In der Salzburger Universitätsbibliothek fand vor kurzem ein Vortrag von Bernhard Fügenschuh, dem Rektor der Universität Salzburg, statt. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand ein Mann, dessen Lebensbild ebenso kontrastreich wie faszinierend ist: Pater Julius Gremblich (1851–1905) – Franziskaner, Lehrer und leidenschaftlicher Geologe. Der Vortrag bot faszinierende Einblicke in ein fast vergessenes Kapitel der regionalen Wissenschaftsgeschichte.
„SCHWESTER“ ist ein fotografischer Essay über Frauen, Care-Arbeit und Unsichtbarkeit von der Wiener Fotografin Teresa Novotny. Die Arbeit macht sichtbar, was sonst gesellschaftlich oft im Schatten liegt. Teresa Novotny verbrachte im Sommer 2024 eine Woche im Kloster Wernberg bei den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut. Sie dokumentierte das Leben, Arbeiten und die Care-Arbeit der Ordensfrauen. Mit Hilfe von Crowdfunding soll ein Buch über das Fotoprojekt entstehen. Im Interview mit dem Medienbüro gibt Teresa Novotny Einblicke in ihre Beweggründe, die Arbeit vor Ort und was das Projekt auch mit ihr gemacht hat.
Das südlich der Pfarrkirche von Amstetten gelegene vierflügelige Klosterareal der Kongregation der Schulschwestern vom Dritten Orden des heiligen Franziskus ist seit dem 19. Jahrhundert nicht nur Lebensraum für die Schwestern, sondern auch ein wichtiges Bildungszentrum mit einer bewegten Geschichte. Im Sommer 2025 wurde auf Initiative von Generaloberin Sr. Franziska Bruckner ein umfassendes Projekt zur Inventarisierung gestartet, in dessen Rahmen kunsthistorisch oder kulturell bedeutsame Objekte, aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit Ordensbezug erfasst wurden. Das fertige Inventar wurde am 6. Mai offiziell an Sr. Franziska Bruckner übergeben.
Von 18. bis 20. Mai kamen Expertinnen und Experten aus zahlreichen europäischen Ländern in Wien zur 4. Konferenz der Europäischen Kirchenarchivare zusammen, die unter dem Thema „Kirchenarchive in einer sich wandelnden Welt – Herausforderungen und Chancen“ stand. In Round Tables setzten sich unter anderem auch Vortragende aus den Ordensgemeinschaften mit den aktuellen Entwicklungen und ihren Auswirkungen für kirchliche Archive auseinander.
Die Österreichische Ordenskonferenz hat die SUMMA 2025 veröffentlicht. Unter dem Leitthema „Unterwegs“ dokumentiert der Jahresbericht das lebendige und vielfältige Wirken von Ordensgemeinschaften in ganz Österreich.
Von 18. bis 20. Mai 2026 trafen sich 40 Leitungsverantwortliche der Arbeitsgemeinschaft kirchlicher Museen und Schatzkammern des deutschsprachigen Raumes in Stift Heiligenkreuz. Im Mittelpunkt der jährlichen Tagung stand das Thema „Notfallplanung“, das angesichts wachsender Herausforderungen für den Schutz kirchlichen Kulturgutes zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Am 3. Oktober 2026 jährt sich der Todestag des heiligen Franz von Assisi zum 800. Mal. Aus diesem Anlass widmet das DomQuartier Salzburg dem Wirken des Heiligen und der franziskanischen Gemeinschaften eine große Sonderausstellung. Unter dem Titel „LebensKunst“ wird von 24. Mai bis 2. November 2026 die Geschichte und Gegenwart franziskanischen Lebens in den Blick genommen.
Die Schatzkammern von Mariazell, einem Benediktiner-Superiorat mit Mutterkloster St. Lambrecht, sind der Aufbewahrungsort zahlreicher Votivgaben, Votivbilder und Mirakelbilder, die von der jüngsten Vergangenheit bis in das Mittelalter zurückreichen. Über die Jahrhunderte hat sich am bedeutendsten Wallfahrtsort Mitteleuropas ein beachtlicher Bestand angesammelt, der seit dem 14. Jahrhundert gesammelt und heute in der Nord- und Südschatzkammer, den Galerien, Nord- und Südempore sowie der Westempore gezeigt wird.
In der aktuellen Ausgabe von „Orden on air“ ist der Jesuit, Künstlerseelsorger und Rektor der Jesuitenkirche Wien, P. Gustav Schörghofer, zu Gast. Im Gespräch erzählt er von seinem Weg zwischen Kunst und Glauben, von Zweifeln, Berufung und der Frage, warum Spiritualität heute oft in „energetischen Steinen“ gesucht wird, Erlösung dort aber nicht zu finden ist.
Mit Freude und Stolz blickt das Benediktinerstift Admont auf den diesjährigen Eurovision Song Contest 2026 zurück: Die bulgarische Sängerin DARA gewann mit ihrem Beitrag nicht nur Europas bedeutendsten Musikwettbewerb, sondern brachte dabei auch die weltberühmte Bibliothek des Stiftes Admont auf die große internationale Bühne.
Zu zwei Frauenorden, die mit ihren Krankenhäusern wesentliche Beiträge für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung leisten, liegen seit kurzem neue Festschriften vor: „200 Jahre Barmherzige Schwestern von Zams“ und „Zum Heil und Trost der Kranken. 150 Jahre Marienkrankenhaus Vorau“ wurden kürzlich im Rahmen von Festakten in Zams bzw. Vorau vorgestellt.
Am 18. Mai rücken Museen rund um den Globus in den Fokus der Aufmerksamkeit: Der Internationale Museumstag steht heuer unter dem Motto „Museen – Brückenbauerinnen in einer gespaltenen Welt“ und will in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung eine zentrale Aufgabe von Museen betonen: Sie schaffen Räume für Dialog, Verständnis und Begegnung. Besonders eindrucksvoll kommt das in den 116 österreichischen Ordensmuseen und Sammlungen zum Ausdruck, die seit jeher Brücken zwischen Jahrhunderten, Kulturen und Lebenswelten schlugen.
Vom 4. bis 6. Mai 2026 war das Benediktinerstift Göttweig Gastgeber der Jahrestagung der ARGE Ordensarchive. Archivarinnen und Archivare aus Ordensgemeinschaften kamen zusammen, um sich drei Tage lang einer Frage zu widmen, die so alt ist wie das Mönchtum selbst und dennoch drängender denn je klingt: Was bedeutet es, das Gedächtnis einer Gemeinschaft zu hüten?
Der Monat Mai läutet den Saisonbeginn im Stift Altenburg ein: Seit 1. Mai und noch bis 26. Oktober 2026 öffnet das Benediktinerstift im Waldviertel wieder seine Tore für Besucher:innen. Heuer will sich das Kloster als ein „Ort der Achtsamkeit“ und zugleich als „lebendiges Kloster“ präsentieren und dabei jahrhundertealte Spiritualität mit zeitgemäßen Formaten verbinden, heißt es in der Ankündigung des Ordens.
Im Stadtarchiv Krems entdeckte Inventare der Zwettler Klosterapotheke sind nach vielen Jahren wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückgekehrt. Vermutlich gelangten sie im Zuge der Auflösung des Stiftsmuseums nach Krems. Auch wenn ihr materieller Wert gering erscheint, ist ihre Rückkehr für das Stift Zwettl von großer Bedeutung.
Bei einem sammlungswissenschaftlichen Fachgespräch, das Ende März 2026 im Benediktinerstift Seitenstetten stattfand, trafen internationale Fachleute sowie Vertreter:innen aus den österreichischen Benediktinerstiften zusammen. Im Mittelpunkt steht das Naturalienkabinett als historischer Sammlungsraum, für den Austausch zu einem spezifischen Ort zwischen Vergangenheit und Gegenwart.