Auszeichnung für Interkulturellen und Interreligiösen Dialog

Beim Intercultural Achievement Award wurde in der Kategorie Aktualität das interreligiöse Dialogzentrum John Paul II für Frauen in Bangladesch ausgezeichnet. Getragen wird das Zentrum von der Russel Berrie Foundation und der Päpstlichen Universität des Hl. Thomas, dem Angelicum. Zwei Ordensfrauen der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau RNDM aus Bangladesch nahmen die Auszeichnung entgegen.

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Sr. Mohini Agnes Pathang RNDM, Bundesminister Alexander Schallenberg und Sr. Purobi Paschalina Chiran am 28. Oktober bei der Preisverleihung im Wiener Porgy & Bess. (c) Hans Hofer, BMEIA

„In Zeiten von Veränderung und von Umbrüchen wird das Gespräch mit „dem Anderen“ immer wichtiger, gewinnt der Interkulturelle und interreligiöse Dialog immer mehr an Bedeutung. Dialog ist die „Kunst der Begegnung“. Mit gegenseitigem Anschweigen wurde noch nie eine Krisensituation gelöst. Nur aus dem Gespräch kann Verständigung, Verstehen und Vertrauen entstehen“ betonte der Außenminister bei der Preisverleihung.

An folgende Projekte wurden dieses Jahr Preise vergeben:

Die Organisation „ROOTS“ gewann den diesjährigen Preis in der Kategorie Nachhaltigkeit für ihr Projekt, das jüdische und muslimische Kinder in Sommercamps zusammenbringt.

Das Projekt „Interreligiöses Dialogtraining für Studentinnen“ des John-Paul-Zentrums für interreligiösen Dialog aus Bangladesch, wurde in der Kategorie Aktualität ausgezeichnet. Es vermittelt jungen Studentinnen Wissen und Verständnis für gemeinsame Werte der verschiedenen Kulturen, Menschen und ethnischen Gruppen.

Der Preis in der Kategorie Innovation ging an die Organisation CyprusInno aus Zypern mit einem Projekt, das mit Hilfe einer mobilen App, den interkulturellen Dialog fördert.

Der Medienpreis wurde an das slowenische online Magazin Casoris vergeben, das mit dem Projekt „Geschichten von Kindern aus der ganzen Welt“ versucht, Vorurteile abzubauen.

Dialog fördern

Der diesjährige Sonderpreis des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in der Kategorie Integration ging an das Projekt FEM Süd Frauengesundheitszentrum, das von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen mit besonderem Schwerpunkt auf weibliche Genitalverstümmelung (FGM) in vielen verschiedenen Sprachen, etwa Deutsch, Englisch, Arabisch Türkisch und Dari / Farsi berät.

Abschließend wurde Prof. Ilan Knapp, Gründer des Jüdischen Beruflichen Bildungszentrums (JBBZ) in Wien und Mitglied des Österreichischen Fachbeirats für Integration, mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Der Intercultural Achievement Award wurde 2014 als Schlüsselprojekt der österreichischen Auslandskultur ins Leben gerufen. Die Gewinnerprojekte werden von einer unabhängigen Experten-Jury ausgewählt. Der Preis zielt darauf ab, innovative, praxisbezogene Projekte im Bereich des interkulturellen und interreligiösen Dialogs auf österreichischer sowie internationaler Ebene auszuzeichnen.

[mgsellmann]