zeigt anhand des Handschriftenschatzes die Vielfalt einer mittelalterlichen Büchersammlung.

Das Stiftsmuseum Klosterneuburg eröffnet am 1. Mai 2013 seine Galerie der Moderne, in der zeitgenössische Werke sakraler Kunst aus den stiftlichen Sammlungen gezeigt werden.

Stift St. Paul im Lavanttal zeigt bis Ende Oktober die Ausstellung Hübsch hässlich. Die Geschichte der Schönheit.

Weitere Informationen über die Besichtigung der Kunstschätze der österreichischen Klöster bietet die neue Broschüre Kunstwerkstatt Kloster der Initiative Klösterreich.

Landesausstellung

Berührt wird das Ordensleben auch in der diesjährigen Oberösterreichisch-südböhmischen Landesausstellung „Alte Spuren, neue Wege“, welche ab 26. April 2013 an vier Standorten in Oberösterreich und Tschechien stattfinden wird. Den klösterlichen Anteil hat die Zisterze Vyšší Brod/Hohenfurt inne. Das Stift, welches nach der Wende 1989 wieder besiedelt wurde, stammt aus dem 13. Jahrhundert und war historisch stets mit Österreich verbunden. Gezeigt werden hier mittelalterliche Kunstschätze aus dem Leben der Zisterzienser. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Klosterbibliotheken beim Deutschen Bibliothekartag

Ein Workshop zum Thema Klosterbibliotheken fand am 12. März 2013 im Rahmen des Deutschen Bibliothekartages in Leipzig statt. Veranstaltet wurde er von der Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken (AKThB) und vom Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB). Das Thema erfreute sich großen Interesses und der Vortragsraum war überfüllt.

Die Referate boten einen sehr guten Überblick über die Klosterbibliothekslandschaft und über die Herausforderungen, die durch kleiner werdende Gemeinschaften und dadurch bedingte Bibliotheksauflösungen in der Katholischen Kirche entstehen. Die evangelischen Klöster, die es vor allem in Niedersachsen recht zahlreich gibt, und ihre Bibliotheken sind dagegen stabil. Weitere Informationen bietet die Website des Bibliothekartages, Die Vorträge von Referenten können online nachgelesen werden, und zwar hier. Den Beitrag von Helga Penz über die Österreichischen Klosterbibliotheken gibt es auch hier:

RDA-Workshop

Mit dem neuen Katalogisierungsregelwerk der Bibliotheken RDA beschäftigte sich am 4.3.2013 eine Gruppe von 27 österreichischen Archivarinnen und Archivaren. Der Berufsverband hatte zu einem Workshop eingeladen. Es referierten Veronika Schaffner vom Österreichischen Bibliothekenverbund und Roswitha Müller von der Bibliothek der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die Vernetzung von Erschließungsdaten in gemeinsamen Internetportalen von Archiven, Bibliotheken und Museen haben die Diskussion um universell anwendbare Metadatenstandards beschleunigt. Die RDA (Resource Description and Access) sind ganz besonders auf die Bedürfnisse des digitalen Zeitalters abgestimmt und berücksichtigen die Erschließung elektronischer Publikationen. Die Erneuerung der Bibliothekskataloge ist kundenorientiert: der Katalog wird weit mehr als nur ein Hilfsmittel zum Auffinden zum Büchern, er soll vielmehr ein umfangreiches Informationsretrieval ermöglichen.

Die Referentinnen stellten ausführlich die Entstehungsgeschichte der RDA und dessen Prinzipien dar. Die großen Unterschiede zum archivischen Regelwerk ISAD (International Standard Archival Description) wurden diskutiert. Berührungspunkte wurden insbesondere in Bereich der Normdaten gesehen, da sowohl Bibliotheken wie Archive Körperschaften, Familien und Personen in der Erschließung beschreiben.

Vortrag über Records Management

Dr. Leopold Kammerhofer, Archivar der Internationalen Atomenergiebehörde, hält am Freitag, den 8. März 2013 am Institut für Österreichische Geschichtsforschung in Wien einen Vortrag über Records Management. Er wird sich insbesondere mit der elektronischen Schriftgutverwaltung auseinandersetzen und fragt: „Will die Archivwissenschaft wieder zurück in die Registratur?“ Weitere Informationen erhalten Sie im Download.

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