24. September: Tag des Denkmals im Klösterreich

tagdesdenkmalsIn Klöstern von Klösterreich wird am 24. September, dem "Tag des Denkmals", unter dem Motto „Heimat großer Töchter - 300. Geburtstag Maria Theresia“ zu einer kulturgeschichtlichen Reise eingeladen.

Der Denkmaltag widmet sich dieses Jahr Frauen aus Kunst, Musik und Literatur, Wissenschaft, Politik und Sport. Beim Kultur-Angebot von Klösterreich werden Klöster mit ihrer Sinnstiftung und Spiritualität über die Jahrhunderte präsentiert, die in besonderen Kunstwerken ihren Ausdruck findet. Am Tag des Denkmals führt eine spannende Erlebnisreise zu „Heimat großer Töchter“-Themen in die Geschichte und Kunst von Klöstern.

„Auf den Spuren der Klosterstifterin Hildburg von Poigen“ - Es ist eine Frau, der Stift Altenburg seine Gründung verdankt: Aus dem so genannten „lateinischen Brief“ des Bischofs Reginbert von Passau vom 25. Juli 1144 geht hervor, dass die „nobilissima domina“ Hildburg, Witwe des Grafen Gebhard von Poigen-Rebgau, auf ihrem Gutsbesitz in Altenburg eine Mönchszelle nach der Regel des Heiligen Benedikt erbaut und diese an die erste Mönchsgemeinschaft übergeben hat. Der Bischof von Passau billigte diese Stiftung und stellte das Kloster unter seinen Schutz – der Beginn von fast 900 Jahren klösterlichen Lebens im Stift Altenburg!
Information: www.stift-altenburg.at.

Das Stift Klosterneuburg lädt am Tag des Denkmals zur Kuratorenführung „Kirche – Kloster – Kaiserin. Maria Theresia und das sakrale Österreich“ ein. Das Stift Klosterneuburg widmet sich in seiner Jahresausstellung 2017 der kirchlichen Kultur der Epoche Maria Theresias. Besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Textilkunst. Im gesamten Bereich der österreichisch-ungarischen Monarchie haben sich sakrale Textilien erhalten, die auf Stiftungen Maria Theresias zurückgehen. Einige davon werden hier gezeigt – sie zählen durchwegs zum Besten, was die barocke Textilkunst hervorgebracht hat. Ausstellungskurator Wolfgang Christian Huber gibt in seiner Führung auch Einblicke in die Genese der Ausstellung und in die spannende Recherche nach den Ausstellungsobjekten.
Information: www.stift-klosterneuburg.at

Historische Gartenarchitektur wird im Stift Kremsmünster geboten: Mit dem Guntherdenkmal, der Moschee und dem Feigenhaus besitzt Kremsmünster drei kulturhistorisch wichtige Bauwerke aus dem 17. Jahrhundert, die jeweils Teil der Gartengestaltung waren. Diese sowie das Wasserparterre im großen Fischbehälter werden am Tag des Denkmals den BesucherInnen gezeigt.
Information: https://stift-kremsmuenster.net

Eine Führung durch die größte mittelalterliche Klosteranlage Österreichs wird im Stift Lilienfeld angeboten. Die 1202 gestiftete Zisterze Lilienfeld gehört zu den überregional bedeutendsten und am besten erhaltenen Zisterzienserklöstern Österreichs. Im Kern der auch heute noch gut ablesbaren mittelalterlichen Klosteranlage steht die große romanisch-frühgotische Kirche des frühen 13. Jahrhunderts. Der Hauptraum der Bibliothek wurde um 1700 von Laienbrüdern des Stiftes in stimmungsvollem Barock geschaffen. Die wertvollste Handschrift des Klosters ist die „Concordantiae Caritatis“ des Abtes Ulrich von Lilienfeld.
Information: www.stift-lilienfeld.at

Im Stift St. Florian kann man sich „Auf den Spuren Maria Theresias“ begeben. Am 26. Juni 1743 besuchte Kaiserin Maria Theresia das Stift St. Florian. Die Ereignisse dieses Aufenthalts wurden in einem noch unveröffentlichten Dokument, das im Stiftsarchiv aufbewahrt wird, genau aufgezeichnet. Der Rundgang am Tag des Denkmals führt anhand dieses Protokolls auf den Spuren Maria Theresias zu den Sehenswürdigkeiten des Stifts, unter anderem durch die Kaiserzimmer und zum Marmorsaal. Dabei wird der Besuch Maria Theresias genau geschildert.
Information: www.stift-st-florian.at

Zum Tag des Denkmals am 24. September 2017 wird im Stift Zwettl ein Rundgang zum „Gartenzimmer“ und Bibliothek mit Sonderausstellung „Melchior und die Kaiserin“ angeboten. Ein Elefant im Waldviertel? 1778 ließ sich der Zwettler Abt Rayner II. Sigl sein Sommerzimmer nach modernstem Geschmack gestalten: ein Gartenzimmer, dessen gemalte Wände sich in weite Landschaften öffnen. Wie bei den Bergl-Zimmern von Schönbrunn (der Maler in Zwettl, Karl Frister, war Bergls Neffe) wird in Zwettl heimische Fauna mit Tieren exotischer Weltgegenden bunt vermischt – kämpfende Rehböcke und ein Enten belauernder Fuchs treffen auf Äffchen und Elefanten. Dem Besuch des „Gartenzimmers“, das nur zum Tag des Denkmals der Öffentlichkeit zugänglich ist, folgt ein Rundgang in der Barockbibliothek zur Sonderausstellung „Melchior und die Kaiserin“.
Information: www.stift-zwettl.at

Mehr Informationen zum Tag des Denkmals finden Sie unter www.kloesterreich.at.

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