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Museum Stift Klosterneuburg

01.05.2020 bis 15.11.2020
 

Bermerkenswert ist der Babenberger Stammbaum (1489/92), ein ca. 8 m breiter Triptychon, der ursprünglich an der Grabstätte des hl. Leopold zur Information der Pilger aufgestellt war. Das Gemälde wurde vom Stift Klosterneuburg nach der Heiligsprechung Leopolds III. im Jahr 1485 in Auftrag gegeben, um dem Volk den neuen Landesheiligen nahe zu bringen und es zugleich mit seiner Familiengeschichte vertraut zu machen. Die Arbeiten am Triptychon dauerten bis 1492. Der Mittelteil zeigt jeden männlichen Vertreter der Dynastie in einer typischen Szene seines Lebens (darin enthalten sind zahlreiche historisch wertvolle Stadtansichten). Auf den Seitenflügeln befinden sich die Porträts der Ehefrauen und Töchter. Zu den bekanntesten Kunstwerken des Stiftes zählen die Werke von Rueland Frueauf dem Jüngeren, die zwischen 1496 und 1507 entstanden sind. Herausragend sind die vier Tafeln mit Szenen aus der Schleierlegende, der Gründungslegende des Stiftes. Die Bilder bestechen vor allem durch ihren großen Detailreichtum, in der Darstellung der Landschaft wurde hier gänzlich neue Wege eingeschlagen. Die zweite Tafel, die „Sauhatz“, gilt als älteste realistische Landschaftsdarstellung in der österreichischen Malerei. Ein Saal ist der Sammlung von Renaissance-Bronzen gewidmet. Es ist eine der reichsten ihrer Art in Österreich. Höhepunkte der barocken Kunst sind  die Bleistatuette „Merkur und Amor“ von Georg Raphael Donner und Gemälde von Johann Michael Rottmayr, Paul Troger, Martin Johann Schmidt („Kremser Schmidt“) und Franz Anton Maulbertsch.

Kontakt   T +43 22434110
Augustiner Chorherrenstift Klosterneuburg, Stiftsplatz 1, 3400 Klosterneuburg
Öffnungszeiten: Samstag, Sonn- und Feiertag 14.00 bis 17.00 Uhr
www.stift-klosterneuburg.at