Erstes zertifiziertes Hautkrebszentrum Oberösterreichs am Ordensklinikum Linz Elisabethinen

Am Ordensklinikum Linz wurde ein weiteres onkologisches Zentrum nach Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft OnkoZert zertifiziert. Das Hautkrebszentrum ist somit das erste, das in Oberösterreich den internationalen Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft entspricht. Das Zentrum für Tumorerkrankungen am Ordensklinikum Linz unterzieht sich regelmäßig dieser Qualitätskontrolle, um rasch auf Verbesserungsoptionen im Sinne der Patientenversorgung zu reagieren.

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Das Team rund um das Hautkrebszentrum am Ordensklinikum Linz (v.l.n.r.): Prim. Univ.-Prof. Dr. Norbert Sepp, OA Dr. Helmut Kehrer, OA Dr. Michael Wipplinger (© Ordensklinikum)

Die Dermatoonkologie war immer schon ein wesentlicher Bestandteil der Dermatologie am Ordensklinikum Linz, jetzt wurde das Hautkrebszentrum erstmalig nach OnkoZert zertifiziert. „Für die Abteilung selbst ist es wichtig im Tumorzentrum Oberösterreich vertreten zu sein, außerdem zeugt es von unserer Qualität, da wir als erstes Zentrum in Oberösterreich und als vierte Abteilung in Österreich nach OnkoZert zertifiziert werden konnten“, sagt OA Dr. Helmut Kehrer, Leiter des Hautkrebszentrums am Ordensklinikum Linz Elisabethinen.

Die Bedeutung der Dermatoonkologie am Ordensklinikum hat sich in den vergangenen 25 Jahren stetig vergrößert. So gab es 1995 ca. 15 Patienten mit einem neudiagnostizierten Melanom, heute sind es bereits um die 140 pro Jahr. Dazu kommt eine Reihe von auswärts zugewiesenen Patienten mit neu aufgetretenen Metastasen. Im Bereich der Melanome hat sich auch die Immuntherapie in den vergangenen drei Jahren intensiv weiterentwickelt: Waren es 2016 noch 241 Behandlungen so wurden 2019 bereits 624 Immuntherapien verabreicht. Ein großes Ziel von OA Dr. Kehrer und seinem Team ist es, vermehrt an Studien teilzunehmen und somit die Zusammenarbeit national und international zu vertiefen.

Am Hautkrebszentrum des Ordensklinikum Linz, das Oberösterreichs onkologisches Leitspital ist, werden jährlich ca. 1.100 Fälle des invasiven (weißen) Hautkrebses neu diagnostiziert und 3.600 Operationen durchgeführt. „Vorsorgeuntersuchungen können dabei helfen, Melanome und andere Arten des Hautkrebses frühzeitig zu erkennen, um rascher dagegen vorgehen zu können. Sie sollten deshalb auch trotz der Corona-Pandemie wahrgenommen werden“, sagt OA Dr. Kehrer.

Aufruf zur Vorsorgeuntersuchung auch in Pandemie-Zeiten!

Durch das Fernbleiben von Vorsorgeuntersuchungen aufgrund der CoronaPandemie werden im heurigen Jahr bis zu 15 Prozent weniger Krebserkrankungen diagnostiziert. Folgen sind verspätete Diagnosen, was wiederum die Risiken erhöht, bereits fortgeschrittene onkologische Erkrankungen nicht mehr gänzlich heilen zu können. Auch die Hautkrebsvorsorge zählt hier dazu. Diese sollte vor allem bei Risikogruppen zumindest jährlich durchgeführt werden. OA Dr. Kehrer ruft deshalb dazu auf, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und sich bei einem niedergelassenen Arzt durchchecken zu lassen: „Vor allem die Hautkrebsvorsorge ist im Winter am idealsten, da die Haut etwas blasser ist und man Veränderungen rascher erkennen kann.“

Weitere Informationen zur Dermatologie sowie zum Hautkrebszentrum des Ordensklinikum Linz:
https://www.ordensklinikum.at/de/patienten/abteilungen/dermatologie/ 

Rückfragehinweis:
Maria Binder
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