Mutbotschaft: Von der Hoffnung auf den Sommer

Die Leiterin des Quo vadis?, Lisa Huber, findet Mut und Hoffnung in Rainer Maria Rilke. Auch wenn es ihr schwer fällt, ruhig zu sein und zu warten ist sie inspiriert von seinen Worten: "Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht ohne die Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte."

 

  lisa huber

Lisa Huber über Ungeduld und Hoffnung (c) Stefan Innerhofer

 

Es sind die Knospen, die mir Hoffnung schenken. Bereits im Winter wissen sie, dass der Frühling kommen wird. Sie sind vorbereitet und wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die Knospen öffnen, dann ist viel Arbeit schon passiert. Die Blumen im Frühling sind die Träume des Winters. Nun ist Frühling und wir träumen vom Sommer. Wir hoffen auf ein Danach, auf eine Erlösung aus dieser außergewöhnlichen Situation.

Es gibt einen Text von Rainer Maria Rilke, der mich schon lange beschäftigt. Die Auszüge aus einem Brief von Rainer Maria Rilke (www.rilke.de/briefe/230403.htm) begleiten mich auch durch diese Zeit. Jetzt erzählen sie von der Hoffnung auf den Sommer:

 

lisa huber

 

Es ist schwierig in der Dunkelheit zu bleiben. Es ist schwierig sich ganz zurückzuziehen. Es fällt mir schwer ruhig zu sein und zu warten. Doch ohne Dunkelheit, Ruhe und Warten wird aus den kleinen Samenkörnern keine Pflanze, wird aus Knospen keine Blume.

Geduld wird von uns erwartet, damit der Sommer kommt. Und er wird kommen; wahrscheinlich anders als gedacht, aber er wird kommen.
Es sind die Knospen, die uns Hoffnung schenken. Die zarten Blümchen erzählen jetzt schon vom Sommer. Sie erzählen vom Leben, vom Wachsen und der Wärme. Wir müssen nur abwarten um wieder aufzublühen. Dafür wünsche ich Ihnen viel Segen,

Ihre Lisa Huber