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OÖ Forschungspreis für Dr.in Ursula Thiem Ordensklinikum Linz

Ass. Dr.in Ursula Thiem, PhD von der Abteilung Nephrologie des Ordensklinikum Linz wurde mit dem Forschungsförderungspreis der medizinischen Gesellschaft für Oberösterreich ausgezeichnet.

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Um dem Auftrag der Förderung von klinischer und experimenteller Forschung im Bereich der Medizin nachzukommen, vergibt die medizinische Gesellschaft für Oberösterreich jährlich den Forschungsförderungspreis an OÖ Ärztinnen und Ärzte. Unter zehn Forschungsprojekten aus Oberösterreich wurde heuer Ass. Dr.in Ursula Thiem von der Abteilung Nephrologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen mit dem höchst dotierten Preis für ihre Forschung zur Verkalkungsneigung bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ausgezeichnet.

Das Projekt basiert auf einer unter der Leitung von Prim. Priv.-Doz. Dr. Cejka durchgeführten klinischen Studie, im Rahmen derer erstmals der Einfluss einer Phosphatbinder-Therapie auf die Verkalkungsneigung im Blut bei 39 chronischen Hämodialysepatienten untersucht wurde. Folgen einer erhöhten Verkalkungsneigung, wie es bei chronisch Nierenkranken der Fall ist, sind fortschreitende Gefäßverkalkungen und damit verbundenen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Zur Anwendung kam dabei eine weltweit neuartige Testmethode zur Quantifizierung der Verkalkungsneigung im Blut. „Wir haben anhand einer zweiwöchigen Therapie verglichen, wie sich die Kristallbildung im Blut verhält, wenn die Zugabe eines hochdosierten Phosphatbinders erfolgt und wenn kein Phosphatbinder verabreicht wird. Die Kristallbildung wird durch die Phosphatbinder-Therapie verzögert und die Verkalkungsneigung dadurch positiv beeinflusst“, erklärt Ass. Dr.in Ursula Thiem, PhD. Die Erkenntnisse und Proben die im Rahmen dieser Studie entstanden sind, werden nun im Zuge des prämierten Projektes für weitere Untersuchungen genutzt. So möchte das Forschungsteam des Ordensklinikum Linz weitere Mechanismen der Gefäßverkalkung bei chronisch Nierenkranken analysieren.

Ass. Dr.in Ursula Thiem, PhD hat bereits während ihres PhD-Studiums an der Medizinischen Universität Wien Forschungen zu Mineralstoffwechselstörungen betrieben und sich von Beginn an am internationalen Austausch bei EU-geförderten Projekten beteiligt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die interkulturellen Einflüsse schätzt die ursprünglich aus dem Weinviertel stammende 35-Jährige bei ihren Auslandsaufenthalten sehr. Im nächsten Jahr schließt Ass. Dr.in Thiem ihre Facharztausbildung für Interne Medizin und Nephrologie am Ordensklinikum Linz ab.

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