Wohl kaum eine andere Publikation repräsentiert die Bedeutung der Wallfahrt nach Maria Taferl so nachdrücklich wie das ab 1723 in vielen Auflagen erschienene Mirakel- und Legendenbuch „Oesterreichischer Myrrhen-Berg […]“. Ein seltenes Exemplar der zweiten Auflage aus dem Jahr 1735 ist in der historischen Bibliothek der Mary Ward Schulen in St. Pölten vorhanden. Es wurde im Zuge der derzeit laufenden Katalogisierung der geschichtsträchtigen Bibliothek in KOBi dort „wieder-entdeckt“.
Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Stiftsbibliothek lädt das Stift Admont am 13. November 2026 junge Talente, Schreibbegeisterte und Wortkünstler:innen zu einem außergewöhnlichen Literaturfest ein. Einreichungen sind bis 3. November möglich.
Von 21. bis 25. September 2026 fand zum 19. Mal der Grundkurs des Verbandes Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA) für Beschäftigte in Archiven statt. Er dient der Qualifizierung all jener, die ein Archiv verantwortlich betreuen oder dort mitarbeiten, jedoch über keine fachspezifische Ausbildung verfügen. Damit leistet der Kurs auch einen wertvollen Beitrag zur professionellen Pflege und Bewahrung unseres kulturellen und ordenseigenen Erbes.
Am 18. Oktober 2026 steht die Restaurierung im Mittelpunkt: Der Europäische Tag der Restaurierung macht auf die Bedeutung der fachgerechten Erhaltung unseres kulturellen Erbes aufmerksam. Auch im Kloster der Salesianerinnen am Rennweg in Wien gibt es Anlass zur Freude: Die erste von insgesamt acht historischen Gartenskulpturen konnte fachgerecht restauriert werden. Den Auftakt bildet die Figur der Ordensgründerin, der hl. Johanna Franziska von Chantal (*1572, †1641).
Eine neue „Erlebnis Österreich“-Dokumentation des ORF zeigt, wie Klöster und Stifte in Niederösterreich ihre wertvollen Bibliotheken, Sammlungen und historischen Gebäude mit moderner Technologie erschließen und für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Sendung kann online auf ORF ON nachgesehen werden.
Spannende Einblicke hinter die Kulissen des Zweiten Vatikanischen Konzils ermöglicht ein in der vergangenen Woche veröffentlichtes privates Konzilstagebuch von P. Andreas Jungmann SJ, einem der einflussreichsten Wegbereiter der Liturgie-Erneuerung im 20. Jahrhundert. Es wurde an der Universität Innsbruck als frei zugängliche digitale Edition vorgestellt.
Mit der feierlichen Weihe eines neuen 30-teiligen Glockenspiels hat die Pfarre Neunkirchen am Sonntag, 4. Oktober, das 800-jährige Gedenken an den Transitus des heiligen Franz von Assisi begangen. Die Weihe nahm Kardinal P. Dominique Mathieu OFMConv, Erzbischof von Teheran, im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Stadtpfarrkirche vor.
Über 500 Gäste kamen am vergangenen Samstagabend ins niederösterreichische Stift Lilienfeld, um in der bis auf den letzten Platz gefüllten Basilika einen international renommierten Heldentenor zu hören. Anlass war ein Benefizkonzert, das ganz im Zeichen der Rettung der historischen Stiftshöfe stand.
Am 30. September 2026 ist P. Martin Mayrhofer OSB im Stift Seitenstetten verstorben. P. Martin war seit vielen Jahren als Kustos der Kunstsammlung des Stiftes Seitenstetten tätig. Mit großer Fachkenntnis und persönlicher Leidenschaft widmete er sich der Pflege, Erhaltung und Präsentation der Kunstschätze des Stiftes.
Vom 17. bis 19. September 2026 fand in Erfurt die Jahrestagung des Bundesverbandes Kirchenpädagogik e. V. statt. Unter dem Titel „Hier bin ich Mensch … – Aufatmen in Kirche(n)Räumen“ widmeten sich die rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Frage, wie Kirchenräume Menschen heute ansprechen und ihnen Raum für Wahrnehmung, Begegnung und persönliche Erfahrungen geben können.
Was hat das Schottenstift mit der Entwicklung Wiens zur Hauptstadt zu tun? Dieser Frage geht ein aktueller Beitrag von KURIER TV in der Reihe „Grätzlgschicht“ nach. Die Historikerin Sabine Tanner besucht die Schottenkirche und das Schottenstift und begibt sich gemeinsam mit Pater Augustinus Zeman OSB auf die Spuren der Babenberger.
Ob Ordensgewand oder Alltagskleidung – Textilien waren in religiösen Gemeinschaften weit mehr als eine praktische Notwendigkeit: Sie machten Zugehörigkeit, Hierarchie und Geschlecht sichtbar. Ein aktuell laufendes, von der Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich gefördertes Dissertationsprojekt am IMAREAL Krems und der Forschungsstelle FoKuS des Stiftes Klosterneuburg geht dieser Frage nun erstmals systematisch für drei sogenannte Doppelklöster des frühen 16. Jahrhunderts nach – eng miteinander verbundene Männer- und Frauenkonvente unter gemeinsamer Leitung. Anhand von Rechnungsbüchern und normativen Texten wird untersucht, wie sich soziale Ordnung und gelebte Praxis in Kleidung und Wearables der beiden Konvente widerspiegelten.
Am 19. September 2026 wurde wieder ein „Tag der Astronomie“ gefeiert. Zu diesem Anlass nahm Bernadette Kalteis aus der Stiftsbibliothek Melk ein ganz spezielles Buch aus der Bibliothek genauer unter die Lupe: „Aufblick zu den Sternen-Welten“. Wir dürfen den Text hier dankenswerterweise übernehmen.
Vom 8. bis 9. September 2026 traf sich der „Freundeskreis Kapuzinergeschichte“ in Salzburg. Der Freundeskreis bietet eine Plattform für historisch interessierte Kapuzinerbrüder, Laien sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung der Kulturgütereinrichtungen des Ordens, um sich auszutauschen. Auch Studierende, die für ihre wissenschaftlichen Arbeiten auf die Bestände der Kapuziner zurückgreifen, erhalten hier die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. Der Freundeskreis sieht in der eigenen Ordensgeschichte den wesentlichen Schlüssel für das Verständnis der Gegenwart und für künftige Handlungsoptionen.
Unter dem Motto „Denkmale: Wert für alle.“ findet am 27. September 2026 wieder der „Tag des Denkmals“ statt. Österreichweit öffnen dabei rund 300 Denkmale ihre Türen. Auch einige Ordensgemeinschaften beteiligen sich mit Programmpunkten.
Der Heilig-Kreuz-Karmel im steirischen Bärnbach hat am 12. September 2026 seinen 50. Weihetag gefeiert. Zu diesem Anlass fand ein Festgottesdienst mit Weihbischof Johannes Freitag statt. Er sprach in seiner Predigt darüber, was ein Leben in Stille und Klausur jenseits dessen bedeutet, was das moderne Leben im Allgemeinen ausmacht.