Mir nicht selbst Hindernis zu sein und den „Aber-Luftblasen“ nicht das Gehör zu schenken, das sie für sich in Anspruch nehmen. Mein Großvater hat mir als Bub beigebracht, hinzuschauen, gut zu überlegen und zielstrebig zu handeln. „So wie Du etwas zerlegst, stell es wieder zusammen. Nur in umgekehrter Reihenfolge!“ Später habe ich herausgefunden, dass er als Vergolder und Schriftenmaler mir durch diesen Rat den Cardijnschen Dreischritt von „Sehen – Urteilen – Handeln“ weitergab. Es ist nicht alles so kompliziert, wie wir denken und schon gar nicht, wie wir es uns selbst oft genug machen. Der hl. Ignatius von Loyola hat es etwas anders angepackt. Er führt vom Unterscheiden zum Entscheiden hin zum Handeln mit Entschiedenheit. Es brauchte manchmal lange, bis er den Nagel einschlug, sagt man. Doch wenn er es schließlich tat, hielt dieser auch. Damit wurde es für die anderen meist nicht „einfacher“, aber sie wussten, worauf es ankam und was er wollte. Vertrauend auf die Einmütigkeit im Vorangehen, konnte er dann den Ausführenden ein weites Maß an Entscheidungsfreiheit schenken, was auch ihn entlastete.

P. Gerwin Komma SJ | Bischofsvikar in der Erzdiözese Wien