Festschrift „150 Jahre Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan“

Die Festschrift vermittelt einen umfassenden Einblick in 150 Jahre Krankenhausgeschichte – von den Anfängen als Kronprinz-Rudolf-Hospital über Zeiten des Wandels und Wiederaufbaus bis hin zur Entwicklung zu einem modernen Gesundheitszentrum. © Barmherzige Brüder St. Veit/Glan
Es wird aufgezeigt, welche Vorreiterrolle dem Krankenhaus St. Veit/Glan über die vergangenen hundertfünfzig Jahre zukommt: 1924 wurde mit der schriftlichen Bewilligung aus Rom in St. Veit/Glan die erste Frauenabteilung eingerichtet – die erste ihrer Art innerhalb der Österreichischen Ordensprovinz, für die Schwestern aus dem Dritten Orden des Heiligen Franziskus zur Pflege der Patientinnen aufgenommen wurden. Später folgten die erste Babyklappe in Kärnten, eines der ersten Brustzentren in Österreich und die erste Palliativstation im südlichesten Bundesland Österreichs.

In der Festschrift ergänzen historische Fotografien, Dokumente und persönliche Erinnerungen die wissenschaftlichen Beiträge und machen die Geschichte des Hauses lebendig. © Barmherzige Brüder St. Veit/Glan
Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Krankenhausgeschichte übernahm Lydia Elek MA, freischaffende Historikerin und Kunsthistorikerin im Stadtmuseum St. Veit an der Glan. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Kultur- und Sozialgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Für die Publikation wertete sie historische Quellen, Chroniken und Archivmaterialien aus und zeichnete die Entwicklung des Krankenhauses im gesellschaftlichen, medizinischen und ordensgeschichtlichen Kontext nach. Dabei standen nicht nur bauliche und medizinische Meilensteine im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen, die das Krankenhaus über Generationen hinweg geprägt haben.
Bleibendes Zeitdokument
Die Publikation wurde im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten am 26. Juni 2026 präsentiert und versteht sich als bleibendes Zeitdokument. Sie würdigt die Tradition des Krankenhauses ebenso wie dessen Werte – Menschlichkeit, Hospitalität und medizinische Kompetenz – und schlägt gleichzeitig eine Brücke in die Zukunft.
Ein ausführliches Interview mit der Historikerin ist auf der Website des Krankenhauses nachzulesen (Link weiter unten).