fax
 
 
 

Beteiligung – Vielfalt – Dialog

Proksch Cover





Vor 50 Jahren, am 20. Januar 1963 – während des Zweiten Vatikanischen Konzils –  wurde Vinzenz Pallotti, der Gründer der Ordensgemeinschaft der Pallottiner, heiliggesprochen. Der Konzilspapst Johannes XXIII. hatte den Akt der Heiligsprechung auf dieses bemerkenswerte Datum gesetzt. Was bewog ihn dazu? Pallotti war ein schlichter Priester in Rom des 19. Jahrhunderts, in seinem Denken großteils seiner Zeit verpflichtet. Und doch hatte er kühne prophetische Einsichten: über die Berufung aller Menschen zur Heiligkeit, über die göttliche Sendung aller zum Zeugnis der Liebe, über die Bedeutung der Dreifaltigkeit für das konkrete Leben der Kirche und ihrer Gläubigen ... und eben diese Anliegen wurden zu Hauptthemen des Konzils. Der vorliegende Band spürt vor allem dem Bild und der Theologie Vinzenz Pallottis von der Kirche nach und versucht, ihn auf dem Hintergrund des Konzils für heute theologisch zu deuten.

Brigitte M. Proksch, Beteiligung – Vielfalt – Dialog. Inspirationen Vinzenz Pallottis zur Ekklesiologie. Pallotti Verlag, Friedberg 2014.

[hw]

 

 

 

 

Auf FELS gebaut

Cover Heim 120

Ein breites Spektrum an Themen findet sich im Buch des Heiligenkreuzer Abtes Maximilian Heim. Es beginnt mit der Dankesrede anlässlich der Verleihung des "Theologischen Nobelpreises" ("Premio Ratzinger") und reicht über Monastische Theologie, die Rezeption und Hemeneutik des Zweiten Vatikanischen Konzils, die Theologie und Ekklesiologie Joseph Ratzingers/Benedikt XVI. bis hin zur Apokalyptik im Zisterzienserstift Heilgenkreuz. Predigten und Aufsätze des Abtes sind hier gesammelt, die "Freude an Kirche und Glaube" vermitteln wollen. Besonders lesenswert sein Vortrag beim Ordenstag in Münster 2012: "Neuaufbruch im Blick auf Christus. Ordensleben im Licht des II. Vatikanischen Konzils."

Abt Maximilian Heim OCist, Auf FELS gebaut. Freude an Kirche und Glaube. Be&Be-Verlag, Heiligenkreuz 2014.

Beten

Schalk

"Ich bin am Ende meines Nachdenkens über das Beten und habe nun den Eindruck, ich stehe am Anfang. Ich hatte gedacht, ich wisse, was Beten sei – nun weiß ich es doch nicht. Ich ahne nur, was wirkliches Beten sein kann“, schreibt der Autor im Nachwort zu seinem Buch mit dem schlichten Titel „Beten“. „Beziehung zum ganz Anderen“, Unergründlichen ist das Gebet und deshalb ist auch das Sprechen vom Gebet immer ein Wagnis und bleibt eine Ahnung.

Der Redemptorist P. Hans Schalk schreibt über das Beten aus seiner Erfahrung der geistlichen Begleitung von Menschen, deren Leben durch das Gebet Gestalt und Kraft gewinnt für den Alltag. In seinem Buch greift er nicht nur auf eigene Gebetserfahrungen zurück, sondern lässt Menschen aus den unterschiedlichsten Lebenswelten zu Wort kommen: einen Benediktinermönch, einen Pfarrer, einen Mitarbeiter einer Obdachloseninitiative, eine Mutter, einen Jugendlichen, eine Studentin und den Leiter einer Fokolar-Gemeinschaft. Wie facettenreich das Beten gestaltet werden kann, führt P. Schalk zum Schluss an – ausgehend von Alfons von Liguori, dem Ordensgründer der Redemptoristen. 

Beten. Beziehung zum ganz Anderen. Band 7 der Reihe „Spiritualität und Seelsorge". Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2014.

Ein Ort von Welt

Buchcover 120

 

 

 

 

Das Augustiner-Chorherrenstift Stift St. Florian bei Linz, einmal nicht von innen, sondern von außen erlebt und gesehen, von prominenten Gästen: Das ergibt interessante Einblicke, welche die Bedeutung des Stiftes in Vergangenheit und Gegenwart auf unterhaltsame Weise unterstreichen. Friedrich Buchmayr, Bibliothekar von St. Florian, bündelt in seinem Buch Geschichten und Ereignisse rund um 13 prominente Gäste des Stiftes, von Kaiser Maximilian über Papst Pius VI. bis hin zum Germanisten Claudio Magris.
Autor Buchmayr schöpft aus Berichten von Zeitzeugen und Reiseschilderungen, die im Stiftsarchiv vorliegen, und verschweigt auch nicht kuriose Ereignisse. So geht er zum Beispiel der Geschichte nach, wonach der Starorganist Georg Joseph Vogler 1805 den damaligen Stiftsorganisten zu einem Nacktkonzert inspiriert habe. Auch die Frage, wie ein zugereister Taglöhner den barocken Stiftsneubau erlebte, wird in dem Buch beantwortet.

Ein Ort von Welt. 13 europäische Reisende erleben das Stift St. Florian. Verlag Schnell&Steiner, Regensburg 2014

Der Augenblick ist mein

Cover Wolf

 

 

 

 

Man kann Gott in allen Dingen finden. Zu dieser Erkenntnis gelangte Ignatius von Loyola, der Gründer des Jesuitenordens, und diese Erfahrung prägte und veränderte sein Leben. Doch um Gott in allen Dingen zu finden, braucht es eine aufmerksame Sicht auf die Dinge, ein feines Gespür für die Gegenwart Gottes in der Welt, eine radikale Ausrichtung auf Gott. Diese Feinfühligkeit üben und zu dieser Ausrichtung verhelfen möchten die 30-tägigen Geistlichen Übungen des Ignatius, die Großen Exerzitien.
Der Filmemacher und Jesuit P. Christof Wolf bereitet die Ignatianischen Exerztien für den Alltag auf. Entlang den vier klassischen Themen der Exerzitien wählt er für jeden Tag eine Bibelstelle aus, kommentiert sie und formuliert dazu Impulsfragen. Ein Filmtipp ergänzt die Betrachtung.

Christof Wolf SJ, Der Augenblick ist mein. Eine ignatianische Anleitung zum Beten. Bonifatius Verlag, Paderborn 2014.

Der Benediktweg

Cover Benediktweg

 

 

 

 

 

Zu den Ursprungsstätten des benediktinischen Mönchtums führt dieser 300 km lange Weg, auf dem der Pilger mit der Persönlichkeit und Spiritualität des Vaters des abendländiischen Mönchtums vertraut gemacht wird. Durch eine jahrtausendealte Kulturlandschaft und abwechslungsreiche Natur, abseits von Verkehr und Hektik, führt der Pilgerweg von Nursia in Umbrien, dem Geburtsort Benedikts, über Subiaco, den Hauptort seines Wirkens, bis nach Montecassino, der letzten Station seines Lebens. Vor allem aber begleitet der Benediktweg den Pilger in die Innerlichkeit und richtet ihn auf Gott aus.

Simone Frignani, Der Benediktweg von Nursia über Subiaco nach Montecassino. Auf den Spuren des hl. Benedikt. Für Fuß- und Radpilger. Mit detaillierten Karten. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2014.

Das Unmögliche wagen

Biographie Anna Dengel Titelbild 120

 

 

 

Die bekannte Journalistin und Autorin Ingeborg Schödl hat eine neue Biographie über die Tirolerin Anna Dengel (1892-1980) verfasst. Sehr deutlich stellt sie Anna Dengels „Frauenpower“ innerhalb der katholischen Kirche dar und verschweigt nicht die kleinen und großen Hindernisse, die Anna Dengel immer wieder in den Weg gelegt wurden. Trotz mancher Widerstände verfolgte sie unbeirrt und konsequent ihr Ziel. Als eine der ersten Frauen studierte Anna Dengel Medizin, arbeitete in den 1920er Jahren als Ärztin in Indien und gründete später die „Gemeinschaft Missionsärztlicher Schwestern“. Heute arbeiten über 600 Schwestern weltweit in ihrem Sinne.

Das Unmögliche wagen
Anna Dengel – Ärztin, Missionarin, Ordensgründerin
Tyrolia Verlag, Innsbruck 2014.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.