Ein gemeinsames Dach für die Innviertler Ordensspitäler

Die TAU.GRUPPE der Franziskanerinnen von Vöcklabruck und die Vinzenz Gruppe werden ihre beiden Krankenhäuser St. Josef Braunau und Barmherzige Schwestern Ried in eine gemeinsame Gesellschaft einbringen. Die künftige „Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH“ wird einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Gesundheitsstandorts Innviertel leisten.

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St. Josef Krankenhaus Braunau © KH St Josef Braunau

Das gemeinsame Dach der beiden Innviertler Krankenhäuser wird in den nächsten Monaten gegründet. Die Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH wird in Zukunft die Muttergesellschaft für beide Krankenhäuser sein. Das gaben heute, Montag, Nachmittag die Generaloberinnen Sr. Angelika Garstenauer (Franziskanerinnen von Vöcklabruck) und Sr. Cordula Kreinecker (Barmherzige Schwestern) gemeinsam mit den Geschäftsführern der künftigen Eigentümer Dr. Johann Stroblmair (TAU.GRUPPE) und Dr. Michael Heinisch (Vinzenz Gruppe) sowie mit den Geschäftsführern der beiden Krankenhäuser, Mag. Johann Minihuber (Barmherzige Schwestern Ried) und Dipl. KH-BW Erwin Windischbauer (TAU.Gruppe und St. Josef in Braunau) in Linz bekannt.

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Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried © BHS Ried

Vorteile der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH

„Mit der Gründung der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der medizinischen Qualität in der wohnortnahen Patientenversorgung des Innviertels“, erklärt Heinisch. „Mit diesem Schritt wird es uns auch gelingen, eine der großen Herausforderungen zu bewältigen - nämlich genügend Fachkräfte für unsere Krankenhäuser zu gewinnen“, bekräftigt Stroblmair.

Interview mit Schwester Cordula und Schwester Josefa für 20 Jahre Vinzenz Gruppe, Wien 15.09.2015 Foto: Michèle Pauty

Sr. Cordula Kreinecker, Generaloberin der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Wien-Gumpendorf; © BHS/Michele Pauty

Die TAU.GRUPPE und die Vinzenz Gruppe werden jeweils zur Hälfte an der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH beteiligt sein. Die derzeitigen Betriebsgesellschaften werden weiterhin Rechtsträger der auch künftig selbständigen Spitäler St. Josef Krankenhaus Braunau und Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried sein.

Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und die damit verbundenen Ansprüche an ein Krankenhaus haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Medizinische Spezialisierung und Kooperationen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig müssen Krankenhäuser außerhalb der Ballungsräume immer größere Anstrengungen unternehmen, um genügend Fachkräfte zu gewinnen. Die beiden Krankenhäuser in Braunau und Ried nutzen die Kraft des Gemeinsamen, um auf Dauer den Patientinnen und Patienten im Innviertel noch mehr Qualität und Service zu bieten und die Versorgungssicherheit auszubauen.

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Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin der Kongregation der Franziskanerinnen von Vöcklabruck

Überregionale Bedeutung

Die Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH verfügt in Zukunft über mehr als 812 Betten und beschäftigt über 2.700 Mitarbeitende. Mit rund 200.000 stationären und ambulanten Patientinnen und Patienten leisten die beiden Krankenhäuser des künftigen Ordensklinikums Innviertel Holding GmbH nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag in der Gesundheitsversorgung der 220.000 Bewohner/innen des Innviertels. Viele der medizinischen Angebote der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH spielen auch landesweit eine bedeutende Rolle. Einige Beispiele:

1. 13 % aller Hüft- und Knieprothesen Oberösterreichs werden in den Einrichtungen des künftigen Ordensklinikums Innviertel Holding GmbH implantiert.
2. Mehr als jede zehnte Geburt (13%) Oberösterreichs
3. Jede fünfte akute Herzerkrankung Oberösterreichs wird dort behandelt
4. 14 % der neurologischen Patientinnen und Patienten
5. 11 % der psychiatrischen Behandlungen

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Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, © Vinzenz Gruppe/Peter Mayr

Absicherung beider Standorte

Die Bündelung der Kräfte beider Krankenhäuser stellt die dynamische und erfolgreiche Gesamtentwicklung der medizinischen Qualität und der wohnortnahen Patientenversorgung im Innviertel sicher. „Unsere beiden übergeordneten Ziele sind die Absicherung der medizinischen Grundversorgung an beiden Standorten und die Stärkung sowie Weiterentwicklung unserer Schwerpunkte“, erklären die Geschäftsführer der beiden Innviertler Krankenhäuser, Windischbauer und Minihuber. „Den Weg zu diesem Ziel werden wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden an beiden Standorten planen. Wir werden Projekte aufsetzen und uns eng mit den Behörden abstimmen.“

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Dr. Johann Stroblmair, Geschäftsführer der TAU.GRUPPE, © TAU.GRUPPE/Florian Stöllinger

Kooperation mit den anderen Krankenhäusern

Auch die Kooperation mit den anderen Krankenhäusern im Bezirk bzw. im Land Oberösterreich ist der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH sehr wichtig. „Kooperation ist ein entscheidender Erfolgsfaktor und wird gerade angesichts der vielen Herausforderungen im Gesundheitswesen immer wichtiger“, so Windischbauer. Daher ist es der Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH ein großes Anliegen, die strategischen Partnerschaften mit der OÖ-Gesundheitsholding und den anderen Ordensspitälern weiter zu entwickeln. Minihuber: „Wir verstehen uns in der öffentlichen Gesundheitsversorgung als stabiler und verlässlicher Partner des Landes Oberösterreich.“

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Dipl. KH-BW Erwin Windischbauer, Geschäftführer TAU.Gruppe und KH St. Josef in Braunau © KH St. Josef in Braunau

Christliche Tradition

Die zwei Innviertler Ordensspitäler blicken zusammen auf eine Jahrhunderte lange Geschichte zurück. Sie fühlen sich sowohl dem körperlichen als auch seelischen Wohlergehen der Patientinnen und Patienten besonders verpflichtet. Der Auftrag der Orden und die damit verbundene christliche Prägung bleiben Basis der beiden Krankenhäuser und der gemeinsamen Ordensklinikum Innviertel Holding GmbH. „Wir sind überzeugt davon, dass es für unsere Krankenhäuser der beste Weg ist, um die Bevölkerung im Innviertel erfolgreich in die Zukunft zu führen. Wir leisten mit dieser Maßnahme auch einen wichtigen Beitrag, um insgesamt die Gemeinschaft der Ordensspitäler zu stärken“, erklären dazu die beiden Ordensoberinnen Sr. Angelika (Franziskanerinnen) und Sr. Cordula (Barmherzige Schwestern).

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Mag. Johann Minihuber, MBA MAS; Geschäftsführer des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Ried ©Krankenhaus Barmh. Schwestern Ried / Schrattenecker-Fischer

Factbox
(Zahlen aus beiden Krankenhäusern 2019):
1. Mitarbeiter gesamt: 2.725
2. Patienten (stationär): 48.997
3. Operationen: 26.191
4. Betten: 812

Ansprechpartner:

Vinzenz Gruppe
Annemarie Kramser
T. 0664 41 25 039
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TAU.GRUPPE
Christian Huber
0676 44 60 026
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