Erzabt Korbinian Birnbacher durch Erzbischof Kothgasser geweiht

Abt KorbinianP. Korbinian Birnbacher wurde am 21. April 2013 unter großer öffentlicher Anteilnahme zum Erzabt von St. Peter in Salzburg geweiht. Er betonte seine Intention: "Die Menschen, die zu uns kommen, aufrichten."

 Unter großer öffentlicher Anteilnahme ist P. Korbinian Birnbacher am Sonntag zum neuen Erzabt der Salzburger Abtei St. Peter geweiht worden. Vollzogen wurde die Weihe vom Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser. Birnbacher war zuletzt Prior der Abtei, seine Wahl zum neuen Abt war bereits Ende Jänner erfolgt. Birnbacher ist der 88. Abt und 6. Erzabt des seit dem Jahr 696 bestehenden und somit ältesten Männerklosters im deutschen Sprachraum. Er ist auf zwölf Jahre gewählt. Er wolle "allen Menschen, die zu uns ins Kloster kommen, ein gutes Wort sagen und sie aufrichten", betonte der neue Erzabt nach seiner Weihe. Neben viel Prominenz und mehr als 1.000 Gläubigen nahmen auch drei von Missbrauch Betroffene an der Abtweihe teil. "Ich bin mit ihnen im Gespräch und danke, dass wir einen Weg der Versöhnung gefunden haben", so Erzabt Birnbacher. Er bekannte sich in seiner Dankesrede am Schluss des Gottesdienstes auch dazu, den eingeführten Standard in der Prävention und Aufarbeitung von Gewalt und Missbrauch weiterzuführen. An der Weihe nahmen u.a. Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, der Linzer Altbischof Maximilian Aichern, die Münchener Weihbischöfe Wolfgang Bischof und Engelbert Siebler, der Augsburger Altbischof Viktor Dammertz sowie zahlreiche Äbte und Äbtissinnen aus Österreich, Bayern und Südtirol teil.

Wiege der Diözesangeschichte

Den Zusammenhang von "Gottesdienst und Menschendienst", der in Klöstern in besonderer Form vereint sei, unterstrich in seiner Predigt Erzbischof Kothgasser. Klöster seien insofern "Orte dienender, sich hingebender demütiger Liebe". Ihnen komme gleichermaßen die Aufgabe zu, den Gottesdienst zu pflegen und sich den Bedürftigen zuzuwenden, so Kothgasser. Die Aufgabe eines Abtes könne dabei "nicht besser beschrieben werden als durch das Bild des Guten Hirten nach dem Vorbild Jesu". Schließlich seien Klöster jene Orte, an denen Gottes Wort gefeiert, gelebt, verkündet und bezeugt werden müsse. In der Erzabtei St. Peter stehe außerdem "die Wiege unserer Diözesangeschichte", so der Salzburger Erzbischof.

Vita

Korbinian Birnbacher wurde 1967 in Bad Reichenhall geboren und trat 1987 in die Erzabtei St. Peter ein. Seine Ewige Profess legte er 1991 ab, ehe er 1994 im Salzburger Dom von Erzbischof Georg Eder zum Priester geweiht wurde. Seine Studien absolvierte er an der Universität Salzburg (1988-1990) und an der Ordenshochschule S. Anselmo in Rom (1990-1997). 1997 promovierte Birnbacher im Fach Ordensgeschichte mit einer Arbeit über die "Erzbischöfe von Salzburg und das Mönchtum zur Zeit des Investiturstreits (1060-1164)". Nach seiner Rückkehr aus Rom war P. Korbinian u.a. als Novizenmeister, Stiftsarchivar, Hochschulpfarrer, Kooperator in Abtenau, Custos der Kunstsammlungen und ab 2009 als Prior tätig.

Interview im Rupertusblatt

http://www.stift-stpeter.at

 

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