Margareta Maria Alacoque. Botin des Herzens Jesu
Die hl. Margareta Maria Alacoque, Schwester des Ordens der Heimsuchung Mariä und Mystikerin, hatte maßgeblichen Anteil an der Herz-Jesu-Verehrung. Das Leben der Margareta Maria Alacoque war getragen von einer Botschaft, als deren Werkzeug und „Opfer“ sie vom Herrn selbst bezeichnet wurde. Diese Botschaft richtet sich an alle Menschen, an die ganze Welt, damals wie heute: Gottes Liebe zu uns übersteigt unser Begreifen. Dafür hat Margareta Maria durch ihr Leben Zeugnis abgelegt. Textbeispiel: „Die Heilige ist gestorben“, sagte man sofort nach ihrem Tod, außerhalb des Klosters und auch im Kloster. Nicht Scherz löste es aus, sondern jene eigenartige Freude, die in dem fast spürbaren Wissen wurzelt, dass jener, der gestorben ist, lebt – und dass ein Heiliger, der gestorben ist, in der unendlichen Seligkeit Gottes lebt, mächtig in seiner Fürsprache, wunderbar in seiner Hilfe. Bei ihrem Begräbnis wäre es fast zu einem Tumult gekommen. Die Bevölkerung sucht mit Gewalt, Rosenkränze und andere Andachtsgegenstände hindurchzuzwängen, um sie an der Leiche anzurühren. Der Priester, der die Einsegnung vornahm, musste seine Gebete öfter unterbrechen, um die hin- und herwogende Menschenmenge zu beruhigen, die sich in der kleinen Klosterkirche entsetzlich zusammendrängte.

Hildegard Waach (1917-1987), Verfasserin einiger Biografien verschiedener salesianischer Heiliger zählt noch heute zu den großen Expertinnen der salesianischen Spiritualität. Sie war Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft für salesianische Studien. Über 20 Jahre lang arbeitete sie als Autorin bei der salesianischen Zeitschrift LICHT mit.
Hildegard Waach, Margareta Maria Alacoque Botin des Herzens Jesu - 4. Auflage, 2019, 192 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-7721-0317-9, 14,90 EUR