Kultur & Dokumentation

Karin Mayer neues Mitglied des UNESCO-Fachbeirats „Memory of Austria“

Karin Mayer, Bereichsleiterin Kultur und Dokumentation der Österreichischen Ordenskonferenz, ist seit Anfang des Jahres Mitglied im Fachbeirat des österreichischen Nationalkomitees für Memory of the World der UNESCO.

Karin Mayer verstärkt zukünftig das Komitee des UNESCO-Programms "Memory of the World“/“Gedächtnis der Menschheit". (c) OG

Karin Mayer verstärkt zukünftig das Komitee des UNESCO-Programms "Memory of Austria". (c) Österreichische Ordenskonferenz

Ziel des UNESCO-Programms „Memory of the World“/“Gedächtnis der Menschheit“ ist es, die Mitgliedsstaaten bei der Bewahrung und der Organisation von Dokumenten aller Art zu unterstützen, darunter z. B. Bücher, Manuskripte, audiovisuelle Medien. 2014 wurde im Auftrag der Kultursektion des Bundeskanzleramtes das Nationale Dokumentenerberegister „Memory of Austria“ gegründet.

Mitglieder dieses Komitees sind Thomas Just (Direktor Österr. Staatsarchiv, neuer Vorsitzender des Österr. Komitees), Dietrich Schüller (Akademie der Wissenschaften), Johanna Rachinger (Generaldirektorin der Österr. Nationalbibliothek), Rainer Hubert (ehem. Leiter der Österreichischen Mediathek u. Vorsitzender der Medien Archive Austria) u. a. Mit Karin Mayer ist nun auch die Österreichische Ordenskonferenz in diesem Fachbeirat vertreten.

Dokumentarisches Erbe schützen

Karin Mayer freut sich auf die neue Aufgabe im nationalen Komitee, die auch mit Herausforderungen des digitalen Zeitalters verbunden ist: „Das dokumentarische Erbe muss vor Gedächtnisverlust und Zerstörung geschützt werden. Nicht nur das Bewusstsein für die kulturell bedeutsamen und historischen wichtigen Dokumente soll gefördert werden, auch Filme oder Tonträger sind in ihrer Existenz gefährdet. Eine enorme Herausforderung ist der langfristige Erhalt der digitalen Dokumente, das ist ein Wettlauf mit der Zeit. Das benötigt das allgemeine Verständnis der Gesellschaft.“  

Die "Beschreibung der indigenen Bevölkerung in Paraguay" von P. Florian Paucke (um 1770) aus der Stiftsbibliothek Zwettl wurde bereits in das UNESCO-Dokumentenerbe aufgenommen. (c)  Stiftsbibliothek Zwettl

Die "Beschreibung der indigenen Bevölkerung in Paraguay" von P. Florian Paucke (um 1770) aus der Stiftsbibliothek Zwettl wurde bereits in das UNESCO-Dokumentenerbe aufgenommen. (c)  Stiftsbibliothek Zwettl

Sicherung, Zugang ermöglichen und Bewusstseinsbildung

Neben der Sicherung des dokumentarischen Erbes vor Gedächtnisverlust und Zerstörung sind auch die Förderung des universellen Zugangs zu kulturell bedeutsamen und historisch wichtigen Dokumenten sowie eine Erhöhung des weltweiten Bewusstseins für die Existenz und Bedeutung des Dokumentenerbes globale Ziele des UNESCO Programms.

Orden sind Teil des „Gedächtnis der Menschheit“

Seit Oktober 2018 leitet Karin Mayer den Bereich Kultur und Dokumentation der Österreichischen Ordenskonferenz. Aus ihrer vielseitigen Arbeit weiß sie, dass Ordensgemeinschaften mit ihren Kulturgütern in den Archiven, Bibliotheken und Sammlungen einen großen und wesentlichen Beitrag zum „Gedächtnis der Menschheit“ beitragen. Dieses wertvolle Gut, das aus der Vergangenheit erzählt und Aktuelles festhält, bedeutet es zu schützen.

Dafür setzt sich das Team des Bereiches Kultur und Dokumentation ein. „Die scheinbar weniger bedeutenden Dinge dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind für die Gesellschaft von unschätzbarem Wert und sollen als Informationsquelle erhalten bleiben. Eine alte Tonbandaufnahme oder ein Brief über das Leben und Wirken einer Ordensfrau oder eines Ordensmannes ist wichtig für das Verständnis. Wir müssen heute an die zukünftigen Generationen denken und Taten setzen, damit christliches Leben sichtbar, hörbar und spürbar bleibt“, betont Karin Mayer.

Dokumentarisches Erbe der Ordensgemeinschaften gehört geschützt, damit das christliche Leben auch für zukünftige Generationen präsent, relevant und wirksam bleibt. (c) OG/Petra Rainer

Dokumentarisches Erbe der Ordensgemeinschaften gehört geschützt, damit das christliche Leben auch für zukünftige Generationen präsent, relevant und wirksam bleibt. (c) Österreichische Ordenskonferenz/Petra Rainer

Memory of Austria

Das 2014 gegründete Nationale Dokumentenerberegister „Memory of Austria“ zeichnet Dokumente und Sammlungen aus, die von herausragender Bedeutung und historischer Wichtigkeit für das österreichische kulturelle Gedächtnis sind. Das Memory of Austria-Verzeichnis wird alle zwei Jahre erweitert und beinhaltet mittlerweile 59 wertvolle Handschriften, Nachlässe, Urkunden, Drucke, Fotos und Filme.

Die Auswahl dafür trifft der Fachbeirat für Informationsbewahrung / Memory of the World Nationalkomitee. Die Bandbreite reicht von Dokumenten aus dem 12. Jhdt. über den Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye 1919 bis zum Nachlass von Robert Musil und Ingeborg Bachmann.

Memory of Austria – Kulturgüter der Orden

Einige Objekte von Orden sind bereits im Register von Memory of Austria verzeichnet:

  • Inkunabel-Sammlung des Stiftes Göttweig
  • Verbrüderungsbuch von St. Peter in Salzburg, Hs. A1
  • Vorauer Volksbibel
  • Mittelalterliche Handschriftensammlung „Concordantiae caritatis“ des Stiftes Lilienfeld
  • Beschreibung der indigenen Bevölkerung in Paraguay von Pater Florian Paucke um 1770 aus dem Stift Zwettl
  • Archivbestand des Abtes Dominikus Hagenauer von St. Peter in Salzburg 

Mehr Informationen


Weiterlesen:

Memory of Austria

Memory of the World / Gedächtnis der Menschheit

 [renate magerl]

 

 

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