Dates mit Gott – Beten lernen im Quo vadis?

Beten ist in Beziehung treten mit Gott. In der Veranstaltungsreihe im Quo vadis? „Lehre uns beten!“ geben Ordensfauen und -männer nun für alle daran Interessierten Einblicke in unterschiedliche Gebetsweisen, die sich in der christlichen Tradition bewährt haben.

 Beten lernen im Quo vadis? Herbst 2020

Beten lernen in der neuen Veranstaltungsreihe im Quo vadis?. (c) Unsplash

Das Stundengebet kennenlernen

Da ist zum Beispiel das sogenannte Stundengebet. Seit Jahrhunderten prägt es die Tagesstruktur der Mönche und Nonnen mit den uralten Texten der Psalmen, die Worte für jede Lebens- und Gefühlslage habe. Das Stundengebet verbindet Christinnen und Christen auf der ganzen Welt. Manche Orden laden ein, mit ihnen die "Stundenliturgie" zu feiern; manche Pfarren versammeln sich für die Vesper und die Laudes (das Abend- und Morgengebet) und viele Christen beten die "Zeiten" allein zu Hause oder bei der Zugfahrt. „Was ist ein Responsorium, warum ist da ein Sternchen im Vers und wie finde ich die Texte, die am heutigen Tag gebetet werden? Aber auch:  Wie spüre ich die Präsenz des Ewigen? Was ist Beten für mich?“, solche Fragen will Veronica Ilse vom Quo vadis? bearbeiten. Beim ersten Abend dieser Reihe wird der Benediktinerabt des Wiener Schottenstiftes, Abt Johannes Jung OSB, am Donnerstag, 24. September eine Einführung in die Theologie und Praxis des Stundengebetes (18:30- 19:30 Uhr im Quo vadis?) geben. Im Anschluss werden alle eingeladen in der Kirche der Schotten auf der Freyung die Komplet um 20 Uhr mitzubeten.  

Verschiedene Gebetsformen vertiefen

Mit der Reihe Lehre uns beten! lädt das Quo vadis? ein, auf die Suche nach dem eigenen Kommunikationsmittel mit Gott zu gehen oder etwas Neues auszuprobieren. Jeder Abend verbindet Theorie und Praxis: Nach der Einführung in die Theologie der Eucharistischen Anbetung und Impulsen zur Gestaltung einer solchen Gebetszeit durch Sr. Anneliese Herzig MSsR beispielsweise, wird eine Anbetungszeit gehalten. P. Josef Maureder SJ spricht über das Sakrament der Versöhnung als Element der Gottesbeziehung und leitet zu einer persönlichen Beichtvorbereitung an.

Mit der Heiligen Schrift zu beten und in der Betrachtung der biblischen Erzählungen die eigenen Lebensthemen in den Kontakt mit Gott zu bringen, zeigt P. Hans Brandl SJ in der Form der Ignatianischen Schriftbetrachtungen. Mit Sr. Christa Huber CJ wird eingeübt, wie der eigenen Körper in die Hinwendung zu Gott einbezogen werden kann. Mit dem Sonnengebet wird ein Bewegungsablauf mit dem das Vertrauen in Gott leiblich vollzogen und die Sinne geöffnet wird, einstudiert.

Zum besseren Schutz der Teilnehmenden ist bei den Veranstaltungen des Quo vadis? die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt. Bitte melden Sie sich daher von Mo-Fr 10-18 telefonisch an: 01 5120385.

Termine im Überblick:

Lehre uns beten! – Stundengebet
Die Zeit heiligen. Mit der ganzen Kirche beten.
Mit Abt Johannes Jung OSB
Donnerstag, 24. September 2020, 18:30–19:30 Uhr
20:00 Uhr: Komplet im Schottenstift

Lehre uns beten! – Eucharistische Anbetung
Angeschaut werden. Mich verwandeln lassen.
Mit Sr. Anneliese Herzig MSsR
Donnerstag, 12. November 2020, 18:30–20:00 Uhr

Lehre uns beten! – Sakrament der Versöhnung
Ernst machen mit Gott. Gottes Barmherzigkeit erfahren.
Mit P. Josef Maureder SJ
Donnerstag, 10. Dezember 2020, 18:30–20:00 Uhr

Lehre uns beten! – Ignatianische Schriftbetrachtung
Die biblische Szene erleben. Gottes Wort an mich hören.
Mit P. Hans Brandl SJ
Donnerstag, 7. Jänner 2021, 18:30–20:00 Uhr

Lehre uns beten! – Leibgebet
Anbetung, Hingabe … mit dem Leib ausdrücken.
Mit Sr. Christa Huber CJ
Donnerstag, 28. Jänner 2021, 18:30–20:00

 

[elisabeth mayr]