21. Juli 2026

Bollwerk des Glaubens – eine Ausstellung in der Basilika Frauenkirchen

Die im burgenländischen Seewinkel gelegene zweitürmige Basilika Frauenkirchen, auch „Kirche Unserer Lieben Frau“, ist Schauplatz einer Ausstellung, die sich der Geschichte der Wallfahrt, der Basilika und den Franziskanern widmet. Der Titel der Ausstellung, „Bollwerk des Glaubens“, verweist auf die wechselvolle Geschichte der Kirche, die zweimal zerstört und von Grund auf wieder neu errichtet wurde.

Modell der Basilika

Spannende Einblicke in ein „Bollwerk des Glaubens“: P. Thomas Lackner OFM neben dem Modell der Basilika – umringt von zwei „blutleeren“ Mitbrüdern. © Franziskaner Frauenkirchen

 

Schon im Mittelalter soll es in Frauenkirchen eine Marienkirche gegeben haben. 1529 wurde diese im Zuge der Türkenbelagerungen zerstört. Im Jahre 1622 gelangte Frauenkirchen in den Besitz der Grafen Esterhazy, welche den Wiederaufbau der Kirche in Angriff nahmen. Ab 1659 kümmerten sich die Franziskaner um die Bauaufsicht sowie um die Seelsorge vor Ort. Das neue Kirchengebäude wurde 1680 fertiggestellt, doch schon 1683 folgte abermals die Zerstörung durch die Türken.

 

Als Paul I. Esterhazy (*1635, †1713) von Kaiser Leopold I. in den Fürstenstand erhoben wurde, gelobte dieser, in Frauenkirchen eine Kirche zu Ehren der Gottesmutter zu errichten. Der in nur sieben Jahren entstandene Neubau konnte 1702 feierlich geweiht werden. Fürst Paul I. Esterhazy war ein gläubiger Mann, der die Gottesmutter Maria zutiefst verehrte. Ihm ist es zu verdanken, dass die Gnadenstatue „Maria auf der Heide“ von Forchtenstein nach Frauenkirchen gebracht wurde. Die Figur aus Lindenholz ist am Sockel mit der Jahreszahl „1240“ bezeichnet. Sie stammt aus dem Besitz der Familie Esterhazy.

 

Die Wallfahrt zur Gnadenmutter

Mit der Ankunft der Gnadenstatue in Frauenkirchen erblühte die Wallfahrt und sie dauert bis heute an. Jährlich besuchen rund 100.000 Besucher:innen das Barockjuwel. Das Gotteshaus ist die größte Kirche des Burgenlandes. Am 15. August 1990 wurde sie zur ersten Basilika im Burgenland erhoben.

 

Kostbarkeiten werden präsentiert

In der aktuellen Ausstellung werden die Geschichte der Basilika Frauenkirchen, die Etablierung der Wallfahrt und das Wirken der Franziskaner vor Ort behandelt. Anhand von Urkunden, Bildern und unterschiedlichen Objekten wird ein Einblick in vergangene Zeiten geboten. Auch Kostbarkeiten aus der Schatzkammer des Franziskanerklosters werden präsentiert.

 

Die Ausstellung ist von Anfang Mai bis Ende Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet und kann bei freiem Eintritt besichtigt werden. Die Wallfahrtskirche ist täglich zwischen 6 und 21 Uhr für Besucher:innen zugänglich.


Wallfahrtskirche Frauenkirchen

Kirchenplatz 1

7132 Frauenkirchen

frauenkirchen@franziskaner.at


Tipp: Auf der Homepage der Franziskaner wird eine virtuelle Kirchenführung angeboten.

 

Impressionen der Ausstellung:

 

Einblick in die Ausstellung
Einblick in die Ausstellung
Objekte aus der Schatzkammer
Objekte aus der Schatzkammer
Dokumente aus der Zeitkapsel
Dokumente aus der Zeitkapsel
Digitaler Bilderrahmen mit Drohnenfilm
Digitaler Bilderrahmen mit Drohnenfilm

 

Quellen: „Gruss aus Frauenkirchen“, 1/2026, 6. bzw. https://frauenkirchen.franziskaner.at/index.php?page=kultur