Zukunft braucht Herkunft

Die Gemeinschaft der Elisabethinen in Graz feierte mit Bischof Wilhelm Krautwaschl den Gottesdienst zum Ordenshochfest am 15. September 2020. In seiner Predigt erinnerte er daran, dass "Heil" weit mehr bedeute als Gesundheit.

Ordenshochfest Elisabethinen 1

Mit vielen prominenten UnterstützerInnen feierte der Konvent seinen 330. Gründungstag. (c) Elisabethinen Graz

„Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“ An dieses biblische Mutwort als Aufgabe für die Zukunft erinnerte Generaloberin Mutter Bonaventura Holzmann in ihrer Begrüßung beim Gottesdienst aus Anlass des Ordenshochfestes des Gedächtnisses der Schmerzen Mariens am 15. September 2020. In der Zuwendung zu Menschen in Armut, Krankheit und Not und in den kommenden Herausforderungen im Gesundheitswesen leite und inspiriere das Gründungscharisma die Ordensschwestern der Elisabethinen und ihre rund 500 Mitarbeitenden.

Tradition und Innovation

In seiner Predigt betonte Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl ebenfalls diese lebendige Verbindung von Tradition und Innovation mit einem umfassenden empathischen und professionellen Engagement für den Menschen in allen seinen Dimensionen: „Wenn im Zuge der Spitalsreform Sie als Elisabethinen in den kommenden Jahren immense Anstrengungen unternehmen um etwa hier an diesem Standort auch eine neue Station für jene zu gründen, die aufgrund ihres Alters in ihrer Psyche schwer leiden und oft ´an den Rand gedrängt´ sich erfahren müssen, dann wird etwas vom Auftrag unseres Herrn an uns Christen deutlich.“

Ordenshochfest Elisabethinen 3

Bischof Wilhelm Krautwaschl verwies in der Predigt auf die Kooperation mit den Barmherzigen Brüdern im neuen Krankenhaus Graz-Mitte. (c) Elisabethinen Graz

2020 jährt sich die Ankunft der ersten drei Elisabethinen in Graz zum 330. Mal. Am 19. Oktober 1690 kamen die drei Gründungsschwestern Sr. Maria Clara Haß, Sr. Maria Josepha de Rupe und Sr. Maria Anna Vettweiß nach einem langen und beschwerlichen Fußmarsch von Düren bei Aachen in Graz an. Einer vierte Mitschwester, Elisabeth Vettweiß, starb unterwegs aufgrund der großen Strapazen. Mit ihrem Gottvertrauen und mit ihrem Wirken legten sie den Grundstein für Kloster und Krankenhaus der Elisabethinen am heutigen Ort.

Quelle: Elisabethinen Graz

[martin gsellmann]