Alles Notwendige steht im Kloster zur Verfügung. Der Einzelne braucht sich in der Regel darum nicht kümmern. Wir haben gemeinsame Kassa und „jedem werde zugeteilt nach Bedarf“ (RB 34). Jeder soll bekommen, was er braucht, so der Hl. Benedikt! Das verleiht Zusammenhalt und Verbundenheit. Außerdem kann dies zu einer gewissen Gelassenheit und Freiheit führen, so dass jeder einfach leben und frei von jeder Sorge seinem Dienst nachgehen kann. „Wer weniger braucht, danke Gott und betrübe sich nicht, … wer mehr braucht, werde demütig und dankbar für die erwiesene Barmherzigkeit. Es soll keinen Anlass zum Murren geben.“ (RB 34) Manchmal ist unsere Zufriedenheit vom Vergleich mit anderen abhängig. Im Geist der Armut leben heißt: Einfach leben – ohne zu vergleichen.

Abt Petrus Pilsinger |  Stift Seitenstetten