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Barmherzige Brüder halbieren Treibhausgas-Emission

Die Barmherzigen Brüder, einer der größten privat-gemeinnützigen Gesundheitsdiensteanbieter Österreichs, melden Erfolge beim Klimaschutz: Das Ziel, die CO2-Emissionen bis 2025 um fast 50 Prozent zu senken, wurde bereits jetzt mit 48 Prozent nahezu erreicht.

 Wurden 2017 noch ca. 16.563 Tonnen CO2 verursacht, waren es 2020 nur noch 8.622 Tonnen - eine Reduktion der CO2-Emissionen um fast die Hälfte bei den Barmherzigen Brüdern in Wien. (c) Gugerell/wikimedia

Wurden 2017 noch ca. 16.563 Tonnen CO2 verursacht, waren es 2020 nur noch 8.622 Tonnen - eine Reduktion der CO2-Emissionen um fast die Hälfte bei den Barmherzigen Brüdern. (c) Gugerell/wikimedia

Erreicht wurde die Reduktion vor allem durch die Errichtung von Photovoltaikanlagen und eines Biomasseheizwerkes, bauphysikalische Maßnahmen bei Neubauten, energieeinsparende Maßnahmen wie den kontinuierlichen Umstieg auf LED-Beleuchtungen, die Einführung eines Energiemonitoring-Systems oder den ausschließlichen Einsatz von elektrischer Energie aus Wasserkraft. "Das Umweltmanagement der Barmherzigen Brüder erstreckt sich auf fast alle Bereiche der Krankenhäuser und Betreuungseinrichtungen. Vom Einkauf regionaler Zutaten für die Küchen über das Abfalltrennkonzept auf den Stationen bis hin zur Photovoltaikanlage auf den Dächern", so Adolf Inzinger, Gesamtleiter (CEO) der Österreichischen Ordensprovinz, über das umfassende Nachhaltigkeitskonzept.

Grundlage dafür seien die Werte des Ordens der Barmherzigen Brüder, wie etwa Verantwortung, Qualität oder Respekt, die sich auch auf die Bewahrung der Schöpfung erstreckten. "Daraus ergibt sich ein mehrdimensionales, umfassendes Verständnis von Umweltschutz."

 Auch für Frater Saji Mullankuzh, Provinzial der Barmherzigen Brüder Österreich, ist die Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes ein wichtiges Ziel. "Papst Franziskus hat 2015 in seiner Umweltenzyklika Laudato Si auf die Wichtigkeit der Schöpfungsverantwortung hingewiesen, wenn er schreibt: Es ist eine steigende Sensibilität für die Umwelt und die Pflege der Natur zu beobachten und es wächst eine ehrliche, schmerzliche Besorgnis um das, was mit unserem Planeten geschieht."

 Zertifizierungen nach EMAS

 Bereits 2016 haben die Barmherzigen Brüder Österreich vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und knapper werdender Ressourcen begonnen, ein Umweltmanagementsystem nach EMAS III (Eco-Management and Audit Scheme) einzuführen. Mit der EMAS-Zertifizierung werde sichergestellt, dass alle umweltrechtlichen Vorgaben auf Einhaltung überprüft werden. Dadurch werde für alle Einrichtungen im Bereich des Umweltschutzes Rechtssicherheit hergestellt.

Derzeit sind nach Angaben des Ordens alle sieben Krankenhäuser (mit mehr als 2.000 Betten) der Barmherzigen Brüder, weiters eine Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen, eine Alten- und Pflegeeinrichtung sowie ein Kurhaus nach EMAS III zertifiziert bzw. rezertifiziert. Dabei sei den Einrichtungen mehrfach eine Umsetzung der Maßnahmen zum Energiesparen "auf höchstem Niveau" bescheinigt worden.

Quelle: Kathpress

[elisabeth mayr]

 

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