Kultur & Dokumentation

Fotoplatten im Archiv

Bei Ordnungsarbeiten im Archivmagazin von Stift Admont, ist P. Maximilian Schiefermüller auf 1675 Fotoglasplatten gestoßen. Sie waren alle in Schachteln verpackt.

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Leider waren sie verschmutzt und auch teilweise kaputt. Sie wurden daher vorerst mit einem Mikrofasertuch gereinigt, sortiert, mit einer Signatur versehen, in neue maßgefertigte Archivkartons eingeordnet und in das Archivinformationssystem "Archivis pro" aufgenommen. Anschließend kommen die beschrifteten und neu befüllten Archivkartons ins Magazin und werden so für die Nachwelt erhalten bleiben.

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Was ist eine Fotoplatte und wie sieht so etwas aus?

Als Fotoplatten bezeichnet man eine mit einer negativen Fotoemulsion beschichtete Platte aus Metall oder Glas. Glas war das erste verfügbare Trägermaterial für Fotoemulsionen. Erst als das Zelluloid erfunden wurde, konnte man fotografische Fotos und Filme herstellen. Diese sind viel leichter an Gewicht und nicht so zerbrechlich. Deshalb wurde die Fotoplatte von allen Gebieten der Fotografie verdrängt. Nur bei hochpräzisen Spezialkameras für photogrammetrische und astronomische Aufnahmen werden sie heute noch verwendet.

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Das zweitgrößte Astroplatten – Archiv der Erde mit 270.000 Fotoplatten befindet sich in Sonneberg. Eine wertvolle Informationsquelle für die Veränderungen am nördlichen Sternenhimmel. Jedoch durch die Verfügbarkeit immer größerer CCD – Sensoren verlieren Fotoplatten in der Astronomie auch dort ihre Bedeutung.

[Ute Roher, Kultur & Tourismus, Stift Admont]

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