Von der Prävention bis zum Ernstfall - Notfallplanung am Beispiel des Benediktinerstifts Melk

Gerhard Scheiber

Vortrag gehalten am Studientag der Archive der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften am 27. Jänner 2020 in Salzburg.

Das Benediktinerstift Melk ist ein barocker Prachtbau an der Donau und bedeutender Teil des UNESCO-Welterbes „Kulturlandschaft Wachau“. Es stellt mit seinen mehr als 550.000 Besucher*innen pro Jahr eines der Top-Ausflugziele in Niederösterreich dar. Der Konvent besteht aus 30 Patres, von welchen 15 im Haus leben, während die anderen in den Pfarren tätig sind. Das Stiftsgymnasium besuchen knapp 890 Schüler*innen und das Stift beschäftigt rund 150 Mitarbeiter*innen. Die weitläufige Anlage umfasst neben dem Konvent, der Kirche und dem Gymnasium auch Gärten, Sport- und Parkplätze. Das Stift Melk ist ein traditionsreiches Haus: Im Jahr 1089 übergaben die Babenberger das Gebäude den Benediktinern, die es zum Stift ausbauten. Es beherbergt ein Archiv mit Beständen seit dem Mittelalter, eine Bibliothek mit rund 110.000 Büchern und Handschriften, ein Musikarchiv, eine Kunstsammlung, eine Mineraliensammlung, eine Schatzkammer und eine Paramentenkammer.

Um diese Schätze auch für die Zukunft zu erhalten, verfügt das Stift Melk seit ein paar Jahren in der Person des Autors dieser Zeilen über einen eigenen Sicherheitsbeauftragten. Er kümmert sich um alle sicherheitsrelevanten Belange im Haus und legt viel Wert darauf, in allen Sicherheitsfragen und bei der Notfallplanung eng mit den lokalen Einsatzkräften (Feuerwehr, Polizei, Rettung, Bundesheer) zusammenzuarbeiten. 

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Abb. 1: Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Melk verlässt nach der Übung den Stiftshof (Foto: Benediktinerstift Melk).

Bei regelmäßigen gemeinsamen Übungen werden auch die Mitarbeiter*innen des Stifts und die Mitglieder des Konvents einbezogen. So lernen die handelnden Personen einander und die Gegebenheiten vor Ort kennen. Darüber hinaus ist das Stift Melk auch Partner des Notfallverbundes Österreichischer Museen und Bibliotheken.[1]

Dass es immer wieder zu Notfällen kommen kann, zeigt ein Blick in die jüngere Geschichte des Stifts Melk: Im Jahr 1947 brannte in der Folge von Lötarbeiten am kriegsgeschädigten Kupferdach die Stiftskuppel; die Restaurierung nahm ein paar Jahre (bis 1950) in Anspruch.

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Abb. 2: Der Brand der Stiftskuppel 1947 (Foto: Benediktinerstift Melk).

Seitdem wurde an der Kuppel nicht mehr viel gemacht. Da das Kupferblech und die darunterliegende Holzkonstruktion aber mittlerweile – nach 70 Jahren – wieder schadhaft sind, wurde im Frühjahr 2020 mit einer umfassenden Sanierung und Restaurierung der Kuppel begonnen.

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Abb. 3: Im Frühjahr 2020 wurde die Kuppel des Stifts Melk für die Sanierung und Restaurierung eingerüstet (Foto: Brigitte Kobler-Pimiskern, Benediktinerstift Melk).

Seitdem ist es zum Glück nur noch zu kleineren Bränden im Stift gekommen, zuletzt 2010, die aber alle erfreulicherweise keine großen Schäden verursacht haben. Auch auf internationaler Ebene zeigt sich, dass man vor Großbränden nie gefeit ist, aber dass man mit kluger Notfallplanung die Schäden begrenzen kann: Im Jahr 2019 beim Brand der Kathedrale Notre Dame in Paris wurde die große Bedeutung von Notfallplanung offensichtlich: Dank der vorhandenen Evakuierungspläne konnten 90% der beweglichen Objekte aus der brennenden Kathedrale gerettet werden.

Bedrohungsszenarien

Die möglichen Bedrohungsszenarien sind vielfältig: Sie reichen von Naturkatastrophen (Erdbeben, Hochwasser, Schnee, Stürme, Blitzeinschläge, Klimaveränderungen, Schädlingsbefall) über technische Defekte (Kurzschlüsse, Kabelbrände, Black-Outs) bis zur Bedrohung durch den Menschen selbst (Terrorismus, Krieg, Diebstahl, Raub, Unachtsamkeit oder mutwillige Zerstörung). Sie alle können Archivalien und anderes Kulturgut beschädigen oder unwiederbringlich zerstören. Nur eines ist sicher: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Aus diesem Grund sind möglichst umfassende Vorbereitungen und Notfallplanungen die beste Chance, um Schäden zu begrenzen. Aber bei jeder Rettungsaktion gilt die Devise: Zuerst kommt der Mensch, dann das Haus und die Objekte. Der Schutz des Menschen steht also immer im Vordergrund. Um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein, genügt es oft schon, ein paar Präventionsmaßnahmen zu setzen.

Brandschutz

Eine besondere Bedeutung kommt im Stift Melk dem Brandschutz zu. Zwar verfügt das Stift erst seit wenigen Jahren über einen Brandschutzbeauftragten; mittlerweile hat es aber über 23 ausgebildete Brandschutzwarte. Darunter sind primär die Mitarbeiter*innen der Pforte. Sie sind im Alarmfall absolute Schlüsselpersonen, da sie die meiste Zeit im Haus anwesend sind (täglich von 6 bis 22 Uhr). Außerdem sind drei der im Haus wohnenden Patres zu Brandschutzwarten ausgebildet worden. Sie können im Ernstfall erste Schritte ergreifen und die Alarmkette in Gang setzen. Wird ein Alarm ausgelöst, geht dieser direkt zur Feuerwehr Melk, zur Pforte und zum Brandschutzbeauftragten. Zum Zweck der Brandfrüherkennung verfügt das Stift auch über eine Brandmeldeanlage mit einer direkten Verbindung zur Feuerwehr. Das Risiko von Fehl- oder Täuschungsalarmen wird in Kauf genommen. Zum Zweck des Brandschutzes verfügt Stift Melk über 920 Stück Brandmelder, 125 Druckknopfmelder, 270 Feuerlöscher, Sirenen, Wandhydranten und Feuermauern. Für die Wasserversorgung im Brandfall sorgen Steigleitungen von der Donau herauf, ein eigenes Löschwasservorhaltebecken für 400 Kubikmeter Wasser und ein Anschluss an das öffentliche Hydrantennetz. Bereits im Vorfeld wurde mit der Feuerwehr der Stadt Melk und mit den Feuerwehren der Nachbarorte ein Sonderalarmplan vereinbart. Alle Einsatzgruppen verfügen über schriftliche Unterlagen, so dass sie im Notfall wissen, wo sie sich positionieren sollen und was sie zu tun haben.

Zum Zweck des vorbeugenden Brandschutzes finden regelmäßig Begehungen und Übungen mit den Einsatzkräften statt. Dabei werden auch die Mitarbeiter*innen des Stifts einbezogen: Sie werden im Umgang mit Feuerlöschern geschult und üben die richtige Handhabung der wertvollen Objekte für den Ernstfall einer Evakuierung. Eine große Kulturgüterschutzübung fand im Jahr 2018 im Rahmen der Sommerakademie der Donau-Universität Krems im Stift Melk statt – mit Beteiligung der Feuerwehr, des Bundesheeres und der Polizei (Abb. 4). Um den Verlauf der Übungen und die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften zu vereinfachen, trugen alle Übungsteilnehmer*innen farbige Überbekleidung: Die Mitarbeiter*innen und Helfer*innen trugen gelbe Westen, die weiteren Übungsteilnehmer*innen grüne Westen.

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Abb. 4: Die Teilnehmer*innen der Kulturgüterschutzübung 2018 trugen farbige Westen (Foto: Donau Universität Krems).

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Abb. 5: Die gelbe Weste weist beteiligte Mitarbeiter*innen und Helfer*innen des Stiftes Melk aus (Foto: Benediktinerstift Melk).

Für den Einsatzleiter ist eine rote Weste vorgesehen (siehe Abb. 8).

Präventiver Kulturgüterschutz

Wie wichtig Prävention und Vorbereitung für den Schutz der Objekte sind, zeigt sich oft erst im Notfall – doch dann ist es möglichweise zu spät. Deshalb sollten Evakuierungspläne vorhanden sein, die festlegen, welche Objekte gerettet und wohin sie gebracht werden sollen und wie sie zu transportieren sind. Zur Kennzeichnung der „wertvollsten“ Objekte, die im Ernstfall als erste zu evakuieren sind, dienen farbige und reflektierende Schilder, etwa das „Kulturgut“-Schild des Notfallverbunds Österreichischer Museen und Bibliotheken[2] oder das „Priority“-Schild der ICOM (= International Council of Museums) Österreich.[3]

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Abb. 6: Das „Kulturgut“-Schild des Notfallverbunds und das „Priority“-Schild der ICOM Österreich (Foto: Benediktinerstift Melk).

Diese Kennzeichnung empfiehlt sich jedoch nur für die Objekte im Depot, aber nicht für jene in der Ausstellung, da man sonst auf die wertvollen Objekte hinweisen würde. Diese können entweder an der Wand, an Auszugsgittern oder am Boden angebracht werden.

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Abb. 7: Eine Statue ist mit dem „Kulturgut“-Schild des Notfallverbunds gekennzeichnet (Foto: Benediktinerstift Melk).

Alle Einsatzkräfte und potentiellen Helfer*innen sollten die Kennzeichnungen kennen und im Umgang mit den Objekten geschult sein.

Evakuierungspläne sollten folgende Angaben enthalten:

  • Lageskizzen mit Angaben zu den Geschoßen und den Räumen, in denen sich die wertvollen Objekte befinden
  • Fotos der prioritär zu evakuierenden Objekte
  • Angaben, wie groß und schwer sie sind
  • Angaben, wie viele Personen es braucht, um sie zu tragen und welches Werkzeug zur Demontage gebraucht wird
  • Angaben, in welche Räume die Objekte zur weiteren Aufbewahrung gebracht werden können

Am besten werden Unterlagen in einem Notfall- oder Einsatzkoffer gesammelt.

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Abb. 8: Der Notfallkoffer im Stift Melk (Foto: Benediktinerstift Melk).

Darin sollte sich neben den oben genannten Evakuierungsplänen und Lageskizzen auch Folgendes befinden:

  • Brandschutzplan, Notfallplan[4], Alarmplan, Telefonlisten
  • Notfallinventarlisten
  • Schreibzeug, Schutzkleidung, Handschuhe, Atemschutzmasken
  • Taschenlampe, Stirnlampe

All diese Unterlagen sollten immer aktuell gehalten werden. Sie sollten nicht nur digital vorhanden sein, sondern auch ausgedruckt vorliegen, damit sie schnell zur Hand sind.

Außerdem sollten einige Materialien vorbereitet sein, die für die Rettung von Kulturgütern notwendig sind. Dafür empfiehlt es sich, geeignete Notfallboxen oder -wagen bereitzustellen. So können alle Materialien im Notfall schnell an den Einsatzort gebracht werden.[5]

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Abb. 9 und 10: Der Notfallwagen mit allen notwendigen Materialien (Foto: Benediktinerstift Melk).

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Kommt es tatsächlich zu einer Evakuierung, stehen für den Transport der bedeutendsten Objekte auch eigene Transportboxen im Stift Melk bereit. Sie sind wasserdicht, schwimmfähig, stoßfest, gepolstert und in verschiedenen Größen vorhanden.

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Abb. 11: In gepolsterten Boxen können besonders wertvolle Objekte sicher transportiert werden (Foto: Benediktinerstift Melk).

Grundsätzlich stellt die Inventarisierung einer Sammlung eine wichtige Maßnahme zu ihrer Sicherung dar. Inventare helfen auch bei der Diebstahlprävention bzw. zur Schadenserhebung. Diese kann auch durch eine Fotodokumentation jener Objekte, die sich in Regalen oder im Tresor befinden, ergänzt werden. So können die Objekte im Fall einer Evakuierung oder nach einem Diebstahl leichter als eigene Stücke identifiziert werden. Dabei ist es wichtig, Exemplare der Inventare und Fotodokumentationen (auch in ausgedruckter Form) im Notfallkoffer oder in der Notfallbox aufzubewahren, für den Fall, dass manche Gebäudeteile oder Büros im Notfall nicht betreten werden können.

Zusätzlich empfiehlt es sich, auch Material für eine Notfallinventarisierung bereitzuhalten. Mit Papier, Stiften und eventuellen vorgefertigten leeren Formularen kann schnell notiert werden, [6]

Schädlingsbefall und Raumklima

Um Schädlingsbefall frühzeitig festzustellen, wird im Stift Melk ein laufendes IPM (=Integrated Pest Management)-Monitoring gemacht.[7] Da Schmutz eine wichtige Nahrungsquelle für Schädlinge ist, ist hier Sauberkeit die wichtigste Präventionsmaßnahme. Wenn es zu Schädlingsbefall kommt, kann man externe Hilfe durch Expert*innen in Anspruch nehmen.[8] Auch das Raumklima in den Sammlungen des Stifts wird regelmäßig mithilfe eines Datenloggers überprüft. Trotz dieser digitalen Hilfsmittel gehören regelmäßige, am besten wöchentliche, Kontrollgänge zu den wichtigsten Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragten. Während Bauarbeiten und nach starkem Regen, Sturm oder starken Schneefällen werden diese auch täglich durchgeführt.

Stromdefekte und Wasserschäden

Eine der größten Gefahrenquellen sind defekte Strom- oder Wasserleitungen. Aus diesem Grund sollten die Räume am Abend, nach Betriebsende, stromlos geschalten werden. In diesen Räumen funktionieren dann nur mehr die Rauch- und Brandmelder und die Notstrombeleuchtung für die Fluchtwege. Auch für Ausfälle der Stromversorgung sollte vorgesorgt werden. Das Stift Melk verfügt für den Fall eines Blackouts über ein eigenes Notstromaggregat.

Auch von Wasserleitungen geht große Gefahr für historische Bestände aus. Während man bei Neubauten die Verlegung von Wasserleitungen durch Archiv- oder Bibliotheksräume von Anfang an vermeiden kann, ist das in historischen Gebäuden nicht mehr möglich. Hier können alte Wasserleitungen leicht schadhaft werden. Umso wichtiger ist es, dass mehrere Personen wissen, wo Wasserleitungen abgesperrt werden können, falls Wasserflecken auftauchen. Aus diesem Grund verfügt das Stift über Wassermelder in diversen Räumen, ebenso wie über Wassersauger und Trocknungsgeräte.

 

Einbruchs- und Diebstahlschutz

Neben Bränden und Wassereinbrüchen sind auch Einbrüche und Diebstähle mögliche Bedrohungen für die Güter des Stifts. Um dies zu vermeiden, verfügt das Stift Melk über eine Alarmanlage mit direkter Verbindung zur Polizei. An den Objekten selber befindet sich ein Objektschutz. Zur Ausstattung gehören außerdem auch Bewegungsmelder, Alarmdruckknöpfe an den Kassen, Tresore, Videokameras und Glasbruchmelder.

Zugangsbeschränkungen und Personenkontrollen

Prinzipiell empfiehlt es sich, die Zugänge zu den Sammlungen und insbesondere zu den Depots stark zu beschränken. Dies kann entweder mit Schlüssel, Chipsystemen oder Codes geschehen. Auch im Benutzerbetrieb sollten Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Wissenschaftler*innen, die im Haus forschen, sollten sich ausweisen. In der Vergangenheit wurde die Gutgläubigkeit der Mitarbeiter*innen und der Patres ausgenutzt und Bücherdiebstähle begangen. Im Besucherbetrieb und Tourismus sind die aktuellen Herausforderungen vor allem das in Umlauf gebrachte Falschgeld sowie Taschendiebstähle. Dagegen helfen Videoüberwachung mit Kameras und Geldscheinprüfgeräte.

Es fehlt in vielen Archiven an Personal, Zeit und auch an Geld. Sicherheit kostet Geld und dessen muss man sich bewusst sein. Aber die Schäden, die bei Katastrophen entstehen können, sind viel größer, und die betroffenen Objekte möglicherweise unwiederbringlich verloren. Wenn die Leitung eines Ordenshauses dies anerkennt und unterstützt, ist schon mit einfachen präventiven Maßnahmen einiges möglich, um die wertvollen Bestände zu sichern. Der verantwortungsvolle Umgang dieser Schätze dient schließlich dem Erhalt unseres kulturellen Erbes und unserer Identität. Nicht vergessen werden darf auch ihr Wert für Wissenschaft und Lehre.

 

Checkliste für einfache präventive Maßnahmen zum Erhalt von Kulturgut:

  • Anbringung von Handfeuerlöschern. Diese müssen regelmäßig überprüft werden.
  • Einbau einer Notstromversorgung (mobil oder stationär).
  • Abhaltung von regelmäßigen Begehungen mit der Feuerwehr, der Polizei und dem Rettungsdienst zu Übungszwecken.
  • Dokumentation des Benutzerverkehrs zur Diebstahlverhütung, etwa durch die Führung entsprechender Formulare und Ausweiskontrollen.
  • Abfotografieren des Tresorinhalts zu Dokumentationszwecken, um im Fall eines Diebstahls den Schaden erheben zu können und den Besitz nachweisen zu können.
  • Bereitstellen eines Notfallwagens mit den wichtigsten Behelfen zur Bergung bzw. für den Schutz von Objekten.
  • Kennzeichnung der wertvollsten Objekte (nur im Depot), eventuell mit dem Priority-Schild der ICOM Österreich oder dem Kulturgut-Schild des Notfallverbundes.
  • Anschaffung von Warnwesten für (freiwillige) Mitarbeiter*innen zur Kenntlichmachung gegenüber Einsatzkräften oder Besucher*innen.
  • Ausdruck von Alarmplänen mit wichtigen Telefonnummern.
  • Ausdruck von vorhandenen Sammlungsinventaren.
  • Schreibmaterial für eine Notfallinventarisierung.
  • Priorisierungslisten mit Angaben, welche Objekte im Ernstfall als erste geborgen werden sollten.
  • Laufkarten der einzelnen Objekte mit Foto und mit Angaben, welches Werkzeug zur Bergung gebraucht wird, sowie ein genauer Lageplan.
  • Lagepläne und genaue Informationen, wo sich die Absperrhähne für Wasserleitungen befinden.

Gerhard Scheiber ist seit 2017 Sicherheitsbeauftragter des Stiftes Melk Er ist Absolvent des zweiten Master-Studiengangs für Kulturgüterschutz an der Donau Universität Krems sowie des Kulturgüterschutz-Lehrgangs an der Landesverteidigungsakademie des Österreichischen Bundesheeres und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Melk.

 

[1] Siehe die Website des Notfallverbundes Österreichischer Museen und Bibliotheken, mit einer Sammlung hilfreicher Links und laufend aktualisierter Literaturhinweise: https://www.notfallverbund.at/ [Zugriff: 21.08.2020].

[2] Siehe die Website des Notfallverbundes: https://www.notfallverbund.at/ [Zugriff: 21.08.2020].

[3] Siehe die Website der ICOM Österreich mit weiterführenden Links: http://icom-oesterreich.at/ [Zugriff: 21.08.2020].

[4] Einen umfassenden Muster-Notfallplan mit Handlungsanweisungen zur Erstreaktion im Notfall, zum Umgang mit beschädigten Beständen sowie Vorlagen für Prioritäten- und Telefonlisten und einer übersichtlichen Bestandsliste für eine Notfallbox hat Larissa Rasinger erarbeitet. All das steht auf der Website des Bereichs Kultur und Dokumentation der Ordensgemeinschaften Österreich zum Download zur Verfügung: https://www.ordensgemeinschaften.at/kultur/downloads/1345-notfallplan-in-ordensarchiven-und-bibliotheken-muster [Zugriff: 21.08.2020].

[5] Welche Materialien eine solche Notfallbox oder ein -wagen beinhalten sollte, führte kürzlich Larissa Rasinger in ihrem Beitrag näher aus: Larissa RASINGER, Notfallplanung und Notfallbox. Von der Theorie zur Praxis im Archiv des Schottenstifts, in: Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden 3 (2018) 33–44, insb. 42, online unter: https://www.ordensgemeinschaften.at/kultur/images/MiRKO/2018mirko_33-44_rasinger.pdf. Die Bestandsliste für die Notfallbox steht im oben angeführten Link zur Verfügung.

[6] z.B.: Buch, Ledereinband schwarz, Angaben zu Titel und Autor, von Herrn Mustermann von Raum A in Raum B gebracht.

[7] Schädlingsmonitoring ist mittlerweile in vielen Stiften und Klöstern Standard. Vgl. den Beitrag von Ute ROHRER, IPM Monitoring (Integrated Pest Management). Schädlingsüberwachung im Stift Admont, in: Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden  4 (2019) 77–79 https://www.ordensgemeinschaften.at/kultur/ejournal/mirko_2019_rohrer_ipm_monitoring.pdf.

[8] In Österreich gibt es zu IPM rund um den Experten Pascal Querner eine Arbeitsgruppe, die regelmäßig Treffen veranstaltet. Es gibt mittlerweile umfassende Literatur zum Thema IPM. Als Einstieg siehe dazu die Website mit vielen weiterführenden Links: http://www.ipm-museen.at/ [Zugriff: 21.08.2020].