Kultur & Dokumentation

Benefiz-Flohmarkt: € 2.016 Spenden für SOLWODI Österreich

Der Benefiz-Flohmarkt der Ordensgemeinschaften Österreich brachte insgesamt € 2.016 zugunsten "SOLWODI Österreich – Solidarität mit Frauen in Not“ ein. Zahlreiche Schätze, Raritäten und Besonderheiten aus Ordensgemeinschaften fanden für einen guten Zweck eine*n neue*n Besitzer*in.

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Benefiz-Flohmarkt für den guten Zweck. Lisa Huber, Leiterin Quo vadis? (li.) und Karin Mayer, Bereichsleiterin Kultur und Dokumentation (re.) überreichten € 2.015,83 Spenden an Sr. Anna Mayrhofer von SOLWODI. (c) ÖOK

Am Freitag, 8. April 2022 veranstaltete der Bereich Kultur und Dokumentation gemeinsam mit dem Quo vadis? einen Benefiz-Flohmarkt zugunsten SOLWODI Österreich. Die Eröffnung des Flohmarktes fand bereits am Vorabend statt. Lisa Huber, Leiterin des Begegnungszentrums „Quo vadis?“, begrüßte die anwesenden Gäste und führte durch den Abend.

Gegenstände mit Geschichten und Erinnerungen

Alle Dinge, die am Benefiz-Klosterflohmarkt zum Verkauf standen, stammen aus Ordensgemeinschaften und stecken voller Geschichten und Erinnerungen. Auch wenn diese Geschichten oft nicht bekannt sind, so kann man sich trotzdem sicher sein, dass die Gegenstände von besonderen Menschen und besonderen Orten stammen. Sie wurden von den Ordensfrauen und Ordensmännern in den Klöstern und Ordenshäusern sorgsam gepflegt, aufbewahrt und wertgeschätzt.

Über den Wert der Dinge

Karin Mayer, Bereichsleiterin Kultur und Dokumentation der Österreichischen Ordenskonferenz und Initiatorin des Benefiz-Flohmarktes, sprach bei der Eröffnung über den Wert der Dinge, die bei diesem besonderen Flohmarkt zu erwerben waren: „Es ist nicht das Material oder der Stil, der den Dingen einen besonderen Wert gibt. Es sind die Geschichten, die mit den Gegenständen verbunden sind, die den Dingen erst den wahren Wert geben. Eine einfache Porzellantasse kann ein ‚kostbarer Schatz‘ sein, wenn damit Erlebnisse in Verbindung stehen, die uns persönlich berühren und an die wir uns gerne erinnern. Und dieser ‚besondere‘ Wert lässt sich nicht in Euros bemessen.“

Sr. Anna Mayrhofer FMM vom Verein SOLWDI Österreich sprach über die Anfänge der Initiative, was bisher alles geschah und welche Schritte sie noch setzen möchten. Der Verein SOLWODI freue sich über die Spenden, mit denen Arztkosten, Unterkunft, Verpflegung, Sprachkurse etc. für die Frauen finanziert werden können.

Sr. Judith Lehner erzählte einige Geschichten zu den Dingen, die sie von ihrer Ordensgemeinschaft für den Flohmarkt gespendet hat. (c) ÖOK

Sr. Judith Lehner erzählte einige Geschichten zu den Dingen, die sie von ihrer Ordensgemeinschaft für den Flohmarkt gespendet hat. (c) ÖOK

Sr. Judith Lehner, die aus ihrer Ordensgemeinschaft einige Gegenstände für den Flohmarkt gespendet hat, erzählte von ihrer Gemeinschaft und die Veränderungen, die sie begleiten. Die ehemalige Schule der Ordensfrauen ist zu einem großen Schulzentrum angewachsen, die Schwesterngemeinschaft hingegen hat sich in der Personenanzahl verkleinert. Einige Gegenstände haben daher keine Verwendung mehr und werden dank des Flohmarktes für einen guten Zweck neuen Besitzer*innen eine Freude bereiten.

Zahlreiche Schätze, Raritäten und Besonderheiten aus Ordensgemeinschaften fanden für einen guten Zweck eine*n neue*n Besitzer*in. (C) ÖOK

Zahlreiche Schätze, Raritäten und Besonderheiten aus Ordensgemeinschaften fanden für einen guten Zweck eine*n neue*n Besitzer*in. (C) ÖOK

Danke

Ein besonderer Dank an alle Ordensgemeinschaften für die Sachspenden, die sie für diesen besonderen Flohmarkt zur Verfügung gestellt haben. Initiatorin Karin Mayer weiß aus Erzählungen, dass einige Dinge nur schweren Herzens weggegeben wurden, da sehr viele Erinnerungen damit verbunden waren. Aber die Tatsache, dass sie dann doch nicht mehr gebraucht werden und der Spendenzweck SOLWODI haben überzeugt.

Über SOLWODI

SOLWODI (= Solidarity with women in distress – Solidarität mit Frauen in Not) wurde 1985 von Sr. Dr. Lea Ackermann in Kenia gegründet und setzt sich mittlerweile auch in Deutschland, Rumänien und Österreich für eine Verbesserung der Stellung von Frauen ein, die in ihren Heimatländern oder in Europa in eine große Notlage bis in die Prostitution geraten sind. In Österreich engagiert sich seit 2010 eine Gruppe von Ordensfrauen gegen Frauenhandel. Der Einsatz gilt besonders Frauen / Migrantinnen, die Opfer von Menschenhandel, sexueller Gewalt und Ausbeutung geworden sind.

[renate magerl]

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