Endometriose: Frauenleiden des 21. Jahrhunderts

20170314 endometriose 120Endometriose ist eine gutartige, aber chronische Erkrankung, von der Schätzungen zufolge 15 % aller Frauen zwischen 15 und 45 Jahren betroffen sind. In vielen Fällen ist sie der Grund für unerfüllten Kinderwunsch. Seit kurzem steht nun auch im St. Josef-Krankenhaus ein Spezialist für die Behandlung dieser Erkrankung zur Verfügung.

Starke, krampfartige Schmerzen während der Menstruation, verstärkte oder überlange Blutungen, Schmerzen in Bauch und Rücken, beim Geschlechtsverkehr, beim Harnlassen oder auch beim Stuhlgang: Die Symptome der Endometriose sind ebenso vielfältig wie unspezifisch und damit leicht mit anderen gynäkologischen oder urologischen bzw. Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts zu verwechseln. Oft werden sie von den Betroffenen auch als „normal“ angesehen. „Die Erkrankung wird meist sehr spät erkannt. Zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose können mehrere Jahre vergehen“, beschreibt Prim. Dr. Radek Chvatal den Leidensweg vieler betroffener Frauen.

Neues Leistungsangebot: Behandlung von Endiometriose

Dr. Chvatal, Primar der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie im LKH Znaim, ist seit kurzem auch im St. Josef-Krankenhaus Wien tätig. Der Endometriose-Experte kommt jeden zweiten Freitag in das Ordensspital im 13. Bezirk und betreut im Rahmen einer Spezialambulanz Frauen, die an Endometriose leiden. Bei dieser Erkrankung wächst Gebärmutterschleimhaut an Stellen außerhalb der Gebärmutter und löst dort – analog zum Menstruationszyklus – Blutungen aus. Da das Blut jedoch nicht abfließen kann, sind Zysten, Verwachsungen, Entzündungen und Vernarbungen die Folge. Endometrioseherde finden sich häufig an der äußeren Gebärmutterwand, an Eierstöcken und am Bauchfell, selten auch an Darm oder Blase. In vielen Fällen ist die Erkrankung der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch.

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Bild: Endometriose – mehr als Regelschmerzen. (c) istockfoto.com/baona

Meist operative Behandlung nötig

Für den Experten lässt sich eine Diagnose der Erkrankung meist rasch stellen. „Ein Verdacht ergibt sich oft schon aus der Beschreibung, wann und wie die Schmerzen auftreten, sowie durch eine gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall“, erklärt Dr. Chvatal. Der endgültige Nachweis und die Einteilung in insgesamt vier Schweregrade erfolgt dann mittels Bauchspiegelung, einem schonenden Verfahren, bei dem eine Gewebeprobe entnommen wird.

Zur Linderung der Symptome der Endometriose kommt neben einer Hormontherapie auch eine allgemeine Schmerztherapie in Frage. Tatsächliche Abhilfe schafft jedoch meist nur ein operativer Eingriff, bei dem die Endometrioseherde entfernt werden. „Ziel der Behandlung ist es, einerseits die Schmerzen zu beseitigen und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Bei einigen Frauen geht es andererseits auch darum, die ungewollte Kinderlosigkeit zu beseitigen“, so der Gynäkologe. Bei den Operationen handelt es sich meist um komplexe, minimal invasive Eingriffe, die – je nachdem, welche Organe betroffen sind – spezielles Wissen und viel Erfahrung erfordern. Ziel ist es, möglichst alle Endometrioseherde zu entfernen.

Spezialambulanz Endometriose im St. Josef-Krankenhaus: Jeden zweiten Freitag im Monat. Termine nach telefonischer Vereinbarung unter 01 / 878 44 - 4316

Ansprechpartner für Medienanfragen:
Mag. Anita Knabl-Plöckinger
Leitung Kommunikation St. Josef-Krankenhaus
1130 Wien, Auhofstraße 189
Tel: +43 1 878 44 4159
Mobil: +43 664 88 41 96 44
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www.sjk-wien.at

St. Josef-Krankenhaus, Wien

Das St. Josef-Krankenhaus ist ein gemeinnütziges Ordenskrankenhaus. Es verfügt über 165 Betten und steht allen Patienten offen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer Versicherung. 2015 wurden hier von rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 35.000 Patienten stationär und ambulant betreut. Mehr als 2.000 Kinder erblicken im St. Josef-Krankenhaus jährlich das Licht der Welt.

Das Krankenhaus ist Vorreiter im Bereich der Geburtshilfe und Frauenheilkunde und spezialisiert auf die Erkennung und Behandlung von Krebserkrankungen. Darüber hinaus deckt es die klassischen medizinischen Versorgungsbereiche (Innere Medizin und Chirurgie) ab. Das Krankenhaus ist nach ISO/pCC zertifiziert und Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Wien und der Fachhochschule Campus Wien. Eine gute Vernetzung mit Spezialkliniken, dem niedergelassenen Bereich und extramuralen Diensten sichert eine hohe Versorgungsqualität.

Dank seiner überschaubaren Größe bietet das Krankenhaus moderne Medizin in einem familiären Rahmen. Hohes medizinisches Können verbindet sich mit einem starken Fundament an Werten: Medizin mit Qualität und Seele.

Vinzenz Gruppe: Medizin mit Qualität und Seele

Wir verbinden christliche Werte mit hoher medizinischer und pflegerischer Kompetenz sowie modernem, effizientem Management. Gemeinnützigkeit ist unser Prinzip. Medizin mit Qualität und Seele ist unser Ziel. Unsere Ordenskrankenhäuser, Pflegehäuser, Rehabilitationseinrichtungen und Präventionsangebote stehen allen Menschen offen – ohne Ansehen ihrer Konfession und ihrer sozialen Stellung.

Im Verbund der Vinzenz Gruppe werden die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern Wien, Linz und Ried, das Orthopädische Spital Speising, das St. Josef-Krankenhaus, das Krankenhaus Göttlicher Heiland und das Herz-Jesu Krankenhaus (alle Wien) sowie die Pflegehäuser der Barmherzigen Schwestern Pflege GmbH in Wien und in Maria Anzbach geführt. Sie sind in rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Betriebsgesellschaften organisiert. Die Beteiligungen an diesen Betriebsgesellschaften werden direkt oder indirekt von der Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH verwaltet.

Weiters zählt die HerzReha Bad Ischl, an der eine gemeinsame Beteiligung mit der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft besteht, zur Vinzenz Gruppe. Sie ist durch einen Betriebsführungsvertrag mit der Gruppe verbunden. www.vinzenzgruppe.at .