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11. July 2025

B’sundrige Dinge in der Barockbibliothek des Klosters Mehrerau

28 Objekte aus sieben Jahrhunderten werden in der heurigen Sommerausstellung „Hoi b’sundrig, große Dinge – kleine Dinge“ gezeigt. Diese Besonderheiten sind kostbar, religiös, politisch oder persönlich. Sie erzählen über die Geschichte Vorarlbergs und sie sollen zum Erzählen und Zuhören einladen. Erweitert wird die Ausstellung durch Fotografien von Annabell Stübe.

Sommer Ausstellung Mehrerau_© Udo Mittelberger

Abt Vinzenz Wohlwend  (2. v. l.) mit Kurator Tobias G. Natter, Fotografin Annabell Stübbe und Pater Maurus Korn bei der Sommerausstellung „Hoi b’sundrig, große Dinge – kleine Dinge“ im Kloster Mehrerau. (c) Udo Mittelberger

 

„Dinge, die wir wegwerfen, sind für andere möglicherweise etwas ganz Besonderes, das sie hegen und pflegen.“ Das schreibt Abt Vinzenz Wohlwend in seinem Vorwort zum Ausstellungskatalogs. Zudem habe die Sommerausstellung das Potenzial „das Verständnis füreinander und über Jahrhunderte hinweg zu fördern“, so Abt Vinzenz weiter. Es ist die zweite Sommerausstellung, die im Kloster Mehrerau veranstaltet wird. Die kuratorische Leitung dieser vielschichtigen Ausstellung übernahm auch in diesem Jahr der Kunst- und Kulturexperte Tobias G. Natter. 

 

Sommer Ausstellung Mehrerau_© Udo Mittelberger

Kostbar, religiös, politisch oder persönlich: Die Sommerausstellung „Hoi b’sundrig, große Dinge – kleine Dinge“ im Kloster Mehrerau lädt dazu ein, über besondere Dinge und ihre Geschichten ins Gespräch zu kommen. (c) Udo Mittelberger

 

Der vielschichtige Ansatz der Sommerausstellung soll in den nachfolgend erwähnten Objekten angedeutet werden. Beispielsweise findet ein Schreiben der Malerin Angelika Kauffmann (*1741, †1807) Einzug in die Barockbibliothek. In diesem erstmals öffentlich gezeigten Dokument kündigt die Künstlerin an, der Pfarrkirche in Schwarzenberg ein Gemälde stiften zu wollen. Ebenfalls erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird das Adelsdiplom für den Vorarlberger Barockbaumeister Franz Beer (*1660, †1726) aus dem Jahr 1722. Ein anderes Beispiel für eine persönliche Erinnerung bietet eine Fotografie von einem Gastgarten eines Bregenzer Eissalons aus den 1950er Jahren. Der Hochzeitsgruß von Gustav Klimt an Julius Rhomberg ist eine weitere Besonderheit.

 

Die ausgestellten Exponate sind unterschiedlichen Charakters. Auch Kunstobjekte mischen sich darunter. Alle b’sundrigen Dinge sind inhaltlich mit Vorarlberg verknüpft. Einige davon stammen aus dem Besitz der Mehrerau. Zudem konnten auch Leihgaben aus Privatbesitz gewonnen werden.

 

Sommer Ausstellung Mehrerau_© Udo Mittelberger

Der Ausstellungskatalog zur Sommerausstellung „Hoi b’sundrig, große Dinge – kleine Dinge“ im Kloster Mehrerau enthält unter anderem von Abt Vinzenz Wohlwend einen Beitrag. (c) Udo Mittelberger

 

Die gesamte Ausstellung hat zum Ziel, Besucherinnen und Besucher zur vertiefenden Auseinandersetzung zu bewegen. Sie will faszinieren und verwundern. Denn Dinge, die bei einem Menschen Begeisterung auslösen, können bei einem anderen Fragen hinterlassen oder Kopfschütteln verursachen. Der Ausstellungsbesuch soll Gespräche anregen und fördern. Abt Vinzenz wünscht auch „einen Rundgang voller Überraschungen und voller Aha-Erlebnisse“.

 

Informationen:

  • Dauer der Ausstellung: 14. Juni bis 9. August 2025
  • Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag und Samstag, 09:00 Uhr – 11:00 Uhr und 14:30 Uhr – 16:30 Uhr
  • Eintrittspreise: 
    • pro Person EUR 5,-
    • mit Führung EUR 10,-. Bitte Anmeldung unter kloster@mehrerau.at oder + 43 5574 71461-59.

Quellen: RED/SCHWALD: Das Kloster Mehrerau zeigt diesen Sommer „B’sundrigs“, in: Vorarlberger Kirchenblatt, v. 19.06.2025, S. 5; HOI B’SUNDRIG, große Dinge – kleine Dinge, hrsg. v. Tobias G. Natter, im Auftrag der Abtei Wettingen-Mehrerau, Ausstellungskatalog, Hard 2025.

 

[Autorin: Veronika Leopold]

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Zur Website: Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau 

Ordens-Wiki: Zistserzienserabtei Wettingen-Mehrerau

 

[elisabeth mayr-wimmer]


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