Schönborn bereits geimpft, Papst Franziskus nächste Woche

Bereits Anfang Jänner wurde Kardinal Schönborn gegen Covid-19 geimpft und erklärte den Impfstoff zum "Silberstreif an dem durch Corona verdunkelten Horizont". Auch Papst Franziskus lässt sich kommende Woche impfen. Im Interview betont er "Ich habe mich angemeldet, es muss getan werden" und verurteilt außerdem die "selbstzerstörerische Verweigerungshaltung" bei ImpfgegnerInnen.

 

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Kardinal bereits geimpft

Gleich zu Impfbeginn in Österreich wurde der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn ist in einem Krankenhaus gegen Covid-19 geimpft. "Der Impfstoff ist ein Silberstreif an dem durch Corona verdunkelten Horizont", erklärte der 75-jährige Kardinal gegenüber der Kathpress am. "Ich bin aufgrund meiner Vorerkrankungen und meines Alters besonders dankbar für diese Möglichkeit. Ich lasse mich auch impfen aus Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlergehen der anderen", teilte Schönborn mit.


Papst pro Impfung

"Ich habe mich angemeldet, es muss getan werden" Papst: Lasse mich nächste Woche gegen Corona impfen Mitte Januar will der Vatikan mit den Corona-Impfungen beginnen. In einem Interview hat Papst Franziskus jetzt darüber gesprochen, wann er an der Reihe ist – und gleichzeitig eine "selbstzerstörerische Verweigerungshaltung" kritisiert. 
 Papst Franziskus lässt sich nach eigener Aussage "in der nächsten Woche" gegen das Coronavirus impfen. Das sagte er in einem Interview des italienischen Senders "Canale 5".


Vatikan bereit für Immunisierung in eigenen Reihen

Der Vatikan sei bereit, mit den Immunisierungen in den eigenen Reihen zu beginnen. "Ich habe mich angemeldet, es muss getan werden", so das Kirchenoberhaupt. Er glaube, dass aus ethischer Sicht jeder den Impfstoff nehmen sollte. Wer es nicht tue, setze er nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer aufs Spiel. Der 84-Jährige kritisierte in diesem Zusammenhang eine "selbstzerstörerische Verweigerungshaltung", für die er kein Verständnis habe. Er könne sich nicht erklären, wieso manche Skeptiker eine Impfung für gefährlich hielten. Wenn die Ärzte das Präparat für unbedenklich erachteten, spreche seiner Meinung nach nichts dagegen.


Papst sieht Parallelen zu Polio-Krise seiner Kindheit

Der Argentinier verwies auf seine Kindheitserfahren während der Polio-Krise: Nicht nur damals habe sich ein Impfstoff als segensreich erwiesen.


10.000 Impfdosen für den Vatikan

Bereits vor einigen Tagen hatte der Vatikan mitgeteilt, dass man mit einem zügigen Start der Corona-Impfungen rechne. Es seien rund 10.000 Dosen des Mittels vom Mainzer Hersteller Biontech und seines US-Partners Pfizer bestellt worden. Diese Zahl reiche, um den internen Bedarf zu decken. Impfberechtigt sind neben Angestellten des Heiligen Stuhls und der Vatikanstadt auch mitversicherte Angehörige und Pensionäre. Die Beschäftigten mussten vor Weihnachten erklären, ob sie eine Impfung wünschten oder nicht.

Papst Franziskus und der Vatikan hatten wiederholt betont, dass die neuen Impfmittel global gerecht verteilt werden müssten. Es dürfe keinen "Impfnationalismus" bei der Sicherung der Vakzine geben. Pharmaindustrie, Regierungen und internationale Organisationen stünden unter dem "moralischen Imperativ", einen bezahlbaren Schutz für alle zu gewährleisten, hieß es etwa in einem Leitlinien-Papier zweier vatikanischer Ethik-Gremien.

Quellen: katholisch,de, cbr, KNA

[magdalena schauer-burkart]