Jetzt befinden wir uns im lustigen Elend – Krisen der Orden in der Diözese Gurk

Peter G. Tropper

Vortrag gehalten bei der virtuellen Jahrestagung der ARGE Ordensarchive am 6. Oktober 2020.

Der Titel dieses Beitrags ist das Zitat einer Klosterfrau, der Chronistin der Klagenfurter Ursulinen aus der Zeit der Oberin Anna Katharina von Schlichting von 1796 bis 1812. Der Spruch: „Jetzt befinden wir uns im lustigen Elend!“ stammt aus der Zeit nach der Wiederbesiedlung des Klosters im Jahr 1810, das zur Zeit Napoleons von den Franzosen besetzt war.[1] Die Kirche hatte als Futterlager gedient, das Klostergebäude als Militärspital. Die Ursulinen mussten bei ihrer Rückkehr aus dem Exil in Gurk die Einrichtungsgegenstände um die drei- bis zehnfache Summe zurückerwerben, die sie zuvor bei der Versteigerung anlässlich ihrer Vertreibung erzielt hatten.[2] Welch lustiges Elend!

tropper abb.1Abb. 1: Chronik der Klagenfurter Ursulinen von 1810 (Foto: Ursulinenkonvent Klagenfurt).

Ausgehend von den Auswirkungen der Reformation auf die Kärntner Ordenslandschaft über die in der Aufklärung durchgeführte Klosteraufhebung und den Aufschwung klösterlichen Wirkens im 19. Jahrhundert bis zu den Ereignissen im frühen 21. Jahrhundert soll im Folgenden der Umgang religiöser Gemeinschaften mit Krisensituationen angerissen werden.

Basis dessen ist ein Beitrag von Gisela Fleckenstein, die bereits im April 2009 in Wien einen Vortrag über „Klöster und Ordensgemeinschaften in den Krisen des 19. und 20. Jahrhunderts“ gehalten hat, der auch in den Ordensnachrichten veröffentlicht worden ist.[3] Als Modell eines aus inneren und äußeren Krisen untergegangenen Klosters wird das Beispiel des Olivetanerkonvents in Tanzenberg erläutert.[4]

Die im vorliegenden Beitrag behandelte Zeitspanne reicht von der Reformation bis in die Gegenwart. Nur ein Beispiel aus dem Mittelalter sei angeführt: Das Benediktinerkloster Millstatt wurde den Benediktinern von Kaiser Friedrich III. entzogen und dem von ihm gegründeten St. Georgs-Ritterorden übertragen.[5]

Gisela Fleckenstein spricht in ihrem bereits genannten Beitrag von externen Krisen, die von außen, meist von der staatlichen Gewalt, ausgelöst worden sind, und von internen Krisen, also krisenhaften Situationen, die in der jeweiligen Gemeinschaft entstanden sind.[6] War der Fall Millstatt eine externe Krise, so erweisen sich die Probleme der Ordensansiedlungen des 16. Jahrhunderts in Kärnten als vornehmlich interne Krisen.

Vor allem die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts war für die in Kärnten gelegenen Stifte eine Zeit des Niederganges: Nur selten hatten sie einen funktionierenden Konvent, die Frage nach dem Sinn des klösterlichen Ideals führte zur fast vollständigen Auflösung der klösterlichen Ordnung. Zwar mühte sich der päpstliche Nuntius Felician Ninguarda um die Kärntner Stifte,[7] doch meistens diente dies nur einer Existenzsicherung. Kärnten war kein Zentrum für die monastische Reform.

Das Augustiner-Chorherrenstift Eberndorf wurde aufgehoben und im Juli 1604 dem Jesuitenorden übergeben, um den finanziellen Unterhalt des neuen Klagenfurter Kollegs zu sichern.[8] Die Niederlassung des Georgs-Ritterordens in Millstatt verwendete man als materielle Basis der Grazer Jesuitenuniversität.[9]

Das unter bambergischer Herrschaft stehende Benediktinerkloster Arnoldstein war während des 16. Jahrhunderts von einer andauernden ökonomischen Krise bedroht.[10] In der zweiten Jahrhunderthälfte waren zwei seiner Äbte dem Protestantismus zugeneigt. Mehrmals drohte ihm die Aufhebung. Man plante mit den Gütern die Gründung von Jesuitenkonventen im Lande zu ermöglichen, zuletzt 1627/28 eine Niederlassung des Jesuitenordens in St. Veit an der Glan. Mitten im allgemeinen Aufschwung des Klosterwesens im 17. Jahrhundert blieb die Lage des kleinen Stifts prekär. Wiederholte Brände und daraus resultierende wirtschaftliche Probleme ließen das Stift bis zu seiner Aufhebung nicht mehr hochkommen. Ein Grund war das Fehlen einer herausragenden Gestalt unter den Äbten.

Die Geschicke des Klosters Ossiach während der Reformation liegen im Dunkeln.[11] In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verfiel unter zwei „ungeistlichen“ Äbten das klösterliche Leben rasch. Im ersten Jahrzehnt nach 1600 zählte die Mönchsgemeinschaft mit dem Abt nur mehr drei Mitglieder. Abt Georg Wilhelm Schweitzer führte das Stift aus der Krise heraus.

Das Kloster St. Paul im Lavanttal konnte sich in der Zeit der Reformation zwar halten, hatte aber seit Abt Ulrich Pfinzing, den Kaiser Maximilian I. dem Kloster aufgezwungen hatte, unter wirtschaftlich unfähigen und geistlich schwachen Äbten zu leiden.[12] Immer wieder mussten der Landesfürst und die geistlichen Autoritäten einschreiten und Äbte absetzen. Erzherzog Karl II. von Innerösterreich tat mit Vinzenz Lechner, einem Mönch aus St. Lambrecht, einen guten Griff. Der umfassend gebildete Abt erneuerte die Gemeinschaft nach den Grundsätzen der katholischen Reform. Neuen Aufschwung nahm das Kloster unter Abt Hieronymus Marchstaller in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Anselm von Edling, Abt des Klosters St. Paul von 1778 bis 1787, gilt als der bedeutendste geistliche Vertreter des Josephinismus in Kärnten.

Das 1232 vom Bamberger Bischof Ekbert gegrün­dete Prämonstratenserstift Griffen[13] war im 17. Jahrhundert dem Untergang nahe, wurde aber durch Abt Augustin Pichler wiederaufgebaut.

Einzig das Stift Viktring scheint den Geist des alten Glaubens auch während der Reformationszeit bewahrt zu haben.[14]

Am frühesten in Kärnten griff die Reformation im Frauenkloster St. Georgen am Längsee.[15] Um 1560 schien das Kloster personell und geistlich am Ende zu sein. Aber der Erzbischof von Salzburg, Johann Jakob von Kuen Belasy, unter dessen Obhut das Kloster stand, griff gegen den Willen des Landesfürsten ein und konnte drei Schwestern aus dem intakten Kloster Göss für St. Georgen gewinnen. Unter der langen Regierung der Äbtissin Afra von Staudach wuchs die Gemeinschaft stetig, wenn auch nicht durch einen Zuzug aus dem überwiegend protestantischen Kärnten.

tropper abb.2Abb. 2: Das Benediktinerinnenstift St. Georgen am Längsee (Abb: Archiv der Diözese Gurk-Klagenfurt).

Im Gegensatz zu St. Georgen hatte im Kloster der Zisterzienserinnen in Friesach reformatorisches Gedankengut keinen Eingang gefunden.[16] Zwar wurde hier im Jahr 1584 – der Konvent bestand nur mehr aus der Äbtissin und einer Nonne – noch ein strenges Reformstatut erlassen, doch bereits 1599 wurde das Kloster durch Papst Clemens VIII. aufgehoben. Der Besitz wurde 1608 dem Kollegiatkapitel St. Bartholomäus in Friesach übertragen.[17]

Ein im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts vom damaligen Kärntner Landeshauptmann gegründetes Klarissenkloster vor der Stadt St. Veit an der Glan wurde 1553/54 vom Landesfürsten aufgelöst, ohne dass besondere Klagen über den Lebenswandel der Nonnen oder deren Neigung zum Protestantismus laut geworden wären.[18] Das Vermögen dieses Klosters diente zur Errichtung eines Armenspitals in St. Veit an der Glan.

Das 17. und frühe 18. Jahrhundert brachte zahlreiche neue Ordensansiedlungen in Kärnten: Jesuiten in Klagenfurt (1604),[19] Serviten in Maria Luggau (1635)[20] und in Kötschach (1715), Franziskaner in Klagenfurt (1613) und St. Veit an der Glan (1638).[21] Kapuziner siedelten sich in Villach (1626)[22], in Wolfsberg (1634) sowie in Klagenfurt (1646)[23] an. Ein Konvent der Dominikanerinnen entstand in St. Andrä im Lavanttal (1663), das Ursulinenkloster (1670)[24] und der Konvent der Elisabethinen samt Spital in Klagenfurt (1710).[25]

Ohne hier auf die Kunstgeschichte der einzelnen Stifte eingehen zu können, bleibt festzuhalten, dass nahezu alle Klöster eine Barockisierung erlebten, wenn nicht gar Neubauten wie in St. Georgen am Längsee errichtet wurden. Das gehobene Selbstbewusstsein der klösterlichen Kommunitäten, die als Vorposten des Katholizismus während der Gegenreformation und als Financiers der kaiserlichen Kriegsführung gegen Ende des 17. Jahrhunderts beträchtlich an Ansehen gewonnen hatten, förderte das Interesse an der eigenen Vergangenheit und reizte zur Beschäftigung mit der Geschichte des eigenen Hauses wie etwa in Ossiach.[26] Man ging daran, Schausammlungen anzulegen, die Bibliotheken zu vergrößern und in repräsentativen Räumen darzubieten, sowie die Archive neu zu ordnen.

Insgesamt diente das Wirken der Orden im 17. und 18. Jahrhundert – vom barocken Gottesdienst mit reicher Musikbegleitung über die Ausstattung der Kirchen als Gesamtkunstwerk der Verkündigung bis hin zum Jesuitentheater[27] – nicht nur einer Vermehrung der Ehre Gottes, sondern auch der kulturellen und wirtschaftlichen Erneuerung des ganzen Landes.

Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts zeigte der Staat des aufgeklärten Absolutismus Interesse daran, die Klöster und das Ordenswesen zunehmend seiner politischen Kontrolle zu unterstellen. Bereits „unter Karl VI. war die Kirche absolut den staatlich-politischen Interessen untergeordnet. Maria Theresia begann mit der Einrichtung des Kirchen-Departements (Consessus in publico-ecclesiasticis) 1769 den staatlichen Einfluss auf Kirche und Klöster stärker und direkter wahrzunehmen".[28] Die Gesetzgebung für die Ordensgemeinschaften war getragen von der Absicht, die Zahl der Mönche zu vermindern. Das Alter der Kandidaten zur Ablegung der Ordensgelübde, der Profess, wurde angehoben, verschuldeten Klöstern die Neuaufnahme von Ordenskandidaten untersagt. Kein Kloster durfte ohne Zustimmung des Landesfürsten bzw. der Landesfürstin errichtet werden, kein Prälat und keine Äbtissin durfte ohne seine bzw. ihre Zustimmung gewählt werden. Zur Verwaltung der Stiftungen setzte der Staat eigene Kommissionen ein.

Nicht nur Aufklärung und Rationalismus, auch erneuerungsbestrebte Bischöfe des 18. Jahrhunderts machten Stimmung gegen das Mönchsleben und das Kloster an sich. Führten aufgeklärte Politiker utilitaristische und ideologische Argumente für eine Aufhebung der Klöster ins Treffen, versprachen sich die Diözesanbischöfe davon nicht nur ein Ende der Benachteiligung ihres Weltklerus gegenüber den Ordensgeistlichen in materieller Hinsicht, sondern auch erhebliche Vorteile durch die Neuordnung der Diözesan- und Pfarrstrukturen im Sinne einer verbesserten Seelsorge.[29] Zu diesen Vorteilen gesellte sich auch die in Aussicht genommene halbstaatliche Priesterausbildung.[30]

Insgesamt aber zählt die Aufhebung der Klöster zu den stark negativ besetzten Erscheinungen der österreichischen Kirchenpolitik. Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 fielen die Jesuitenniederlassung in Klagenfurt, die Güter des Ordens in Eberndorf und das der Grazer Universität gehörende ehemalige Benediktinerkloster Millstatt an den Studienfonds. Das Vermögen der anderen aufgehobenen Klöster wurde dem Religionsfonds einverleibt. Von der am 12. Jänner 1782 durch kaiserliches Patent verfügten Aufhebung der beschaulichen Orden war Kärnten zunächst nicht betroffen, da im Land weder Kartäuser noch Kamaldulenser angesiedelt waren.

Eine erste Welle der Klosteraufhebungen[31] traf den Nonnenkonvent der Dominikanerinnen zu Maria Loretto in St. Andrä im Lavanttal im März 1782 und das Frauenstift des Benediktinerordens in St. Georgen am Längsee. Das Benediktinerstift Ossiach wurde im März 1783 aufgelassen, die Aufhebung des Benediktinerklosters Arnoldstein erfolgte im Dezember desselben Jahres. Mit besonderer Aufmerksamkeit wurde von den kirchlichen Behörden die Aufhebung des Benediktinerstiftes St. Paul im Lavanttal in den Jahren 1782 bis 1787 verfolgt. Das Zisterzienserstift Viktring wurde 1786 aufgehoben. Darüber hinaus wurden auch die Bettelordensniederlassungen, nämlich Minoriten in Wolfsberg und Villach, Unbeschuhte Augustiner in Völkermarkt, Hieronymitaner in Waisach, Innerteuchen und Ortenburg sowie Karmeliter in Zedlitzdorf, schließlich Kapuziner in Villach und Wolfsberg und Serviten in Maria Luggau, geschlossen, später auch der Konvent der Franziskaner in Klagenfurt. Damit war Kärnten am Ende des josephinischen Jahrzehnts nahezu aller seiner klösterlichen Ansiedlungen beraubt.

Im Zuge dieser Klosteraufhebungen ging wertvollstes Kulturgut verloren. Stiftsgebäude wurden als Kasernen oder Fabriken verwendet, liturgische Geräte, Paramente, Kunstgegenstände, Archive und Bibliotheken der Klöster wurden zum Teil versteigert oder vernichtet. Das unbewegliche Vermögen der Stifte wurde dem Religions- bzw. dem Studienfonds einverleibt. Aus diesen Mitteln wurden in der Folgezeit nicht nur die Geistlichen an den neu geschaffenen Seelsorgestationen – die zum großen Teil aus den aufgehobenen Klöstern stammten – finanziert. Auch die aus dem Patronat entspringenden Verpflichtungen für die Erhaltung der Kirchengebäude der neuen Seelsorgestationen wurden aus dem Religionsfonds geleistet, während der Studienfonds der Mitfinanzierung kirchlicher Bildungsinstitutionen diente. Das war die eine Seite. Die andere war der Verlust kultureller Traditionen: „Was dem Land Kärnten aber für immer verloren ging, waren die vielen Zentren der Bildung und der Kultur. Kärnten hat durch die Klosteraufhebungen wahrscheinlich mehr verloren, als es ökonomisch gewonnen hat."[32]

Nach der Reformation, wo vornehmlich interne Krisen die Klöster gebeutelt hatten, waren die Klosteraufhebungen durch den Staat in Österreich am Ende des 18. Jahrhunderts eine gewaltige, von außen herbeigeführte Krise.

Sechs Jahrzehnte später, um das Jahr 1850, werden für Kärnten folgende klösterliche Kommunitäten ausgewiesen[33]: Das Benediktinerkloster in St. Paul im Lavanttal (54 Mitglieder) mit dem Kollegium in Klagenfurt, das Kapuzinerkloster in Wolfsberg (drei Mitglieder), das Kapuzinerkloster in Klagenfurt (neun Konventualen), das Dominikanerkloster in Friesach (vier Mitglieder), die Servitenklöster in Kötschach (vier Mitglieder) und in Maria Luggau (neun Mitglieder), weiters das Ursulinenkloster (47 Mitglieder) und das Elisabethinenkloster (25 Mitglieder) in Klagenfurt sowie der aus vier Schwestern bestehende Konvent der Vereinten Jungfrauen zu Döllach in der Pfarre Sagritz. 1860 zählte man in Kärnten sechs Männerklöster mit 161 Ordensmännern und sechs Frauenklöster mit 104 Ordensfrauen.

tropper abb.3Abb. 3: Die zahlenmäßige Entwicklung der Orden in Kärnten 1860–2020 (Grafik: Peter G. Tropper).

Bis zum Jahre 1899 konnte die Zahl der Ordensniederlassungen um die Benediktiner in Wieting, die Jesuiten in St. Andrä (1859) und in Klagenfurt, das Hospiz der Franziskaner aus der Tiroler Ordensprovinz in St. Nikolai in Villach (1886), das Kloster der Barmherzigen Brüder in St. Veit an der Glan (1877), das Dominikanerinnenkloster in Friesach (1890), die Schwestern des Deutschen Ordens in Friesach (1880), das Benediktinerinnen-Frauenstift in Gurk (1890), die Niederlassungen der Frauen vom Guten Hirten in Harbach bei Klagenfurt (1890), der Schulschwestern aus dem Mutterhaus in Marburg in St. Paul im Lavanttal (1890) und in St. Ruprecht bei Völkermarkt (1896), die Kreuzschwestern (1875), die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Villach (1891), die Töchter der göttlichen Liebe in St. Andrä im Lavanttal sowie die Barmherzigen Schwestern von Zams in Maria Saal (1893) und am Knabenseminar Marianum in Klagenfurt (1890) und die Töchter der christlichen Liebe des hl. Vinzenz von Paul in Wolfsberg (1881) vermehrt werden.[34] Elf Männerklöstern mit 205 Ordensmännern standen im Jahr 1899 16 Frauenkonvente mit 285 Ordensfrauen gegenüber.

Damit waren auch die von Gisela Fleckenstein angeführten Punkte klösterlicher Wirksamkeit sowohl in externer als auch in interner Hinsicht abgedeckt. Im externen Bereich geht es um den Einsatz in der Seelsorge, „der Armen- und Krankenfürsorge, der Bildung, der Erziehung und Lehre, in Kunst und Kultur und in Wirtschaft und Mission. Der interne Bereich umfasst die Liturgie in Gottesdienst und Stundengebet sowie die Pflege eines kontemplativen Lebens.“[35]

Auch in der Ersten Republik lässt sich ein weiteres Ansteigen an Ordensniederlassungen feststellen: 1921 stehen 24 Männerkonventen mit 154 Ordensmännern 15 Frauenkonvente mit 389 Ordensfrauen gegenüber.[36] Dieser Trend hielt bis ans Ende des Jahres 1938 an, wo 17 weibliche Ordensniederlassungen mit 566 Mitgliedern und 19 Männerkonvente mit 252 Ordensmännern verzeichnet werden.[37] Von diesen 36 Einrichtungen erfuhren 30 Ordensniederlassungen schwersten Schaden durch das nationalsozialistische Regime:[38] Enteignung des Besitzes, Schließung von Schulen und Spitälern, zwangsweise Vermietungen und Verpachtungen bis hin zu Vertreibungen der Ordensleute! Auch hier also eine von außen verursachte Krise.

Die Olivetanerabtei Tanzenberg

Von der Enteignung war auch das Kloster der Olivetaner, der weißen Benediktiner in Tanzenberg bei Maria Saal betroffen. Tanzenberg – dieser die Geschichte Kärntens über Jahrhunderte prägende Ort ist für sein repräsentatives Renaissanceschloss der Keutschacher, das ehemalige Bischöfliche Knabenseminar Marianum sowie das Bundesgymnasium bekannt. Zwischen 1898 und 1953 beherbergten die ehrwürdigen Gemäuer über dem Zollfeld die Abtei einer benediktinischen Ordenskongregation aus der Toskana – der Olivetaner.[39] Dieser Anfang des 14. Jahrhunderts von Bernhard von Tolomei gegründete Orden hat das Mutterkloster der Olivetaner in Monte Oliveto Maggiore, ca. 30 km südlich von Siena. Hier wirkte der Ordensgründer, zu dessen monastischer Bewegung um 1600 mehr als hundert italienische Klöster zählten. Eingebettet in die idyllische toskanische Landschaft, umgeben von Weinbergen, Zypressenalleen und Olivenhainen, kann man im Kreuzgang des zu den schönsten Abteien der Toskana zählenden Klosters den berühmten Freskenzyklus bewundern, der in 36 Bildern das Leben des Heiligen Benedikt darstellt.[40]

tropper abb.4aAbb. 4: Die Olivetanerabtei Tanzenberg (Foto: Peter G. Tropper).

Die Olivetanerabtei Tanzenberg wurde am 30. August 1940 durch eine Verfügung der GESTAPO Klagenfurt beschlagnahmt und zu Gunsten des Deutschen Reiches eingezogen.[41] Am 30. April 1941 wurde das Vermögen der Abtei, rund 400.000 Reichsmark, in das Eigentum des Reichsgaues Kärnten eingewiesen. Die Mönche – neun Patres, ein Kleriker, zwei Laienbrüder und ein Oblate – hatten im August 1940 innerhalb von drei Tagen die Abtei zu verlassen. Zur Auflösung hatten nach Angabe der GESTAPO zwei von einem Olivetanerpater verfasste Denuntiationsschreiben geführt, in denen es hieß, „dass in der Abtei zu Tanzenberg kein monastischer Geist herrsche, das gemeinsame Offizium unzulänglich gebetet werde und obendrein auch noch ein drastischer Sittenverfall Einzug gehalten habe.“[42] Nach der Auflösung des Konventes wanderten vier Patres nach Italien aus, von sieben Patres ist der Aufenthaltsort während des Zweiten Weltkriegs nicht gesichert.

Auf die von den Nationalsozialisten in Tanzenberg geplante Reichsverwaltungsschule ist hier eben so wenig einzugehen wie auf die eingerichtete Zentralbibliothek der „Hohen Schule“.[43] Die Rückstellung der Abtei an den Orden der Olivetaner und die Wiederbesiedlung des Klosters erfolgten ab 30. August 1945. Die Wiederbelebung des Klosters gestaltete sich äußerst schwierig, wie der Apostolische Visitator 1945 der Religiosenkongregation mitteilte: Nur sieben Mitglieder des ehemaligen Konventes, sämtlich in fortgeschrittenem Alter, wären bereit, nach Tanzenberg zurückzukehren. Vor allem aber fehle der Abtei ein wahrer und klösterlicher, pastoraler und wissenschaftlicher Geist und Zweck. Bereits im Jahr 1938 hatte derselbe Visitator festgehalten, dass sich nicht wenige der Tanzenberger Konventualen aufgrund ihrer Lebensweise von ihren monastischen Zielen ziemlich weit entfernt hätten.

Erzbischof Andreas Rohracher, der auch die Diözese Gurk während des Zweiten Weltkrieges geleitet hatte, führte gemeinsam mit dem Abt von Stift Seitenstetten, Theodor Springer, am 26. November 1947 in Tanzenberg eine Apostolische Visitation durch. Dabei wurde festgestellt: 1.) Vor allen ist die Festsetzung einer bestimmten Aufgabe für die Abtei eine unbedingte Notwendigkeit, von der der Weiterbestand der­selben abhängig gemacht werden muss. Bisher mangelte dem Hause ein klarer Zweck, denn der ursprünglichen Seelsorgsaushilfe und Missionen wurde in einer mit dem monastischen Leben vereinbarten Weise nicht erreicht. Daher waren die Patres nicht recht beschäftigt, es wurde am Kloster stark Kritik geübt, ja teilweise sogar Aergernis genommen. Aus demselben Grunde haben die jüngeren Patres Beschäftigung ausserhalb des Klosters gesucht und wollen heute gar nicht mehr in die Abtei zurück, bevor dieselbe nicht eine bestimmte Aufgabe erhalten hat. Auch der geringe Personalstand hängt ohne Zweifel mit dem Mangel eines ausgesprochenen Zweckes zusammen. Die Abtei muss sich daher eine ganz klare und bestimmte Aufgabe stellen: sei es eigenständige Führung einer (landwirtschaftlichen oder Handwerker-) Schule, sei es die einer caritativen Anstalt. Augenblicklich besteht der Plan, durch Berufung von etwa 30 Patres desselben Ordens aus Belgien, Holland und Italien unter Leitung eines führenden Wissenschaftlers ein Institutum Liturgicum Slavicum zur Förderung der Union zu errichten. Diesbezüg­lich sind laut Angabe des Hochwürdigsten Herrn Prälaten beim Hl. Stuhl schon Schritte unternommen worden.

Sosehr eine solche Zweckbestimmung von kirchlicher Seite zu begrüssen ist, bleibt es doch sehr fraglich, ob die nötigen Kräfte dafür im eigenen Orden vorhanden sind; auch die Wirtschaft reicht keinesfalls aus, einen so grossen Konvent zu erhalten, der schon bisher nur durch die sehr gut einfliessenden Gelder für den Messbund sein materielles Auskommen finden konnte. Ausserdem ist sehr zu befürchten, dass ein fast nur aus Ausländern und dazu noch gar nicht deutschsprechenden gebildeter Konvent kaum den nötigen Kontakt mit dem Volk finden wird und so die Nachwuchsfrage offen bleibt. Auf jeden Fall muß aber die Abtei möglichst bald eine eigene Aufgabe erhalten, in der jedes Mitglied irgendwie beschäftigt wird und vor der Öffentlichkeit eine Daseinsberechtigung erhält.

2.) Ist notwendig, dass eine wirkliche Vita communis aufgenommen wird. Augenblicklich ist infolge Raummangel weder Klausur, noch ein Gemeinschaftszimmer, noch ein entsprechendes Speise- und Besuchszimmer vorhanden. Gegenwärtig beschränkt sich das klösterliche Leben auf das gemeinsame Gebet (Offizium, Betrachtung, übliche Ordensgebete) und auf das gemeinsame Essen. Es ist unerlässlich, dass die für ein reguläres Ordensleben erforderlichen Gemeinschaftsräume sobald als möglich frei gemacht und die Klausur errichtet wird. Die Freimachung des Hauses seitens der dort wohnenden Familien der früheren Bibliothekare wurde an zuständiger Stelle in Wien eingeleitet. Sobald das Kloster eine bestimmte Aufgabe erhalten und der notwendige Raum
sichergestellt ist, sind die ohne kirchliche Erlaubnis ausserhalb der Abtei lebenden Konventmitglieder heimzuberufen. Bis zu ihrer Heimkehr soll regelmässiger brieflicher Verkehr mit ihnen aufrecht erhalten werden und zwar offiziell von der Stiftsvorstehung aus. Sobald das klösterliche Leben aufgenommen werden kann, ist eine genaue Tagesordnung einzuführen, die Stunde des Aufstehens für alle Patres festzusetzen und die Betrachtung in die Morgenstunden zu verlegen.

Wohl und gründlich zu überlegen ist der Plan, das Noviziat und die philosophischen und theologischen Studien in das Generalhaus in Monte Oliveto zu verlegen. Es ist zu fürchten, dass der ohnehin sehr spärliche junge Nachwuchs bei 7-8 jährigem Aufenthalt im Auslande sich in die Abtei nicht mehr eingewöhnen kann und ihr fremd bleibt. Damit entstehen von neuem große Schwierigkeiten. Auf jeden Fall ist zu sorgen, dass der in Wien studierende Fr. Heinrich Farkas in einem geistlichen Hause untergebracht wird. Seine gegenwärtigen Lebensbedingungen sind nicht zu verantworten. Auch muß die Frage seiner Gelübde in Ordnung gebracht werden.

Zur Leitung der Abtei ist das Kapitel und der Seniorenrat heranzu­ziehen. Gewisse Rechtsgeschäfte machen dies ja zu ihrer Gültigkeit notwendig.

Von allergrößter Bedeutung ist, dass der Geist der Liebe zur Herrschaft gelang, die Patres müssen in der Abtei ein Heim haben und sich heimisch fühlen können, sonst streben die Mönche, wie die Erfahrung lehrt, nach einem Leben ausserhalb des Klosters. Das reine Nebeneinanderwohnen ohne innere seelische Verbindung ist das Zerrbild einer klösterlichen Gemeinschaft. Vor allem muss der Abt wirklich Vater aller sein. Antipathien und Spannungen sind umso gefährlicher, je kleiner der Konvent ist.

[…] Möge es gelingen, der Abtei möglichst bald eine bestimmte Aufgabe zuzuteilen. Könnte das nicht geschehen, so wäre die Aufrechterhaltung des Antrages des letzten hochwürdigsten Apostolischen Visitators, Sr. Exzellenz P. Hilarin Felder O. M. Cap. auf Suppressio [d.h. Aufhebung] der Abtei unvermeidlich.[44]

Wenngleich ab Anfang Jänner 1946 dem Knabenseminar „Marianum“ der Diözese Gurk rund zwei Dutzend Räume in Tanzenberg vermietet wurden, gestaltete sich die Neuausrichtung der Abtei äußerst zäh: Die geplante Gründung eines „Institutum Liturgicum Slavicum“, wofür im Jahr 1952 sechs Olivetanerpatres des byzantinischen Ritus nach Tanzenberg gesandt worden waren, wurde nicht realisiert –  gegen ein solches Institut waren auch massive Einwendungen der Kärntner Kirchenleitung erfolgt. Sittlichkeitsdelikte und Missbrauchsfälle von Marianumszöglingen durch Tanzenberger Patres taten ein Übriges dazu, um den Verkauf der Abtei an die Diözese Gurk am 14. August 1953 um knapp fünf Millionen Schilling abzuschließen. Der Besitz hatte eine Größe von etwa 283 Hektar. In der Folgezeit entwickelte sich Tanzenberg als Sitz des Knabenseminars zur Ausbildungsstätte des künftigen Kärntner Diözesanklerus.[45]

Wie aber sah es in Kärnten nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Orden insgesamt aus? Die Zahl der weiblichen Institute hatte sich seit 1939 um mehr als das Doppelte vermehrt: 1952 lebten in 38 Niederlassungen von Frauenorden und Frauenkongregationen 585 Ordensfrauen in Kärnten. Bei den Männern waren es 235 Ordensleute in 23 Niederlassungen, hier waren seit 1939 nur vier neue Ansiedlungen erfolgt.[46]

Die Auswirkungen des Zweiten Vatikanischen Konzils, von Karl Suso Frank als „Prozess einer Selbstauflösung der Klöster und Ordensgemeinschaften“ bezeichnet[47], lassen sich für die weiblichen Orden und Kongregationen in Kärnten so nicht nachvollziehen: Hier waren bis 1973 zwei neue Institute, die Caritas Socialis und die Gemeinschaft Unserer Lieben Frau vom Wege hinzugekommen, die Mitgliederzahl lag insgesamt bei 568 Frauen,[48] hatte also seit 1952 um nicht ganz 20 Ordens- bzw. Kongregationsmitglieder abgenommen. Anders verlief die Entwicklung bei den Orden und Kongregationen der Männer, wo die Anzahl der Niederlassungen von 23 im Jahr 1952 auf 18 im Jahr 1973 gesunken war. Die Anzahl der Ordensmänner dagegen sank um mehr als ein Drittel von 235 im Jahr 1952 auf 155 im Jahr 1973.

Die dramatische Entwicklung der letzten 30 Jahre allerdings spiegeln folgende Zahlen: Gegenwärtig, im Jahr 2020, existieren in der Diözese Gurk 19 Fraueninstitute mit 181 Mitgliedern und sieben Männerinstitute mit 46 Ordensmännern. Noch 1992 waren es 22 weibliche Gemeinschaften mit 428 Ordensfrauen und 15 männliche Gemeinschaften mit 90 Ordensmännern gewesen.[49]

Was war geschehen? Zahlreiche Ordensgemeinschaften haben sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Kärnten zurückgezogen, so die Jesuiten aus Klagenfurt und St. Andrä im Lavanttal, die Dominikaner aus Friesach, die Kapuziner aus Wolfsberg, die Kreuzschwestern aus Klagenfurt, um nur einige zu nennen. Das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal wurde über lange Zeit administriert, und wird es heute wieder. Die Don Bosco-Schwestern haben Klagenfurt im Sommer 2020 verlassen. Wie es mit der Servitenpfarre in Maria Luggau und den Kapuzinern in Klagenfurt weitergehen wird, ist ebenso ungewiss wie mit den Ursulinen.

Überalterung und fehlender Nachwuchs sind die großen Probleme der meisten Konvente. So auch bei den Elisabethinen, die in Klagenfurt ein Spital führen. Hier ist man 2006 mit einem Orden im selben Tätigkeitsbereich, den Barmherzigen Brüdern in St. Veit an der Glan, eine Verbindung eingegangen, die der Synergie zweier geistlicher Krankenhäuser dient.

Aber auch manchen Instituten, vom Bischof angesiedelt, war in Kärnten nur ein kurzes Dasein beschieden. Von der Gemeinschaft der Brüder und Schwestern vom gemeinsamen Leben (Augustiner Chorherren der Windesheimer Kongregation), die sich unter Bischof Egon Kapellari in Maria Saal niederließen, ist heute ebensowenig vorhanden wie von der Gemeinschaft der Söhne Mariens in Kötschach im Gailtal. Auch die Kongregation der Helferinnen existiert nicht mehr in Kärnten. Die Bestrebungen von Bischof Alois Schwarz, in Klagenfurt die Franziskanische Gemeinschaft von Betanien mit Mitgliedern aus Italien anzusiedeln und ihr in der Nähe der Bischofsresidenz ein neues Kloster zu errichten, wurden durch den Weggang des Bischofs zunichte. Der gleichzeitige Eintritt einer beachtlichen Zahl von Novizinnen bei den Klagenfurter Elisabethinen vor mehreren Jahren verdeutlichte in der Folge auch den Generationenkonflikt unter Ordensfrauen insofern, als es der jungen Gruppe nicht gelungen ist, ein eigenes „Kloster im Kloster“ zu etablieren, sodass die Gruppe den Elisabethinenkonvent wieder verlassen hat.

Zusammenfassung

Während der Zeit der Reformation erweisen sich zahlreiche Klöster durch interne Krisen erschüttert, während die Säkularisation am Ende des 18. Jahrhunderts, aber auch die beiden Weltkriege und, ja, auch das Zweite Vatikanische Konzil von außen her zu krisenhaften Situationen bei den Orden und den Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens geführt haben. In den letzten drei Jahrzehnten allerdings wird man die Krisen, die unsere Konvente und Kongregationen durchmachen, vor allem als interne Krisen bezeichnen müssen.

Damit ist der kurze Überblick zur Krise der Orden in der Diözese Gurk zu Ende. Wir alle wissen, dass es kein Allheilmittel gibt, der existentiellen Krise unserer Orden und Religioseninstitute zu begegnen. Die Wege, die vorgeschlagen werden, sind legendär; sie reichen vom Rat, sich nicht länger mit sich selbst zu beschäftigen, über den Vorschlag einer Öffnung nach außen bis hin zu Diskussionen über das Amt und die Angst, ein überkommenes Kirchenbild zu verlieren. So stehen am Schluss dieses Beitrags die Worte aus Psalm 31,15-16: Ich aber, HERR, ich hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! In deiner Hand liegt mein Geschick.

 

Peter G. Tropper ist seit 1985 Leiter des Archivs der Diözese Gurk in Klagenfurt und betreut seit 2002 auch das Archiv des Gurker Domkapitels. Er habilitierte sich 1997 an der Karl-Franzens- Universität in Graz für das Fach Kirchengeschichte. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher und Beiträge zur Kirchen- und Ordensgeschichte Österreichs und Kärntens.

 

[1] Ursulinenkonvent Klagenfurt, Hauschronik, II. Bd., 10.

[2] Ebd., 12. Siehe auch: Kurze Beschreibung der Entstehung und des Bestandes des Ursulinen-Klosters zu Klagenfurt in Kärnten (Klagenfurt 1878) 50.

[3] Gisela FLECKENSTEIN, Klöster und Ordensgemeinschaften in den Krisen des 19. und 20. Jahrhunderts. Rückblick auf die Entwicklung in den deutschsprachigen Ländern, in: Ordensnachrichten 48 (2009), Heft 5 und 6, 47–66.

[4] Christian CVETKO, Tanzenberg. Renaissanceschloss – Olivetanerabtei – Gymnasium (Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie 105, Klagenfurt am Wörthersee 2014).

[5] Johann TOMASCHEK, Kaiser Friedrich und der St. Georgs-Ritterorden – Fakten und Fiktionen, in Franz NIKOLASCH (Hg.), Symposium zur Geschichte von Millstatt und Kärnten 2011. Typoskript. (o. O. [2011]) 1–22.

[6] FLECKENSTEIN, Klöster und Ordensgemeinschaften (wie Anm. 3) 49.

[7] Karl SCHELLHASS, Der Dominikaner Felician Ninguarda und die Gegenreformation in Süddeutschland und Österreich 1560–1583 (=Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 18, Rom 1939).

[8] Albert STARZER, Die Übergabe des Chorherrenstiftes Eberndorf an die Jesuiten, in: MIÖG Erg. Bd. 6 (1901) 624–633; Hannes P. NASCHENWENG, Eberndorf, in: Floridus RÖHRIG (Hg.), Ehemalige Stifte der Augustiner-Chorherren in Österreich und Südtirol (Klosterneuburg 2005) 101–148.

[9] Richard PERGER, Das Wirken des Jesuitenordens in Millstatt, in: Franz NIKOLASCH (Hg.), Studien zur Geschichte von Millstatt und Kärnten. Vorträge der Millstätter Symposien 1981–1995 (Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie 78, Klagenfurt 1997) 531–545.

[10] Johannes GRABMAYER, Arnoldstein, in: Ulrich FAUST-Waltraud KRASSNIG (Bearb.), Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Österreich. Bd. 1 (Germania Benedictina III/1, St. Ottilien 2000) 290–336.

[11] Peter G. TROPPER, Ossiach, in: Ebd., Bd. 3 (Germania Benedictina III/3, St. Ottilien 2002) 38–73.

[12] Ulrich FAUST, St. Paul im Lavanttal, in: Ebd., 74–141. Schatzhaus Kärnten. Landesausstellung St. Paul 1991: 900 Jahre Benediktinerstift. 2 Bde. (Klagenfurt 1991).

[13] Vgl. dazu Johann WIDRICH, Seelgerätstiftungen beim Kloster Stift Griffen in Unterkärnten (theol. Diss. Graz 1963).

[14] Helmut FINDENIG (Red.), Stift Viktring 1142—1992. Festschrift zum 850. Jahrestag der Klostergründung (Klagenfurt 1992).

[15] Peter G. TROPPER (Red.), Benediktinisches Mönchtum und St. Georgen am Längsee (Klagenfurt 2003); Johannes SACHERER (Hg.), 1000 Jahre Stift St. Georgen am Längsee. Frauen zwischen benediktinischem Ideal und monastischer Wirklichkeit (St. Georgen am Längsee 2003).

[16] Magda PAGITZ-ROSCHER, Das Kloster der Cistercienserinnen im Sack zu Friesach, in: Carinthia I 160 (1970) 719–795.

[17] Renate JERNEJ, Das Kollegiatstift St. Bartholomäus in Friesach (=Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie 85, Klagenfurt 2001).

[18] Christine TROPPER, Kärntner Frauenklöster zur Zeit der Reformation und Gegenreformation, in: France M. DOLINAR u. a. (Hgg.), Katholische Reform und Gegenreformation in Innerösterreich 1564–1628 (Klagenfurt-Ljubljana-Wien, Graz-Wien-Köln 1994) 219–232, bes. 224.

[19] Ludwig HERTLING, Die Jesuiten in Kärnten 1604–1773, 1859–1968 (Klagenfurt 1975); Johann RAINER, Die Jesuiten in Klagenfurt und Eberndorf, in NIKOLASCH (Hg.), Studien (wie Anm. 9) 717–732.

[20] Wilhelm WADL (Red.), Maria Luggau. 500 Jahre Wallfahrt ins Lesachtal 1513–2013 (Klagenfurt am Wörthersee 2012).

[21] Heinrich HERMANN, Das Kloster zu St. Veit und seine Geschichte, in: Carinthia 50 (1860) 34–37.

[22] Gertrud OEZELT, Das Kapuzinerkloster in Villach (1629–1787), in: Carinthia I 162 (1972) 255–296.

[23] Alfons Kapp (Red.), Kapuzinerkloster in Klagenfurt, ein Ort der Hoffnung (Klagenfurt 1996).

[24] Wilfried KUSS u. a., Die Ursulinen in Klagenfurt. 325 Jahre im Dienste der Erziehung und Bildung (Klagenfurt 1995).

[25] Peter G. TROPPER (Red.), 300 Jahre Elisabethinen in Klagenfurt 1710–2010 (Klagenfurt 2010).

[26] Dieter JANDL, Kärntens Geschichtsschreibung in der Barockzeit (Diss. Wien 1964).

[27] Kurt Wolfgang DROZD, Schul- und Ordenstheater am Collegium S. J. Klagenfurt (1604–1773) (Buchreihe des Landesmuseums für Kärnten 10, Klagenfurt 1965).

[28] Helmut RUMPLER, Kärntens Klöster im Zeitalter des Absolutismus (1522–1780), in Schatzhaus Kärntens. Bd. 2, (wie Anm. 12) 163–173, hier 169.

[29] Peter G. TROPPER, Seelsorge als Aufklärung – Zur Pastoraltheologie des Anselm von Edling, in: Ebd., 219–224.

[30] Siegfried KRISTÖFL, Die Pflanzschule der erhabensten Seelsorge. Zur Ausbildung Kärntner Kleriker im Grazer Generalseminar, in: Carinthia I 180 (1990) 371–399.

[31] Adam WOLF, Die Aufhebung der Klöster in Innerösterreich 1782–1790. Ein Beitrag zur Geschichte Kaiser Joseph’s II. (Wien 1871).

[32] RUMPLER, Kärntens Klöster (wie Anm. 28) 172.

[33] Das Folgende nach: Personalstand des Bisthum Gurker Kirchen-Sprengels im Jahre 1850 (Klagenfurt 1850) 73–81.

[34] Personalstand der Säcular- und Regular-Geistlichkeit der Diözese Gurk in Kärnten im Jahre 1899 (Klagenfurt 1899) 195–234.

[35] FLECKENSTEIN, Klöster und Ordensgemeinschaften (wie Anm. 3) 48f.

[36] Personalstand der Säkular- und Regular-Geistlichkeit der Diözese Gurk in Kärnten für 1922 (Klagenfurt1922) 218–265.

[37] Personalstand der Welt- und Ordensgeistlichkeit der Diözese Gurk in Kärnten für 1939 (Klagenfurt 1939) 85–109.

[38] Dazu die „Liste der Klöster und kirchlichen Anstalten, die durch Verordnungen der nationalsozialistischen Regierung geschädigt wurden oder durch Bombeneinwirkung gelitten haben,“ in: Peter G. TROPPER (Hg.), Kirche im Gau. Dokumente zur Situation der katholischen Kirche in Kärnten. Mit einem Beitrag von Karl Heinz Frankl (Klagenfurt 1995) 246–248, sowie die „Liste des enteigneten Kirchenbesitzes“ von März 1938 bis Mai 1945 ebd., 248f.

[39] CVETKO, Tanzenberg (wie Anm. 4) 37–150.

[40] Ebd., 55–60.

[41] Ebd., 57.

[42] Ebd.

[43] Ebd., 62–68.

[44] Archiv der Diözese Gurk in Klagenfurt, Orden und Genossenschaften, Karton 40.

[45] Engelbert Guggenberger–Josef Mochar, Tanzenberg 1946–1996 (Klagenfurt 1996).

[46] Personal-Schematismus der Diözese Gurk für das Jahr 1952 (Klagenfurt 1952) 86–121.

[47] Karl Suso FRANK, Grundzüge der Geschichte des christlichen Mönchtums (Grundzüge 25, Darmstadt 1979) 191.

[48] Personalschematismus der Diözese Gurk nach dem Stand vom Mai 1973 (Klagenfurt 1973) 146–189.

[49] Mitteilung der Pressestelle der Diözese Gurk vom 18. November 2019. Die aktuellen Zahlen der Ordensleute nach Diözesen strukturiert sind auch auf der Website der Ordensgemeinschaften Österreich einzusehen: https://www.ordensgemeinschaften.at/presseraum/zahlen [Zugriff: 15.10.2020].