Das Weckerl des Wiener Stadtheiligen selbst backen

Klemens Maria Hofbauer ist der Stadtheilige Wiens und der Schutzpatron der Bäcker. Als Klemens zum Stadtheiligen ernannt wurde, entwickelte man ihm zu Ehren dieses Roggenweizen-Mischgebäck mit Kümmel. Sie können es aber auch selbst nachbacken, wenn Sie das Haus momentan aus gutem Grunde nicht verlassen. Hier zum Rezept! 

 

Das Weckerl des Wiener Stadtheiligen selbst nachbacken! (c) Erzdiözese Wien

Mut zur Glaubensverkündigung, zu Neuem und eine ansteckende Liebe zu Christus und den Menschen – das sind Attribute, die Klemens Maria Hofbauer, geboren am 26. Dezember 1751, Bäcker, Priester, Prediger, Mitglied des Ordens der Redemptoristen und Stadtpatron von Wien, zugeschrieben werden.

Rezept (Aus der Bäckerei Grimm) das Original-Klemensweckerl

Zutaten:

250g Weizenmehl glatt
250g Roggenmehl
1 Würfel Germ/Hefe
1,5 gestrichene EL Zucker
2 gestrichene TL Salz
2 EL Kümmel ganz
400ml lauwarmes Wasser.
 

In einer kleinen Schüssel den Zucker in ca. 50ml lau warmem Wasser auflösen, die Germ zerbröseln und dazugeben, gut auflösen.
Mehl, Salz und Kümmel mischen und das GermZucker-Wassergemenge dazuleeren. Mit dem Knethaken kneten, nach und nach das restliche Wasser zugießen.
In einer großen Schüssel an einem warmen Ort zugedeckt ca. 15 Min. gehen lassen.
Wenig Mehl daraufstauben und einmal „zusammenschlagen“ = sanft durchkneten, dass die Luft/ Gärgase entweichen.
Nochmals 15 Min. gehen lassen. Formen: der Teig ist sehr weich –die Arbeitsfläche bemehlen und den Teig darauf stürzen, vorsichtig einschlagen
und zu einer Teigrolle formen, in ca. 15 Teile „schneiden“ nach Belieben formen.
Das Original-Klemensweckerl wird zweimal eingedrückt, dass in der Mitte ein „dickerer Bauch“ entsteht.
Vorsichtig auf ein mit Backtrennpapier belegtes Blech setzen. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backrohr ca. 25 Min. backen. Unten ins Backrohr eine Schüssel mit Wasser stellen.

 

Nur Mut, Gott lenkt alles

Nur Mut, Gott lenkt alles war das Lebensmotto des Stadtheiligen. Eine überlieferte Begebenheit erzählt, dass P. Klemens an einem Mann vorbeiging, der sich in den Wienfluss stürzen wollte. Er ging zu ihm und bat ihm Schnupftabak an, verwickelte ihn in ein Gespräch und konnte ihn zu sich mit nach Hause nehmen. Dort haben sich die beiden über ihr Leben unterhalten und Hofbauer konnte den Mann überzeugen dass jedes Leben seine Krisen hat, doch dass man sie mit Gottvertrauen überwinden kann. „Nur Mut, Gott lenkt alles!“ war sein Motto und gilt  auch als heimliche Parole des Jubiläumsjahres.

[magdalenaschauer]